Medizinischer Biomagnetismus

Die Kraft der Magnete

 Der Mensch als magnetisches Wesen

Der Magnetismus beeinflusst den menschlichen Organismus über das Erdmagnetfeld 24 Stunden am Tag von uns Menschen völlig unbemerkt, da wir keinen Sinn dafür entwickelt haben, magnetische Kräfte wahrzunehmen. Vor einigen Tausenden von Jahren besaß das Erdmagnetfeld noch eine Kraft von etwa 200 microTesla, heute liegt es etwa bei 50 microTesla (= 0,5 Gauß). Wissenschaftler interpretieren die Abnahme des Erdmagnetfeldes als eine bevorstehende Umpolung, wie sie in der Regel alle 200.000 – 500.000 Jahre stattfindet. Die letzte Umpolung soll 780.00 Jahre zurückliegen und hat etwa 5.000 Jahre gedauert.

Magnetfeld der ErdeVeränderung von 1590 bis 1990 Der Einfall des Magnetfelds im Schlaf spielt für viele Rutengänger eine große Rolle. Die Empfehlung lautet, sich mit dem Kopf möglichst in Nord- oder Ostrichtung zu legen.

Magnetfeld der Erde
Veränderung von 1590 bis 1990
Der Einfall des Magnetfelds im Schlaf spielt für viele Rutengänger eine große Rolle. Die Empfehlung lautet, sich mit dem Kopf möglichst in Nord- oder Ostrichtung zu legen.

Durch die geringe Stärke des Erdmagnetfeldes könnten wir ein Magnetfeld-Defizit-Syndrom entwickeln, welches nach Ansicht mehrerer Wissenschaftler zu den verschiedensten Krankheitssymptomen führt. Dies war das Ergebnis einer Studie, die Dr. Nakagawa 1975 bei mehr als 11.500 Personen mit verschiedensten Symptomen wie durchführte. Er setzte bei den Studienteilnehmern Pflaster mit Permanentmagneten ein. Informationen zum medizinischen Biomegnetismus allgemein – wie auch zu seiner möglichen Wirkung auf Organismen – erhalten sie hier.

Geschichtliches

Schon seit langer Zeit hat der Mensch Magnete therapeutisch eingesetzt, daher ist die Verwendung von Magneten bei Krankheiten oder körperlichen Beschwerden wahrscheinlich fast so alt wie die Menschheit selbst. China hat seit über 2.000 Jahren Magnete als therapeutisches Element in das medizinische System eingebunden.

Paracelsus war wahrscheinlich der erste Arzt, der beide Pole eines Magneten für in der Therapie einsetzte. Im 19. und 20. Jahrhundert erlebte die Magnettherapie Blütezeiten, aber lief auch immer wieder in Gefahr, vergessen zu werden. Messmer z.B machte ein blindes Mädchen mit Magnettherapie wieder sehend, was ihm viel Zulauf einbrachte, und die Magnettherapie in Richtung Scharlatanerie abdriften ließ. Auch in Mozarts Oper „Cosi fan tutte“ wurde die Kraft der Magnete erwähnt.

Unterschiedliche Wirkung der Pole

In den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts forschte das kanadische Landwirtschaftsministerium zu den Einflüssen der Magnetkräfte auf Tiere und Pflanzen. Die Organismen wurden unter identischen Bedingungen den Kräften des biologischen Südpols oder Nordpols eines Magneten ausgesetzt. Die Ergebnisse waren sehr eindeutig: Pflanzen bildeten unter der Einwirkung des Südpols mehr Proteine (Eiweiße), Zucker und Fett als die Vergleichsgruppe, die dem Nordpol ausgesetzt wurde. Bei Regenwürmern stieg der Proteingehalt in der Südpolgruppe deutlich an. Untersuchungen bei Mäusen und Ratten brachten gleiche Ergebnisse.

Die unterschiedlichen Pole eines Magneten sollen auf Organismen ganz verschieden wirken: Der biologische Südpol ist aufbauend, fördert das Wachstum und Metabolismus (steigert die Stoffwechsellage). Der biologische Nordpol ist beruhigend, wachstumshemmend und senkt die Stoffwechselaktivitäten. Wie stark lebende Organismen auf Magnetkräfte angewiesen sind, zeigten Versuche mit Mäusen, die von einem Magnetfeld völlig isoliert (einem Zerofeld ausgesetzt) gehalten wurden. Hier zeigten sich nach einiger Zeit deutlichste Veränderungen:

MagnetEisenspäne - ausgerichtet durch die Kraft der beiden Pole

Magnet
Eisenspäne – ausgerichtet durch die Kraft der beiden Pole

  • Sie alterten deutlich schneller als ihre Artgenossen
  • Sie zeigten Veränderungen an Leber, Blase oder Niere
  • Die Anzahl der Leukozyten (Abwehrzellen im Blut) sank beträchtlich
  • Sie verloren ihr Fell
  • Schließlich starben sie, nachdem sie viele Wucherungen entwickelt hatten.

Unter diesem Aspekt ist es nur zu gut verständlich, dass ein Magnetfeldmangel auch bei uns Menschen Symptome erzeugen kann. Die russische und amerikanische Raumfahrt z.B. setzt ihre Astronauten im All Magnetfeldern aus, um die Leistungsfähigkeit der Kosmonauten zu erhalten, denn man hatte festgestellt, dass der körperliche Zustand der Menschen im Weltraum in Kapseln und Raumanzügen ohne Magnetfelder rapide abnahm.

Wie Magnete auf den Organismus wirken

In den letzten Jahren hielt die Therapie mit Magnetfeldmatten Einzug in die Therapie sowohl in Praxen wie auch im privaten Bereich. Wegen der wohltuenden Wirkung der Magnetfelder haben nicht wenige Privatpersonen Kosten von mehreren Tausend Euros nicht gescheut, um die Kraft der Magnete auch zu Hause auf sich einwirken lassen zu können. Doch die Behandlung über Magnetfeldmatten ist mit dem Medizinischen Biomagnetismus nicht zu vergleichen, da es sich bei der Therapie über wechselnde Magnetfelder eher um eine Ganzkörpertherapie handelt. In der BM kann sowohl eine Ganzkörperbehandlung wie auch eine gezielte, punktuelle Therapie oder auch ein Meridianausgleich erfolgen.

Wie der Name schon aussagt, verwendet diese Form der Magnettherapie beide Pole eines Magneten. Hier werden starke Permanent-Magnete auf für jede Krankheit genau definierte Körperstellen für einen gewissen Zeitraum aufgelegt. Während dieser Zeit wirken die magnetischen Pole mit ihren Kräften auf den Organismus ein und lösen bestimmten Effekte, von denen ich nur die allerwichtigsten erwähnen möchte, aus.

  • Der Hall-Effekt: Dieser Effekt wurde nach dem englischen Physiker Hall benannt und ist einer der wichtigsten durch Magnetfelder ausgelöste Effekte. Wenn ein Magnetfeld senkrecht auf eine elektrisch leitfähige Flüssigkeit trifft, erfolgt eine Trennung der Ionen. Positiv geladene Ionen (+) werden vom Nordpol (+) des Magnetfeldes abgestoßen, negativ geladene Ionen (-) von diesem angezogen. Beim Südpol verhält es sich genau umgekehrt. Diese Ionentrennung führt zum Entstehen einer minimalen elektrischen Spannung (siehe Induktion).
  • Induktion: Durch das Anlegen von Permanentmagneten tritt ein Phänomen auf, welches der Physiker als Induktion bezeichnet. Weil Magnete in der Lage sind, bewegte Ladungen zu beeinflussen, tritt an der Membran einer Zelle eine so genannte Ladungsverschiebung (Wanderung von Ionen) auf, wodurch ein kleiner Stromfluss erzeugt wird. Dieser Effekt tritt bei Permanentmagneten ein, wenn die Flussdichte (d.h. die Kraft des Magneten) sehr hoch ist. Bei Magnetfeldmatten wird dieser Effekt durch das rhythmische Ein- und Ausschalten des Stromes erreicht.
  • Das Phänomen der Induktion und der Ladungsverschiebung durch die Wanderung der Ionen in die Zelle hinein und aus der Zelle heraus ist für das Funktionieren der Zellen oder z.B auch Muskeln elementar notwendig, denn ohne Stromfluss könnten wir nicht funktionieren.
  • Verbesserter Sauerstofftransport: Ein Effekt aufgelegter Magnete z.B. ist eine bessere Beladung des Blutes mit Sauerstoff. Bei diesem Prozess spielt das Eisen im Blut eine Rolle. Es besitzt die Funktion eines Sauerstoffträgers und damit auch die Funktion Aktivators für den internen Zellstoffwechsel. Linus Pauling erhielt 1954 den Nobelpreis für die Entdeckung der magnetischen Eigenschaften des Blutes.
  • Steigerung der Durchblutung: Unter einer Magnettherapie lässt sich schon nach kurzer Zeit eine Verbesserung der Durchblutung und Erwärmung des Gewebes registrieren. Aufgrund eines größeren Sauerstoffangebotes und einer besseren Durchblutung können Körperzellen wieder besser „atmen“ und verbessern ihre Stoffwechsellage und Entgiftungsfähigkeit, sind doch Stoffwechselprobleme oder eine Überhäufung mit Toxinen oft Auslöser körperlicher Beschwerden.

Für mich als Nicht-Physiker sind diese Phänomene nur schwer zu beschreiben. Wichtig ist für mich in der Anwendung der Magnete zu wissen, dass sich nach dem Auflegen der Magnete vor allem 3 Effekte einstellen:

  • Eine Verbesserung der Durchblutung
  • Eine Erhöhung des Sauerstoffangebotes
  • Eine Erhöhung der Nähstoffversorgung der Zelle.

Wirkungsweise des BM

Der Medizinische Biomagnetismus wurde von dem mexikanischen Arzt Isaac Goiz erfunden. In der Anfangszeit verwendete er starke Lautsprechermagnete in der Therapie. Goiz forschte sehr viel und versuchte, seine Ergebnisse über Laboranalysen zu bestätigen. Er setzte diese Form der Therapie vor allen bei erregerbedingten Erkrankungen ein

Methodik der Anwendung

Für die Anwendung des Medizinischen Biomagnetismus in Frage kommenden Punkte und die exakte Lage der Magnete werden kinesiologisch (Muskeltestverfahren) ausgetestet. Wird ein Punktepaar (je 1 Punkt für den biologischen Nord- und Südpol) getestet, wird zuerst wird der Minuspol auf die betreffende Körperstelle aufgelegt. Der Minuspol hat einen recht großen Wirkungsbereich und muss nicht ganz exakt gelegt werden. Wird ein Punktepaar benötigt, zeigt sich beim Auflegen des Minuspols eine Veränderung des Indikatormuskels.

Im nächsten Schritt wird der Pluspol aufgebracht. Erst wenn die Lage des Pluspols exakt getroffen ist, wird der Indikatormuskel wieder stark werden. Dies ist wichtig, denn der biologische Plus-Pol des Magneten muss punktgenau liegen, sonst kann die gewünschte Wirkung nicht eintreten. Die übliche Behandlungsdauer liegt bei etwa 30 Minuten, kann aber auch deutlich länger sein. Auf jeden Fall sollte das Ende der Therapie wieder kinesiologisch über die Entfernung eines Magneten wieder ausgetestet werden.

Große Akzeptanz DeS Magnetismus

Schon in der Zeit des 18. Jahrhunderts kam der findige Schneider Thatcher auf die Idee, Magnete in Kleidungsstücke einzunähen. Natürlich zog er sich damals schon die Kritik der medizinischen Fachwelt zu und wurde als Quacksalber bezeichnet. Seine Produkte verkauften sich gut – genauso wie heute das Magnetsortiment eines großen japanischen Herstellers, der Schuh-Einlegesohlen und Bekleidung mit eingebrachten Permanentmagneten anbietet.

In Japan ist die Verwendung von Magneten im Privatbereich wesentlich stärker ausgeprägt. Jeder 4. japanische Haushalt setzt Magnete therapeutisch ein. Wenn keine Wirkung  gegeben wäre, hätte die Magnettherapie in Japan wahrscheinlich nicht diese Verbreitung erlangt. Es bleibt zu hoffen, dass auch Europa sich dem Trend magnetischer Heilanwendungen etwas mehr öffnet!

Die Anwendung zu Hause durchführen

Ein großer Vorteil des BM liegt in der Möglichkeit für den Patienten, die Therapie selbst in seinen eigenen 4 Wänden durchzuführen. Um dies fehlerfrei zu gewährleisten, markiere ich die Punkte, an denen die beiden Pole aufgelegt werden sollen. So kann der Patient oft selbst beim Verrichten häuslicher Tätigkeiten oder während des Fernsehens die Therapie für sich selbst durchführen.

Bislang ist der Medizinische Biomagnetismus wissenschaftlich nicht anerkannt

Wegen fehlender Studien handelt es sich beim Medizinischen Biomagnetismus um ein wissenschaftlich nicht anerkanntes Heilverfahren. Daher treffe ich an dieser Stelle keine Aussagen über das Indikationsspektrum oder mögliche Heilungschancen. Zum Thema Heilaussagen und Heilversprechen bei wissenschaftlich nicht anerkannten Naturheilverfahren (wie auch Klassischer Homöopathie) siehe auch: Aktuelle Abmahnungen (Bachblüten, Osteopathie, Homöopathie), von Rechstanwalt Dr. Sasse.

Dem, was ich selbst geschaut, gehört, gelernt habe, gebe ich den Vorrang.
(HERAKLIT)

Wichtig:


Inwieweit ich Fragen zu Krankheiten, deren Ursachen und Therapieansätze oder zu mir bekannten Therapeuten in Ihrer Wohnortnähe oder anderswo beantworte, lesen Sie bitte unter ANFRAGEN ZU THERAPEUTEN nach.


Ich bedanke mich für Ihr Verständnis!

HIER können Sie den Erstanamnesebogen downloaden oder ausdrucken.

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