Schwermetalle

Schwermetalle – Gift aus verschiedensten Quellen. Seine Entsorgung ist ungemein wichtig und bleibt meist der Naturheilkunde vorbehalten

Belastungen durch Schwermetalle sind häufig unterschätzte Krankheitsauslöser. Diskussionen zur Schädlichkeit aufgenommener Schwermetalle sind in den letzten Jahren häufiger entbrannt. Vor allem die Auseinandersetzung um die Schädlichkeit der Amalgamfüllungen erregte schon vor Jahren die Gemüter. In jüngerer Vergangenheit sorgte der Bericht „Die AkteAluminium“ für Aufsehen. Für Schwermetalle im Organismus gibt es keine Halbwertszeit (das ist die Zeit, in der die Hälfte einer Substanz wieder aus dem Körper ausgeschieden ist). Sie werden vor allem in den Speicherorganen Leber, Niere, Lunge, Gehirn und hier in den Zellen abgelagert, und dort lagern sie eigentlich lebenslänglich. Sie werden z.B. durch eine gezielte Schwermetallentgiftung und im Falle einer Schwangerschaft aus ihren Depots gelöst und aus dem Körper entfernt. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass die werdende Mutter im Laufe der Schwangerschaft und während der Stillzeit ca. 60% ihrer Schwermetall- oder Quecksilberbelastung an ihr Kind weiter gibt.

Für den zarten kindlichen Organismus kann die von der Mutter empfangene Schwermetallmenge eine enorme Belastung darstellen und schon bald nach der Geburt zu gesundheitlichen Problemen führen. Bei Erwachsenen kann eine Amalgamintoxikation (Amalgamvergiftung) zum Auslöser chronischer Beschwerden entwickeln. Am Beispiel des im Amalgam enthaltenen Quecksilbers will ich das krankmachende Potenzial der Schwermetalle erläutern:

 Embryo 14 Wochen altUltraschall - Profilaufnahme eines 14 Wochen alten Embryos. Quecksilber kann schon beim Erwachsenen Schäden vor allem an Nieren und Zentralnervensystem hervorrufen. Wie stark muss erst die Einwirkung bei sich ausbildenden Strukturen sein! Nicht umsonst dürfen Schwangere keine Quecksilberfüllungen mehr erhalten.


Embryo 14 Wochen alt

Ultraschall – Profilaufnahme eines 14 Wochen alten Embryos. Quecksilber kann schon beim Erwachsenen Schäden vor allem an Nieren und Zentralnervensystem hervorrufen. Wie stark muss erst die Einwirkung bei sich ausbildenden Strukturen sein! Nicht umsonst dürfen Schwangere keine Quecksilberfüllungen mehr erhalten.

AUFNAHME IN DEN KÖRPER

Amalgamfüllungen enthalten nach etwa 10 Jahren nur noch 50% des in ihnen ursprünglich enthaltenen Quecksilbers. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass knapp 90% des durch Kauen oder Verdunstung freigesetzten Quecksilbers in den Körper aufgenommen werden. Ca. 75% der Menge verbleibt in den Lungen und etwa 30% von dieser Menge finden in der kurzen Zeit von 10 Minuten den Weg von der Lunge ins Blut.

Das Immunsystem kann besonders durch die Quecksilberaufnahme beeinträchtigt werden. Es funktioniert über das Zusammenwirken verschiedener Abwehrzelltypen, die als T-Lymphozyten (kommen aus dem Thymus) mit den Untergruppen der T4- und T-8 Lymphozyten und B-Lymphozyten (sie entstammen dem Knochenmark; engl. bone marrow) bezeichnet werden. Die T-4-Zellen sind Helferzellen für die B-Lymphozyten zur Erfüllung der immunologischen Prozesse wichtig, die T-8 Zellen verhindern den Angriff der B-Lymphozyten auf gesundes Körpergewebe. Eine durch Schwermetalle ausgelöste Veränderung des Verhältnisses der einzelnen Abwehrzellen zueinander kann das Immunsystem in seiner Funktion empfindlich stören. Eine Folge kann die Auslösung von Autoimmunprozessen sein.

Umgekehrt kann eine Entfernung der Amalgamplomben einen positiven Einfluss auf die Anzahl der Abwehrzellen haben. Nach Literaturangaben steigt die Anzahl der T-Lymphozyten im Bereich um die 30% – sinkt allerdings auch wieder, wenn den Versuchspersonen erneut Quecksilberfüllungen gelegt wurden, aber steigt nach nochmaliger Entfernung wieder an. Diese Metallgifte werden in den Organismus eingelagert, wie das damalige Bundesgesundheitsamt 1992 in einem Sonderdruck bestätigte.

Quecksilber Englisch: Mercury, wie auch im Englischen der Gott Merkur bezeichnet wird. Merkur ist der Gott der Händler und der Reisenden, aber auch der Gott des Handels und des Profits. In den amerikanischen Amalgamkriegen ging es ja um eine preiswerte Alternative zu Gold, die den Gewinn zu erhöhen versprach. In der Astrologie ist dem Gott (Prinzip) Merkur das Element Luft zugeordnet. Quecksilber verdunstet langsam an der Luft, wird also auch über die Einatmung aufgenommen.

Quecksilber
Englisch: Mercury, wie auch im Englischen der Gott Merkur bezeichnet wird. Merkur ist der Gott der Händler und der Reisenden, aber auch der Gott des Handels und des Profits.
In den amerikanischen Amalgamkriegen ging es ja um eine preiswerte Alternative zu Gold, die den Gewinn zu erhöhen versprach.
In der Astrologie ist dem Gott (Prinzip) Merkur das Element Luft zugeordnet. Quecksilber verdunstet langsam an der Luft, wird also auch über die Einatmung aufgenommen.

Die Verursachung vieler chronischer Erkrankungen durch eine Quecksilbervergiftung wird – immer noch – von vielen (Zahn-)Medizinern negiert. Die Gründe hierfür sind insbesondere:

  • Eine chronische Erkrankung beginnt schleichend und nicht sofort nach dem Legen der Amalgamfüllungen. Das Heimtückische einer schleichenden Vergiftung ist, dass von Beginn der Vergiftung an teils 10 bis 20 Jahre vergehen, bis sich erste Krankheitssymptome zeigen. Patient und/oder Therapeut sehen allerdings oft keinen Bezug zwischen Amalgam und chronischer Krankheit.
  • Es gibt keine genau definierte Antwort des Organismus auf die schleichende Vergiftung. Jeder Mensch reagiert anders und entsprechend seiner persönlichen Veranlagung wird er Symptome in seinem schwachen Organsystem ausprägen.
  • Es gibt nicht die typischen Quecksilberintoxikationssymptome. Erkrankungen wie Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Blähbauch, Rheuma, Depressionen etc. können neben einer Quecksilberbelastung auch noch viele andere Ursachen haben. Deswegen wird sehr oft über lange Zeit ein falscher Therapieansatz verfolgt, der dem Patienten keine oder nur wenig Linderung von seinen Beschwerden bringt.
  • Der Amalgamkranke sucht mit seinen Beschwerden normalerweise Hilfe beim Hausarzt; der Zahnarzt wird nur selten über diese Beschwerden informiert, denn er arbeitet ja in einem anderen Fachgebiet. Später wird der Facharzt oder der Heilpraktiker zu Rate gezogen, wenn die eingeschlagenen Therapien versagen. Bei den nichtzahnärztlichen Therapeuten ist die Lust sich mit zahnärztlichen Problematiken zu befassen im Normalfall recht gering. Äußerst selten wird zu einem Zusammenhang zwischen Amalgam und Erkrankung nachgefragt. Mangels toxikologischer (Toxine = Gifte) Kenntnisse bleibt die Amalgamver­giftung als Krankheitsursache aber häufig verborgen.

     Veränderung einer AbwehrzelleEin Lymphozyt (Abwehrzelle im Blut) hat sich aufgrund einer infektiösen Erkrankung verändert (rechts im Bild mit gewellter Umrandung). Schwermetallbelastung kann zu Zinkdefizit und einem gestörten Eiweißstoffwechsel führen. Für die Herstellung von Immunzellen benötigt der Körper viel Eiweiß.


    Veränderung einer Abwehrzelle

    Ein Lymphozyt (Abwehrzelle im Blut) hat sich aufgrund einer infektiösen Erkrankung verändert (rechts im Bild mit gewellter Umrandung). Schwermetallbelastung kann zu Zinkdefizit und einem gestörten Eiweißstoffwechsel führen. Für die Herstellung von Immunzellen benötigt der Körper viel Eiweiß.

Einfluss auf das Darmmilieu

Quecksilber zählt neben Palladium zu den stärksten Giften. Im 18. Jahrhundert wurde Quecksilber z.B. als „natürliches Antibiotikum“ in der Behandlung von Infektions- und Geschlechtskrankheiten eingesetzt, es besitzt eine Keim abtötende Wirkung. Nicht selten erlitten die behandelten Personen eine Quecksilbervergiftung. Im Darm eines neugeborenen Kindes befinden sich keine Darmbakterien. Seine Darmflora baut sich erst über Muttermilch, Nahrung, prä- und probiotische Mikroorganismen und natürlich über Faktoren aus der Umwelt auf. Der gesunde menschliche Darm enthält etwa die 10-mal so viel Keime wie Körperzellen (ca. 70 Billionen). Im Darm sitzt der überwiegende Teil des gesamten lymphatischen Gewebes (80%), weswegen das Organ Darm der wichtigste Teil eines funktionierenden Immunsystems ist. Störungen der Keim-Besiedlung des Darmes haben damit auch Einflüsse auf immunologische Prozesse.

Die Besiedelung der einzelnen Abschnitte des Verdauungstraktes ist sowohl von der Anzahl wie auch vom Typus ganz verschieden:

Besiedelung des Darmes

Ort Anzahl der Keime pro ml u.a. vorhandene Vertreter
Magen bis zu 105 Bakterien Helicobakter pylori
erster Dünndarmabschnitt 103 bis 104 Streptokokken und Laktobazillen
Ende des Dünndarms 108 bis 109 Laktobazillen, Streptokokken
Dickdarm <1011 bis 1012 über 400 verschiedene Arten
Echerichia coli Der als einfach E.coli bezeichnete Keim ist ein natürliches Darmbakterium, welches unter anderem bei der Aufspaltung bestimmter Zuckerstoffe seinen Teildazu beiträgt. Jede einzelne Bakterium ist länglich geformt. Bei übermäßiger Vermehrung und Besiedlung bestimmter Organe kann es zu Krankheitssymptomen kommen. Der pH-Wert des Darms hat für die Qualität und Anzahl der Keime eine Schlüsselstellung inne. Aber auch viele Antibiotika verändern die natürliche Zusammensetzung der Keime im Darm, indem sie gute Keime abtöten.

Echerichia coli
Der als einfach E.coli bezeichnete Keim ist ein natürliches Darmbakterium, welches unter anderem bei der Aufspaltung bestimmter Zuckerstoffe seinen Teildazu beiträgt. Jede einzelne Bakterium ist länglich geformt. Bei übermäßiger Vermehrung und Besiedlung bestimmter Organe kann es zu Krankheitssymptomen kommen.
Der pH-Wert des Darms hat für die Qualität und Anzahl der Keime eine Schlüsselstellung inne. Aber auch viele Antibiotika verändern die natürliche Zusammensetzung der Keime im Darm, indem sie gute Keime abtöten.

Da zwischen Dünndarm und Dickdarm ein unterschiedlicher pH-Wert herrscht und auch die Keimbesiedelung verschieden ist, sind die beiden Darmabschnitte durch die Ileozökalklappe voneinander getrennt. Bei korrekter Funktionsweise hilft sie dabei, das physiologische Darmmilieu aufrecht zu erhalten. Bei korrekter Funktionsweise hilft die Ileozökalklappe dabei, das physiologische Darmmilieu aufrecht zu erhalten. Nicht alle Darmkeime sind für den Menschen nützlich. Gewisse Keime sind ab einer bestimmten Konzentration immer krankheitsverursachend, andere sind positiv, aber können pathogen wirken, wenn sie in unphysiologisch hoher Zahl im Darm anwesend sind, wieder andere Darmbakterien sind neutral oder wirken für den Aufbau einer gesunden Darmflora fördernd. Das Ökosystem Darm ist sehr sensibel und reagiert auf verschiedenste Faktoren wie

  • Störungen der Funktion der Darmklappen
  • Antibiotika, die nicht nur schlechte Keime abtöten
  • einen gestörten Säure-Basen-Haushalt, der die guten Darmkeime dezimiert und die Aufnahme der Mikronährstoffe (Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Aminosäuren, Fettsäuren) stören kann
  • auf Nahrungsmitteldefizite, die die Verstoffwechselung der Nahrung im Darm stören können; einzelne Nahrungsmittel bleiben unverdaut und stören somit weiter die gute Zusammensetzung der Darmflora
  • aber auch auf Quecksilber, welches die fatale Eigenschaft besitzt, die Keime einer gesunden Darmflora anzugreifen. Es bewirkt eine Antibiotikaresistenz bei verschiedensten Erregern und senkt die Anzahl der guten Darmbakterien, welche dann fakultativ schädliche Mikroorganismen wie z.B den Candida albicans nicht mehr in Schach halten können. Der deutsche Arzt Klinghardt ist der Meinung, dass eine häufige Candida albicans-Belastung auch die Reaktion des Körpers auf eine Quecksilberbelastung sein könnte. Dieser Pilz „frisst“ nämlich Quecksilber, und Klinghardt interpretiert den immer wieder auftauchenden Pilz als einen vom Organismus gesteuerten Versuch, den Keim unschädlich zu machen. Dieser Gedanke erscheint gar nicht so abwegig, gibt es inzwischen ein Abbauverfahren für Goldminen, welches Pilze, die Gold in sich aufnehmen, in die Minen einbringt; nach einer gewissen Zeit werden die Pilze geerntet und aus ihnen das Gold gewonnen. Wissenschaftliche Analysen zeigten, dass sich bei Versuchstieren gegen Quecksilber immune Bakterien vermehrt in Zahnfleisch und und Darm finden ließen, nachdem die Versuchstiere – wegen der Ähnlichkeit zum Menschen wurden Affen gewählt – Amalgamfüllungen erhalten hatten. Die Keime waren gegen antibiotische Substanzen wie Ampicillin, Tetracyclin. Kanamycin, Streptomycin oder Chloramphenicol resistent.

Weitere Informationen zur Damflora finden Sie auf der Seite ORGAN DARM

 

ABLAGERUNGEN IM GEHIRN

Einzelner Lymphozyt Rasterelekronenmikroskopaufnahme

Einzelner Lymphozyt
Rasterelekronenmikroskopaufnahme

Quecksilber kann wie die vielen anderen Schwermetalle auch die Blut-Hirn-Schranke durchdringen. Diese Barriere zwischen Blut und Gehirnsubstanz soll den Weg für toxische Stoffe in die Nervenzellen blockieren. Aufgrund entzündlicher Prozesse, Bakterientoxinen, Tumoren, einem Sauerstoffmangel oder Hirninfarkte kann die Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke leiden. In einer antibiotischen Therapie des Gehirns muss z.B. die Penetrationsfähigkeit des Antibiotikums durch die Blut-Liquor-Schranke beachtet werden. Schwermetalle können diese Hemmschwelle ohne Probleme überwinden und Nervenzellen schädigen. Sind Schwermetalle erst einmal im Gehirn angekommen, gehen sie nicht von selbst wieder hinaus; sie müssen gezielt ausgeleitet werden. In der Folge einer andauernden Quecksilberbelastung treten natürlich verschiedenste Störungen im Gehirn auf.

SCHÄDIGUNG IST ANERKANNT – ODER DOCH NICHT?

Obwohl die Schädigungsmechanismen und Auswirkungen der verschiedenen Quecksilberformen auf Zellen und Organismus nachvollziehbar sind, ist die amerikanische Arzneimittelbehörde (FDA) immer noch der Meinung, dass über Quecksilber keine negative Auswirkungen auf den Patenten entstehen bzw. durch einer Entfernung des Metalls ein positiver Einfluss auf das Krankheitsgeschehen ausgeübt wird. In Deutschland wurden Quecksilberfüllungen vom damaligen Gesundheitsamt 1992 nur noch für Backenzähne zugelassen. Gleichzeitig wurde ein Verbot für Gamma-2-haltiger Amalgame wegen einer stärkeren Quecksilberfreisetzung ausgesprochen. 1995 wurde dieses Verbot wieder aufgehoben. Allerdings hat die deutsche Regierung keinerlei wissenschaftlichen Beweise für diese Entscheidung präsentiert. Jedoch lässt das Verbot, Amalgamfüllungen bei Schwangeren oder Kleinkindern zu legen, Raum für Spekulationen. Nicht wenige Stimmen interpretier(t)en die Leugnung wissenschaftlicher Erkenntnisse als eine rein politische Entscheidung, könnten die deutschen Krankenkassen und das deutsche Gesundheitssystem die Kostenlawine nicht verkraften, wenn sich jeder Bundesbürger gesundheitsschädigende Amalgamfüllungen entfernen ließe. Die Kosten werden auf etwa 75 Milliarden Euro geschätzt!

Zahnfüllung aus Amalgam Amalgam hat als Material für Zahnfüllungen unbestrittene Vorteile. Es lässt sich sehr gut verarbeiten und schließt dicht ab. Allerdings verdampft das darin enthaltene Quecksilber langsam. Über die die von Amalgam ausgelösten Schädigungen streiten sich die Gelehrten. Komisch: Im Mund ist es nach Ansicht vieler (auch Zahnärzte) ungiftig, außerhalb des Mundes muss es als giftiges Schwermetall entsorgt werden!?! Ach ja, Schwangere dürfen es gar nicht gelegt bekommen. Warum wohl?

Zahnfüllung aus Amalgam
Amalgam hat als Material für Zahnfüllungen unbestrittene Vorteile. Es lässt sich sehr gut verarbeiten und schließt dicht ab. Allerdings verdampft das darin enthaltene Quecksilber langsam. Über die die von Amalgam ausgelösten Schädigungen streiten sich die Gelehrten. Komisch: Im Mund ist es nach Ansicht vieler (auch Zahnärzte) ungiftig, außerhalb des Mundes muss es als giftiges Schwermetall entsorgt werden!?! Ach ja, Schwangere dürfen es gar nicht gelegt bekommen. Warum wohl?

Ebenso sollte die Entscheidung der Degussa, auf eine weitere Produktion von Amalgamfüllungen zu verzichten, nachdenklich machen. Die Firma Degussa hatte sich zu dieser Entscheidung durchgerungen, nachdem sie in den Jahren 1993 bis 1996 bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt eine große Anzahl von Strafanzeigen eingegangen war. 1996 kam es zu einer Einigung zwischen Degussa und der Staatsanwaltschaft, das Verfahren wurde gegen eine Zahlung von etwa 1,4 MIO DM eingestellt. Immerhin entfielen auf diese Produktionssparte etwa 50% des Umsatzes! 1994 vollzogen die Firmen Heraeus und Procter & Gamble den gleichen Schritt.

Die amerikanischen und kanandischen Zahnärzteverbände behaupteten, dass die Menge des aus Zahnfüllungen freigesetzten Quecksilbers verglichen mit der aus der Nahrung – z.B. Quecksilber aus Thunfisch – aufgenommenen sehr gering sei. Daraufhin veranlasste die Weltgesundheitsorganisation eine Auswertung der wissenschaftlichen Daten. Dabei stellte sich heraus, dass die durchschnittlich über Dentalfüllungen aufgenommene Quecksilbermenge (einerseits durch Abrieb beim Kauen, andererseits durch Verdampfen) im Bereich von 3-17 Mikrogramm täglich beträgt, die über die Nahrung und Umwelt aufgenommene Menge jedoch nur bei 2,6 Mikrogramm pro Tag. Die in die Analyse einbezogenen Quellen umfassten außer Fisch und Meeresfrüchte auch noch andere Nahrungsmittel sowie Luft und Wasser.

Eine weitere Erkenntnis war die Feststellung, dass es keine so genannten NOEL-Werte gab. NOEL ist die Abkürzung für No-Observed-Effekt-Level (ab einem bestimmten Level treten Effekte auf) und heißt auf gut Deutsch: Egal in welcher Konzentration es im Körper vorkommt, es wirkt immer schädigend. 1999 wurde die Klage eines Betroffenen vom Bundessozialgericht in Kassel wegen wissenschaftlich nichterwiesener Schädlichkeit des Amalgams abgeschmettert. Der Kläger hatte seine Krankenkasse auf Kostenerstattung für die Amalgamentfernung und Amalgamentgiftung verklagt.

ANDERE SCHWERMETALLE WIRKEN EBENFALLS SCHÄDLICH

Auch Cadmium und Blei bilden mit Enzymen unlösliche Verbindungen, d.h. sie verdrängen die metallischen Bestandteile von Enzymen, wie z.B. Zink, Kupfer, Eisen, Mangan aus ihren Bindungen und diese so veränderten Enzyme können ihren Aufgaben nicht mehr nachkommen. Die Folgen: schädliche Stoffwechselprodukte häufen sich an und es kommt zu Zellschäden.

Folgende Schwermetalle werden als Gehirngifte eingestuft:

  • Aluminium (Kochgeschirr, Konserven, Nahrungsmittelzusätze, Kosmetika, Medikamente oder Industrieemissionen).
  • Blei (Industrie- und Autoabgase, Tabakrauch, bleibelastete Nahrungsmittel).
  • Cadmium (Boden- und Nahrungsbelastung, Zigarettenrauch, Trinkwasser, Luftbelastung).

Diese Erkrankungen werden mit einer Schwermetallbelastung in Zusammenhang gebracht: Lernstörungen, Autismus, Depressionen, Legasthenie, Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, Hyperaktivität, Neurodermitis, Morbus Alzheimer, Multiple Sklerose u.a.m…

Interessanterweise stößt man als Therapeut bei der Suche nach den Ursachen für eine der o.g. Erkrankungen immer wieder auf eine Schwermetallbelastung als einen der möglichen Krankheitsauslöser. Besonders Mütter von Kindern mit ADS/ADHS (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom / Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom mit Hyperaktivität; diese Kinder erhalten oft die Substanz „Methylphenidat“ auch bekannt als „Ritalin ®“) bestätigen, in der Vergangenheit viele Amalgamfüllungen erhalten und ersetzt bekommen zu haben. Dieser Problematik habe ich ein eigenes Kapitel gewidmet: ADS/ADHS UND LEGASTHENIE.

Meist wurde auf Vorsichtsmaßnahmen, um eine übermäßige Aufnahme des Amalgams während der zahnärztlichen Behandlung zu verhindern, verzichtet. So gelangte durch Schlucken von Bohrstaub noch zusätzliches Amalgam in den Körper. Die werdende Mutter gibt über die Hälfte ihrer Quecksilberbelastung an das Kind ab. Besitzt eine Mutter ca. 6-10 Amalgamfüllungen, können die Quecksilberkonzentrationen im Gehirn des Erstgeborenen die Werte eines Erwachsenen mit 7-8 Amalgamplomben aufweisen. In der Folge können sich verzögertes Wachstum mit Kleinwuchs, verzögerte Entwicklung des Nervengewebes und des Immunsystems einstellen.

Ausleitung der Metalle

Schädigende Wirkungen der Schwermetalle können minimiert werden. Dazu ist es notwendig, die deponierten Schwermetalle mit Hilfe der orthomolekularen Medizin auszuleiten. Der alleinige Einsatz homöopathischer Mittel zur Ausleitung von Schwermetallen / Amalgam reicht meiner Meinung nicht aus. Es ist meiner Meinung nach möglich, mit der homöopathischen Medizin Metalle im Körper zu mobilisieren, aber eine gute Ausscheidung ist mit homöopathischen Mitteln alleine nicht zu erreichen. Es besteht dabei sogar die Gefahr, die mobilisierten Metalle in das Gehirn zu verschieben. Zur Ausleitung des im Organismus deponierten Quecksilbers und auch anderer Schwermetalle benötigt man Bärlauch-Tinktur zur Mobilbisierung der Metalle aus dem Gewebe, Chlorella-Alge oder Klamath-Alge, um die mobilisierten Metalle binden (einige Algenarten nehmen über die so genannten Phytochelate bis zu 30% ihres Trockengewichtes an Schwermetallen auf) und zur Ausscheidung zu bringen.

Koriander-SamenKoriander besitzt die Eigenschaft, Schwermetalle aus dem Gehirn ins Blut zu transportieren, wo diese von den zur Ausleitung nötigen Stoffen gebunden werden. Koriander überwindet als eine der wenigen Substanzen die Bluthirn - Schranke, welche nur für Substanzen bis zu einer bestimmten Molekülgröße durchgängig ist. Auf diesem Wege schützt sich das Gehirn vor vielen ungesunden Stoffen. Schwermetalle allerdings können diese Barriere überschreiten und sich im Gehirn ablagern.

Koriander-Samen
Koriander besitzt die Eigenschaft, Schwermetalle aus dem Gehirn ins Blut zu transportieren, wo diese von den zur Ausleitung nötigen Stoffen gebunden werden. Koriander überwindet als eine der wenigen Substanzen die Bluthirn – Schranke, welche nur für Substanzen bis zu einer bestimmten Molekülgröße durchgängig ist. Auf diesem Wege schützt sich das Gehirn vor vielen ungesunden Stoffen. Schwermetalle allerdings können diese Barriere überschreiten und sich im Gehirn ablagern.

Koriander-Tinktur wird benötigt, damit Metalle wieder aus dem Gehirn heraus transportiert werden können. Da die Niere als eines der ersten Organe unter der Quecksilberbelastung leidet, muss auch die Funktion der Niere gestärkt werden. Eine Ausleitung auf diesem Wege kann allerdings die Leber sehr stark belasten, weswegen ich dieses Verfahren praktisch nicht mehr praktiziere. Viel unkomplizierter ist die Ausleitung der Schwermetalle über ein vulkanisches Gestein wie Klinoptilolith, welches zusätzlich noch viele chemische Gifte bindet. Bei der Verwendung von Klinoptilolith muss sehr auf die Reinheit der Substanz geachtet werden.

Eine Ausleitung der Schwermetalle ist auch mit chemischen Chelatbildnern möglich. Diese können gespritzt oder in Tablettenform eingenommen werden. Die bekanntesten sind DMPA und DMPS, die entwickelt wurden, um russische Bergwerksarbeiter im Akutfall entgiften zu können. Diese Substanzen haben allerdings ein höheres Bindungsvermögen zu den ‚gesunden‘ Metallen im Körper. Daher tritt bei Verwendung dieser Arzneien z.B. eine Verarmung an Zink, Eisen oder Mangan auf. Diese Vitalstoffe müssen nach der Ausleitung mit chemischen Chelatbildnern zugeführt werden. Weiter gibt es spezielle Empfehlungen der orthomolekularen Medizin zur Ausleitung einzelner Schwermetalle. Die Schwedische Association of Dental Mercury empfiehlt zur Quecksilberausleitung Vitamin B1, Vitamin B3, Vitamin B6, Vitamin C, Vitamin E, Magnesium, Selen, Zink.

In jüngerer Vergangenheit wurden die Wirkungen der Zeolithe wie Klinoptilolith und Montmorillonith – beides vulkanische Gesteine bekannter. Beide Gesteinsarten besitzen aufgrund ihrer Struktur eine hohe Bindungsfähigkeit zu Schwermetallen, chemischen Giften und auch zu Keimen.

Eine Ausleitung der Schwermetalle sollte nur nach Anweisung eines erfahrenen Therapeuten vorgenommen werden. Bei unsachgemäß vorgenommener Ausleitung können aus dem Gewebe mobilisierte Schwermetalle ins Gehirn verschoben werden und dort zu weiteren Schädigungen führen!

Interessierten Lesern kann ich das Buch von Dr. Jaochim Mutter wärmstens empfehlen, aus dem ich viele Fakten nacherzählt habe. Vielleicht sehen Sie sich auch das Video von Dr. Joachim Mutter auf Youtube an?

 

Zahnarzt: ein Taschenspieler, der, während er Metall in deinen Mund hineinsteckt, Münzen aus deiner Tasche herauszieht.
(Ambrose Bierce)

Wichtig:


Inwieweit ich Fragen zu Krankheiten, deren Ursachen und Therapieansätze oder zu mir bekannten Therapeuten in Ihrer Wohnortnähe oder anderswo beantworte, lesen Sie bitte unter ANFRAGEN ZU THERAPEUTEN nach.


Ich bedanke mich für Ihr Verständnis!

HIER können Sie den Erstanamnesebogen downloaden oder ausdrucken.

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