Allergien und Histamin

Allergien und Histamin – Schleimhautaufbau und die Verstoffwechselung und Abbau von Histamin sind ganz wichtige therapeutische Aspekte

Bis zu 25% der europäischen Bevölkerung sind von Allergien (allos = anders, ergos = Arbeit, Werk, also das Ergebnis, was durch einen anderen Stoff hervorgerufen wurde) betroffen, das sind etwa 80 Millionen Menschen, die Probleme damit haben, wenn fremde Stoffe, die eigentlich nichts im Organismus zu suchen haben, die Barriere Schleimhaut überwinden und allergische Symptome entwickeln – vom einfachen Heuschnupfen bis zum Asthma bronchiale (= Atemnot). Und die Anzahl der Allergiker hat vor allem in den letzten Jahrzehnten dramatisch zugenommen.

Die Behandlung allergischer Symptome erfolgt gerne mit so genannten Antihistaminika (Anti = gegen, Histamin = Hormon, welches bei allergischen Symptomen ausgeschüttet wird), also Stoffen, welche einem Konzentrationsanstieg von Histamin entgegenwirken. Histamin wird von einem bestimmten Zelltyp ausgeschüttet, um an der Abwehr körperfremder Stoffe mitzuwirken.

Eine Allergiebehandlung kann ganz einfach oder frustrierend – für Therapeut und Patient gleichermaßen – sein, denn die Ausprägungen und Reaktionen können unterschiedlich ausfallen. Es gibt verschiedene Allergietypen, aber an dieser Stelle soll nicht weiter darauf eingegangen werden. Auf dieser Seite soll einfach und verständlich Grundsätzliches zum Komplex der Allergien dargestellt werden.

Allergieformen

Allergisch bedingter Ausschlag am Rücken Diese Form von Hautausschlägen können einen quälenden Juckreiz verursachen. Antihistaminika und Cortison können in der Akutsymptomatik Linderung verschaffen.

Allergisch bedingter Ausschlag am Rücken
Diese Form von Hautausschlägen können einen quälenden Juckreiz verursachen. Antihistaminika und Cortison können in der Akutsymptomatik Linderung verschaffen.

  • Heuschnupfen (= Pollinosis)
  • Hausstauballergie
  • Milbenallergie
    • Weizenallergie
    • Hühnereiweißallergie und
    • Milchallergie

Zweitrangig zeigen sich meistnes:

  • Zusatzstoffe verschiedenster Art
  • Konservierungsstoffe
  • andere Lebensmittel wie Nüsse usw.
  • Tierhaarallergie
  • Kontaktallergie
  • Schimmelpilzallergie
  • Sonnenallergie
  • Insektenstichallergie
  • Pollenallergie
  • u.a.m
  • Lebensmittelallergie
  • Vor allem sind es die 3 oben aufgeführten großen Lebensmittel, welche bei Allergietestungen sich erstrangig behandlungswürdig zeigen.

Bekannte Behandlungsmöglichkeiten (Auswahl)

  • KLASSISCHE HOMÖOPATHIE:
    Es kann sein, dass ein paar homöopathische Globulis zur Beseitigung der Beschwerden ausreichen, es kann aber auch sein, dass trotz sorgfältigster Wahl auch der Wechsel zu immer anderen Mitteln der Homöopathie keinen wirklich positiven Fortschritt in der Behandlung der allergischen Symptomatik bringt. Oft lassen sich glücklicherweise Aktusymptome eines Heuschnupfens jedoch gut damit in den Griff bekommen.
  • Akupunktur:
    Ebenso kann eine Behandlung mit Akupunktur schnellen, mäßigen oder keinen Erfolg zeitigen
  • Kinesiologie:
    Es kann sein, dass durch das Allegieklopfen der Kinesiologie (kineo = bewegen, Logos = Wort, Rede, Sinn Wissenschaft; ein Muskeltestverfahren) die Allergiesensibilität positiv verändert werden kann, ja sich sogar zumindest auf auf bestimmte Allergene (Bezeichnung für den Stoff, auf den ich allergisch bin) sich total verliert.
  • Bioresonanztherapie:
    Die Bioresonanztherapie als ein Verfahren, welches körpereigene Schwingungen moduliert und mit speziellen Handelektroden dem Patienten sowohl die körpereigenen wie auch die Schwingungen des Allergens zurückgibt. Was hierbei genau passiert, ist jedoch unklar. Bei der Bioresonanztherapie (bios = Leben; resonare = wiederschwingen, wiedertönen) zeigt sich oft eine Besserung der Symptomatik, ein gänzliches Verschwinden der allergenen Bereitschaft bleibt oft aus. Daher werden häufig nach einer Reihe von Löschungen relativ seltene und auch exotische Allergene ausgetestet.
    Wie bei allen Therapieformen gibt es hier ein großes Lager an zufriedenen und unzufriedenen Patienten. Persönlich hatte ich den Eindruck, dass die Allergien auf eine andere Ebene verschoben werden, deshalb habe ich mein Bioresonanzgerät nach einigen Jahren wieder verkauft. Der Grund: Bei einem Patienten mit geglückter Allergielöschung haben ein paar Globuli das alte Beschwerdebild wieder aufflammen lassen. Für mich ein Beweis, dass die KLASSISCHE HOMÖOPATHIE viel tiefer in die Körperregulation eingreift, und die Bioresonaztherapie unter dem ganzheitlichen Aspekt weniger ausrichten kann.
  • Auch bei anderen Heilverfahren gerne das gleiche Problem auf: Die Symptomatik kann oftmals nur gelindert aber nur sehr schwer geheilt werden.

Eine Allergie ist meiner Meinung nach als eine Störung im Gesamtorganismus zu verstehen. Im Regelfall tritt sie nicht ohne eine entsprechende Krankenvorgeschichte auf. Daher wird in der ganzheitlichen Sicht klar, dass die Entwicklung allergischer Symptome nichts anderes ist als der vergebliche Versuch des Organismus, (meist über Jahre hinweg) einerseits das Fortschreiten einer chronischen Grundstörung aufzuhalten und andererseits wieder ins gesundheitliche Lot zurückzufinden. Der Zeitraum eines derartigen Prozesses kann sich von wenigen Jahren bis hin zu Jahrzehnten erstrecken. So ist es verständlich, warum einerseits schon Kleininder allergische Symptomen entwickeln, andererseits Erwachsene erst jenseits von 40 in allergisch bedingte Beschwerdebilder aufbauen. Der Organismus ist einfach ab einem bestimmten Moment nicht mehr fähig, seine regulären Funktionen aufrecht zu erhalten.

Ein Faktor ist bei einer Allergie immer vorhanden: Es sind die Schleimhäute, welche ihrer natürlichen Barrierefunktion nicht mehr richtig nachkommen können, denn Schleimhäute dienen einerseits zur Aufnahme von Nährstoffen und Medikamenten (vor allem im Darm) andererseits verhindern sie durch ihre Struktur, dass fremde Stoffe ab einer bestimmten Größe nicht mehr den Weg in den Organismus finden können. Und genau diese Fähigkeit haben die Schleimhäute verloren.

Jetzt gelangen fremde Stoffe und Lebensmittel (in einer Größe, wie sie normalerweise nicht aufgenommen werden können) über die Schleimhautbarriere hinweg in den Körper. Das Immunsystem identifiziert diese Stoffe als Fremdkörper. Dies geschieht auch bei dem großstofflichen Lebensmittel, welches der Organismus nur in seine kleinsten Bestandteile zerlegt kennt – in dieser Stoffgröße aber bislang unbekannt ist und jetzt nichts anderes als einen Fremdkörper darstellt, der den gesundheitlichen Zustand schädigen könnte. Und so mobilisiert das Abwehrsystem seine Polizisten, um die ungeliebten Eindringlinge loszuwerden. Teil dieses Polizeieinsatzes ist Histamin, eine Substanz, welche die Eigenschaften eines Botenstoffes und eines Hormons besitzt.

Die Rolle des Histamins

Chemische Struktur von Histamin Die Umwandlung aus der Aminosäure Histidin in Histamin ist abhängig vom Vorhandensein bestimmter Mikronährstoffe, die auch wiederum die Höhe der Histaminspiegel stark beeinflussen können. Mikro- nährstoffe können - therapeutisch eingesetzt - ein wertvoller Baustein in der Behandlung von Allergien sein.

Chemische Struktur  Histamin
Die Umwandlung aus der Aminosäure Histidin in Histamin ist abhängig vom Vorhandensein bestimmter Mikronährstoffe, die auch wiederum die Höhe der Histaminspiegel stark beeinflussen können. Mikronährstoffe können – therapeutisch eingesetzt – ein wertvoller Baustein in der Behandlung von Allergien sein.

Histamin ist der große Übeltäter bei allergischen Reaktionen, denn es ist verantwortlich für das Auftreten der verschiedensten Beschwerden wie z.B. den häufig quälenden Juckreiz, der dadurch entsteht, dass Histamin Blutgefäße und Gewebe durchlässiger macht. Überhaupt besitzt es enorm wichtige Einflüsse auf viele andere Körperfunktionen. An dieser Stelle sei jedoch nur seine Rolle im Ablauf allergischer Geschehen kurz umrissen. Wichtig ist zu wissen, dass Histamin auf Abwehrzellen einwirkt und so seinen Teil dazu beiträgt, Entzündungsprozesse aufrecht zu erhalten.

Der Organismus stellt Histamin aus der Aminosäure (= kleinster Baustein der Eiweiße) Histidin her. Dazu benötigt er verschiedene kleinste Baustoffe wie Vitamine usw.. Der Abbau erfolgt über ein Enzym (Eiweißkörper, welcher chemische Reaktionen und Umwandlungsprozesse einleitet), welches wiederum nur abhängig von Vitaminen und anderen Mikronährstoffen seine Funktion erfüllen kann. Zu wenige dieser kleinen Helferlein bedeutet ganz einfach zu wenig Abbau von Histamin z.B. im Darm. Bei einem Überangebot von Histamin im Darmtrakt können Unverträglichekitssymptome (= allergieartig) von Lebensmitteln auftreten.
Der Grund für eine Lebensmittelunverträglichkeit ist jetzt nicht die echte Allergie, es ist eine Allergie, welche durch ein Überangebot an Histamin vorgegaukelt wird. Daher kommt einer ausreichenden Versorgung mit Mikronährstoffen aus dem Bereich der ORTHOMOLEKULAREN MEDIZN höchste Bedeutung zu, will man Unverträglichkeiten von Lebensmitteln begegnen, die mit zu hohen Histaminwerten im Darm zusammenhängen. Der Verzicht auf die unverträglichen Lebensmittel ist eine Möglichkeit, den Problemen zu begegnen. Doch die Indentifikation, welches Nahrungsmittel genau jetzt die Darmbeschwerden verursacht hat, fällt nicht immer leicht und ist manchmal sogar unmöglich. Ein Grund könnte sein, dass die Höhe der Histaminkonzentration im Darm auch schwankt. Konsequenterweise muss die Therapie derart gestaltet sein, dass der Histaminabbau optimiert wird, das wäre die andere Möglichkeit, den Problemen zu begegnen.

Allergie und ihre Begleitwerkrankungen

8 Monate alter Junge mit atopischer DermatitisAtopische Dermatitis ist eine andere Bezeichnung für Neurodermitis. Das Bild wurde von der amerikanischen Gesundheitsbehörde (CDC) dem allgemeinen Gebrauch zur Verfügung gestellt. Dieser Junge hat eine atopische Dermatitis entwickelt, indem er sich von seinem Geschwisterchen, welches kurz zuvor gegen Pocken geimpft wurde, angesteckt hatte (Angabe des CDC).

8 Monate alter Junge mit atopischer Dermatitis
Atopische Dermatitis ist eine andere Bezeichnung für Neurodermitis. Das Bild wurde von der amerikanischen Gesundheitsbehörde (CDC) dem allgemeinen Gebrauch zur Verfügung gestellt. Dieser Junge hat eine atopische Dermatitis entwickelt, indem er sich von seinem Geschwisterchen, welches kurz zuvor gegen Pocken geimpft wurde, angesteckt hatte (Angabe des CDC).

Oftmals sind Allergien nicht das einzige gesundheitliche Problem dieser Menschen. Sie können typischerweise noch mehrere Erkrankungen aufführen, welche sie seit langer Zeit quälen oder auch erst in jüngerer Zeit hinzugekommen sind:

  • Defizite des Immunsystems, wofür in hohem Maße Defizite des Mikronährstoffhaushalts verantwortlich gemacht werden können
  • Probleme der Haut, die gerne trocken ist und zu Ekzemen (Ausschlägen) neigt, deren Ausprägung auch stark mit der Nahrungsaufnahme zusammenhängen kann. In schlimmster Form zeigen sich Hautprobleme als Neurodermitis, deren Juckattacken Menschen schier in den Wahnsinn treiben kann.
    Eine zweite Hauterkrankung kann auch mit einer Allergietendenz verknüpft sein: Die Schuppenfelchte (= Psoriasis), gekennzeichnet durch schuppige Prozesse mit den typischen, sogar leicht erhabenen, roten Flecken der Haut.
  • Beim Asthma bronchiale, einer Erkrankung der Lunge mit hochgradiger Atemnot bewirken Allergene eine Verkrampfung der Atemwege und Bläschen in der Lunge (an dieser Reaktion ist u.a. auch Histamin beteiligt) sowie Einschränkungen der Lungenfunktion und des Atemvolumens bis hin zum Erstickungstod. Die konventionelle Therapie setzt nicht an der Ursache an, sie besteht hauptsächlkich darin, Medikamente, welche die Atemwege erweitern und die Schleimhäute abschwellen, zu verabreichen.

    Was bei einem Asthmaanfall passiertDie Atemwege (Airway) sind von Muskeln (Muscle) umgeben. Die Lungenbläschen (Air sacs) sind für den Gasautausch (Sauerstoffaufnahme - Kohlendioxidabgabe) zuständig. Vor einem Asthmaanfall (Before an asthma episode) stellt sich das System normal dar. Nach einem Astmaanfall (After an asthma episode) ist zu erkennen, dass die Muskeln durch Kontraktion die Atemwege verengen (muscels around the airway contract), was den Gasaustausch sowie das Ein- und Ausatmen alleine schon deutlich einschränkt, die zusätzliche Schleimproduktion (Airways fill with mucus) erschwert durch eine weitere Verkleinerung des Durchmessers die Atmung zusätzlich und ist sich als rasselndes Geräusch bei der Atmung hörbar. Im schlimmsten Falle kann der Patient bei einem Asthmaanfall ersticken.

    Was bei einem Asthmaanfall passiert
    Die Atemwege (Airway) sind von Muskeln (Muscle) umgeben. Die Lungenbläschen (Air sacs) sind für den Gasautausch (Sauerstoffaufnahme – Kohlendioxidabgabe) zuständig. Vor einem Asthmaanfall (Before an asthma episode) stellt sich das System normal dar.
    Nach einem Astmaanfall (After an asthma episode) ist zu erkennen, dass die Muskeln durch Kontraktion die Atemwege verengen (muscels around the airway contract), was den Gasaustausch sowie das Ein- und Ausatmen alleine schon deutlich einschränkt, die zusätzliche Schleimproduktion (Airways fill with mucus) erschwert durch eine weitere Verkleinerung des Durchmessers die Atmung zusätzlich und ist sich als rasselndes Geräusch bei der Atmung hörbar. Im schlimmsten Falle kann der Patient bei einem Asthmaanfall ersticken.

Nahrungsmittelallergien, welche nicht vorgetäuscht sind, sondern darauf beruhen, dass Nahrungsmittel in einer Größe die Schleimhaut passieren, wie es normalerweise nicht geschehen kann. Hier muss der therapeutische Ansatz darauf abzielen, dem Körper die Materialien zur Verfügung zu stellen, welche für einen guten Schleimhautaufbau benötigt werden. Ein wichtiger Teil des Therapieprogramms sollte die Gesundung der Darmflora (siehe auch ORGAN DARM und DARMMILIEU) sein.

  • Multiples chemisches Syndrom (MCS) als Ausdruck einer starken Empfindlichkeit auf Stoffe, die der chemischen Industrie entsprungen und nicht mehr aus unserer Umwelt wegzudenken sind. Entgiftungsmaßnahmen und Verbesserungen der Stoffwechselleistung (siehe auch ORGAN LEBER, ORTHOMOLEKULARE MEDIZN) sollten ganz oben auf der Liste möglicher Therapiebemühungen stehen
  • Darmerkrankungen wie Colitis ulzerosa oder Morbus Crohn (beides Entzündungskrankheiten des Darms) sind oft vergesellschaftet mit allergischen Tendenzen. Hier führen die Darmerkrankungen zu einem Teufelskreis: Aufgrund der Darmentzündung und einer geschädigten Darmflora sinkt das Vermögen, Mikronährstoffe aufzunehmen, was wiederum dazu führen kann, dass der Aufbau der Darmschleimhaut leidet, usw.
  • Bei der Fructoseintoleranz wird der Fruchtzucker aus Obst und Gemüse nur schlecht vertragen. Gründe hierfür können sein:
  • Enzymdefizit, wodurch Fruchtzucker nicht adäquat umgewandelt wird und sich Fruchtzucker in einer bestimmten Form, welche Beschwerden wie Zittern, Schwindel, Übelkeit, Oberbauchschmerzen u.a.m. hervorrufen kann, ablagert wird.
  • Störungen der Regelung des Blutzuckerspiegels, weil die Umwandlung von Fruktose in Glukose (Einfachzucker) nicht ausreichend genug stattfindet. Therapeutisch kann die ORTHOMOLEKULARE THERAPIE hier Lösungen anbieten, um Fructose wieder vertragen zu können.
  • Es gibt auch eine angeborene Fructoseintoleranz. Hier muss die Nahrung frei von Fructose (Fruchtzucker) bleiben
  • Ungenügende Bildung der Transporterstoffe für Fructose im Darm. Hier müsste der Hormonstatus geklärt werden, da die Bildung der Transporterstoffe für Fructose im Darm hormonabhängig erfolgt
  • Veränderung der Zusammensetzung der Darmkeime. Wenn schon genügend Fructose im Blut vorhanden ist, sinkt deren Aufnahmequote durch den Darm. Dambakterien wie auch Candida albicans, ein Pilz, der im Darm bei übermäßiger Vermehrung sehr schädlich wirkt, wandeln die Fructose dann in kurzkettige Fettsäuren, Wasserstoff und Kohlendioxid um. Die Folge können ein Reizdarm, Durchfall, Darmkränpfe und (eingeklemmte) Blähungen sein.

Histaminintoleranz

ErdnüsseErdnüsse besitzen ein hohes allergenes Potential. Für viele Allergiker können schon kleineste Mengen als Zusatzstoffe in der Nahrung bei entsprechender Disposition tragische Konse- quenzen besitzen - von simplen Unverträg- lichkeitsreaktionen bis hin zum Asthmaanfall.

Erdnüsse
Erdnüsse besitzen ein hohes allergenes Potential. Für viele Allergiker können schon kleineste Mengen als Zusatzstoffe in der Nahrung bei entsprechender Disposition tragische Konsequenzen besitzen – von simplen Unverträglichkeitsreaktionen bis hin zum Asthmaanfall.

Sie verursacht bei etwa 5% der Erwachsenen und sogar ca. 15% der Asthmatiker die Beschwerden, ist also gar nicht so selten. Typische Symptome sind:

  • Beschwerden der Atemwege bis hin zu asthmatischer Asuprägung
  • Probleme der Schleimhäute der Nase bis hin zum chronischen Schnupfen
  • Herzrhythmusstörungen
  • Erschöpfungsgefühl
  • starke Müdigkeit
  • niedriger Blutdruck mit Kreislaufinstabilität
  • Lebensmittelunverträglichkeiten
  • Beschwerden im Magen-, Darmbereich mit Durchfall, Blähungen, Auftreibung des Bauches
  • Symptome der Haut der verschiedensten Art (siehe oben), auch mit Quaddelbildung mit heftigstem Jucken und Kratzattacken

Die Beschwerden entstehen durch

  • eine vermehrte Freisetzung gespeicherten Histamins wie z.B. durch Alkohol, Medikamente, gewisse Röntgenkonstrastmittel
    verminderten Histaminabbau. Weiter oben schon beschrieben. Interessant ist, dass die Enzymaktivität zum Histaminabbau auch von verschiedenen Medikamenten verringert werden kann. Dies sind auch Medikamente, wie sie zur Dauerbehandlung bei Kindern schon eingesetzt werden
  • Verzehr von Speisen mit einem hohen Histamingehalt. Dies sind vor allem Nahrungsmittel, welche über mikrobielle Aktivitäten einen Reifungsprozess erfahren haben (Sauerkraut, Käse, Salami, Rotwein, Essig, Konserven, gewisse Obstsorten, gewisse Süßigkeiten und Naschereien u.a.m). Patienten versuchen herauszufinden, welche Nahrungsmittel für sie unverträglich sind. Doch nicht jedes Lebensmittel ist an jedem Tag gleich unverträglich, da auch der Histaminstatus nicht jeden Tag gleich ist. So kommen sie doch wieder ins Zweifeln und schränken sich mit ihrer Ernährung immer mehr ein.
  • eine Überproduktion von Histamin (= Histadelie), was auf einen Mangel oder ein Ungleichgewicht gewisser Mikronährstoffe zurückzuführen ist. Dieser davon betroffene Personenkreis weit gerne eine Tendenz zu zwanghaftem Verhalten auf, besitzt eine große Gedankenfülle u.a.m.
  • Unterproduktion von Histamin (= Histapenie). Auch hier muss die Mikronährstoffbalance wiederhergestellt werden. Die Symptome zeigen sich vor allem im psychischen Bereich von Einbildungen bis zur Übererregtheit bis hin zu Ängsten. Diese Patienten sind gerne übergewichtig und leiden unter schlechten Zähnen.

 Das Ohr ist allergisch für Worte, die nicht aus dem Herzen kommen.

(Unbekannt)

Schlussbemerkung

Der ganze Komplex Allergie / Histamin / allergische Reaktion / Diagnose / Behandlung ist höchst spannend, da die Ausprägung der allergischen Symptomatik mehrere Faktoren als Ursache besitzen kann. So können erniedrigte Histaminspiegel ähnliche Beschwerden bereiten wie zu hohe. Eine gute Diagnostik und eine genaue Befragung der Entwicklung der Symptomatik kann schon klare Hinweise geben, worauf sich die gesundheitliche Störung aufgebaut haben könnte.
Der Behandlung muss eine gute Diagnostik vorausgehen und selbstverständlich darauf aufbauen. In der Behandlung selbst spielt die Gabe von Stoffen aus der ORTHOMOLEKULAREN MEDIZIN für mich die allergrößte Rolle. Diese Stoffe sind auch therapeutisch einsetzbar – man muss aber das Richtige im richtigen Verhältnis geben. Einfach ein billiges Multivitaminpräparat vom Discounter oder von der Apotheke einzuwerfen, dürfte und wird mit ziemlicher Sicherheit nicht der Problematik Lösung sein.
Dass es auch sinnvoll sein kann, nicht nur auf Histaminwerte zu starren, sondern eine von Patienten geäußerte Beschwerde immer unter einem ganzheitlichen Aspekt zu betrachten, soll folgender Fall verdeutlichen:

Histaminntoleranz mit Atemnotbeschwerden – ein Fall aus der Praxis

Der Patient kontaktierte mich erstmals im Januar 2010 nach einer meinerseits verfassten und auch veröffentlichten Leserzuschrift in der örtlichen Presse zum Thema Histaminintoleranz.

Schriftliche Befundungen belegten relativ erhöhte Histaminwerte aus den Jahren 2007 und 2008. Der Patient äußerte Beschwerden der Lunge seit über 22 Jahren mit Druck hinter dem Kehlkopf; früher hatte er diesbezüglich keine Probleme. Laut Hals-Nasen-Ohren-Arzt wäre alles in Ordnung; der Pulmologe meinte, er hätte ein überempfindliches Bonchialsystem; seit über 20 Jahren nehme er Cortison zur Abschwellung der Schleimhäute. 5 Jahre Desensibilisierung auf Gräser und Pollen hätten keinen Erfolg gezeigt, dann hätte der für die Histaminintoleranz-Tabletten bekommen. In den Atemwegen hätte er viel Schleim, viele Krämpfe, abends gegen 21.00 Uhr lassen die Lebensgeister schnell nach, dann schlafe er im Fernsehsessel ein. Die Krämpfe träten nach histaminreicher Nahrung verstärkt auf, er vertrage gewisse Lebensmittel nicht.

Folgende therapeutische Maßnahmen wurden getroffen: KRYPTOPYRROLTEST, Behandlung der Wirbelsäule und Verabreichung eines homöopathischen Mittels noch am gleichen Tag.

Bei dem pensionierten Patienten zeigte sich eine deutliche Blockade der Brustwirbelsäule – genau in dem Bereich, wo der Nerv austritt, über den die Funktionssteuerung der Lunge abläuft. Schon am nächsten Tag war das Röcheln während der Atmung verschwunden, der Patient war deutlich belastbarer. Eine Woche später Beginn der Therapie mit Mikronährstoffen. Als Therapie der Wirbelsäule zur Verbesserung der Körperstatik und Wirbelposition durchlief der Patient eine sechsmalige Therapiesequenz der CHIRO-INSTRUMENT-TECHNIK innerhalb von 4 Wochen.

Ergebnis der Therapiemaßnahmen: Die Atemwegsbeschwerden sind praktisch verschwunden. Der Patient genießt eine ganz andere Lebensqualität. In der Folgezeit haben sich die Kontakte auf 1 Behandlung pro Monat reduziert. Jedes Mal nach Justierung der Wirbelsäule verschwinden das Röcheln während der Atmung und auch die Atemnot. Die Medikamenteneinnahme (15!) konnte auch deutlich reduziert werden. Der Patient war einerseits glücklich ob der verbesserten Lebensqualität, anderseits traurig, dass er 22 Jahre mit Beschwerden leben musste, die nicht hätten sein müssen…

Dieser Fall zeigt sehr schön, dass Beschwerden immer ganzheitlich zu analysieren und zu behandeln sind. Ohne Beseitigung der Wirbelblockade (siehe auch: WARUM CHIROPRAKTIK?) hätte sich wahrscheinlich die Verbesserung der Lungenfunktion nicht so deutlich dargestellt.

Wichtig:


Inwieweit ich Fragen zu Krankheiten, deren Ursachen und Therapieansätze oder zu mir bekannten Therapeuten in Ihrer Wohnortnähe oder anderswo beantworte, lesen Sie bitte unter ANFRAGEN ZU THERAPEUTEN nach.


Ich bedanke mich für Ihr Verständnis!

HIER können Sie den Erstanamnesebogen downloaden oder ausdrucken.

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