Nervenblockaden und ihre Auswirkungen

Nerven leiden still und können den Organismus schädigen

Patien­ten sprechen oft davon, dass sie Schmerzen spüren und irgend­wie “block­iert” sind . Aber der Kon­se­quen­zen, die block­ierte Ner­ven­bah­nen nach sich ziehen, sind sie sich nicht bewusst. Sie gehen davon aus, dass jede Ner­ven­block­ade als Schmerz spür­bar ist, aber dem ist nicht so. Auch “schmerzfreie Ner­ven­block­aden” kön­nen im Organ­is­mus “unge­sunde Prozesse” aus­lösen und am Leben erhal­ten. Darüber, was passieren kann, soll diese Seite etwas aufk­lären.

Ein erwach­sen­er men­schlich­er Organ­is­mus besitzt schätzungsweise über 600.000 km Kilo­me­ter Ner­vengewebe — eine unvorstell­bar große Zahl. Vom Gehirn ziehen sie in die ent­fer­n­testen Regio­nen des Kör­pers. Sind sie anfangs zu vergelich­sweise dick­en Ner­ven­fasern zusam­menge­fasst, teilen sie sich nach ihrem Aus­tritt aus dem Schutzrohr Wirbel­säule in immer fein­er wer­dene Bah­nen auf, um selb­st entle­gen­ste Zellen und Muskeln mit den Befehlen des Gehirns zu ver­sor­gen und die aufgenomme­nen Reize aus der Umwelt ans Gehirn melden zu kön­nen.

Mögliche Faktoren für Nervenfunktionsstörungen

Bei einem solch enorm lan­gen Netz an Ner­ven­bah­nen kann die Funk­tion durch man­nig­faltige Ein­wirkun­gen sehr leicht gestört wer­den. Die drei großen Fak­toren sind beispiel­sweise

  • eine Ver­lagerung (= Sub­lux­a­tion) eines oder mehrerer Wirbelkör­p­er oder Gelenke
  • eine Fix­ierung benach­barter Wirbelkör­pern
  • Drehung von Wirbelkör­pern mit Veren­gung des Aus­tritts­bere­ichs für den Nerv an der Wirbel­säule (Fora­men)
  • ein­wirk­ender Druck, der auf sie aus­geübt wird (muskuläre Verspan­nun­gen, Band­scheiben­vor­fälle, Band­scheiben­vor­wöl­bun­gen)
  • Dehnung der Ner­ven­bah­nen (z.B. durch knöch­erne Ver­lagerun­gen)
  • u.a.m..

Auswirkun­gen ein­er Ner­ven­funk­tion­sstörung

Es gibt also viele Fak­toren, welche zu Ner­venir­ri­ta­tio­nen führen kön­nen. Für die Funk­tion des Nervs selb­st wie auch für den Gesam­tor­gan­is­mus kann dies bedeu­tende Auswirkun­gen nach sich ziehen:

  • Die Fähigkeit des Nervs zur Über­mit­tlung sein­er Impulse kann eingeschränkt wer­den
  • Der Nerv über­mit­telt dem Gehirn eine “Falschmel­dung” über den wahren Zus­tand
  • Darauf auf­bauend erhal­ten u.a. Organe “falsche Hand­lungsan­weisun­gen”, kön­nen nicht mehr adäquat ihren Auf­gaben nachkom­men und auf äußere Reize reagieren. Der Grund­stein für das Entse­hen und den Fortbe­stand ein­er Krankheit kann so gelegt sein.

Sind beispiel­sweise Ner­ven­bah­nen block­iert, welche die Magen- und Darm­funk­tion stören, kann es sein, dass Ver­dau­ungsstörun­gen ver­schieden­ster Art wie auch Übelkeit, Magen­drück­en, Dar­m­drück­en etc. entste­hen, welche gar nicht als inten­siv emp­fun­den wer­den müssen. Doch damit sind noch nicht alle möglichen Kon­se­quen­zen beschrieben. In der Folge zeigen sich bei Betrof­fe­nen nöglicher­weise andere Symp­tome wie z.B. eigentlich nicht gekan­nte Leis­tungs­de­fizite, Müdigkeit, Absack­en der geisti­gen Fähigkeit­en, Konzen­tra­tionss­chwäche, sich langsam ein­stel­lende Müdigkeit ein. Die Gesamtheit der Beschw­er­den wird allerd­ings nur sel­ten ein­er ver­te­bra­ge­nen (von der Wirbel­säule aus­ge­hend) Sub­lux­a­tion zuge­ord­net. Diese ist aber sehr oft vorhan­den, zeigt allerd­ings sehr häu­fig keinen Schmerz. Eigentlich müsste die Ursache mit einem klar­eren Begriff beschrieben wer­den, denn welche Prozesse im Kör­p­er bei ein­er ver­te­bra­ge­nen und schmer­zlosen Sub­lux­a­tion aus­gelöst wer­den, davon machen sich nur die wenig­sten Ther­a­peuten Gedanken. Doch eine URSACHENBEZOGENE THERAPIE kommt viel­mals nicht daran vor­bei, die Wirbel­säule als einen wichti­gen Fak­tor in der Verur­sachung von Krankheit­en und deren Fortbe­stand zu betra­cht­en.

Mögliche Auswirkungen einer vertebragenen Subluxation

Fol­gende Aspek­te und Über­legun­gen müss(t)en ther­a­peutisch berück­sichtigt wer­den:

  • Im orthopädis­chen Sys­tem stellt sich eine Fehlsta­tik ein, Wirbel, Knochen und Gelenke sind unter­schiedlich stark block­iert und ihrer Funk­tion eingeschränkt. Dies kann beispiel­sweise die Schul­ter, die Kopf­drehung, die Beweglichkeit in der Hüfte (sei­t­en­dif­fer­entes Über­schla­gen der Beine) oder ander­er Gelenke bedeuten. Sehr oft wer­den Betrof­fene unter­be­weglich, aber die Fehlsta­tik im orthopädis­chen Sys­tem muss nicht immer mit Schmerzen ein­herge­hen.
  • Auf­grund ein­er Sub­lux­a­tion lei­det die Ner­ven­funk­tion. Die Qual­ität der elek­tro-chemis­chen Sig­nale vom Gehirn in die Periph­erie des Kör­pers und wieder zurück zur ober­sten Steuerzen­trale lei­det. Die “Befehle und Nachricht­en” wer­den verän­dert und ver­fälscht. Im schlecht­esten Falle kön­nen sie sog­ar unter­brochen wer­den.
  • Oft ist der Prozess der ver­te­bra­ge­nen Sub­lux­a­tion mit ein­er Schwellung in Gewebe und Musku­latur ver­bun­den. Es kön­nen so Prozesse ungün­stige bio­chemis­che Prozesse aus­gelöst wer­den, weil in den von der Sub­lux­a­tion betrof­fe­nen Arealen die Entzün­dungs­bere­itschaft steigt (s.a. Stick­stoff­monox­id und Dr. Kuk­lin­s­ki). Nicht umson­st wer­den in der Schul­medi­zin entzün­dung­shem­mende Medika­mente einge­set­zt…
  • Die Ernährungs­funk­tion von Ner­ven, Muskeln und Gewebe kann lei­den, weil auf­grund des Drucks in betrof­fe­nen Regio­nen Blutzu­fuhr und Lym­phabfluss gestört wer­den kön­nen. Dies kann jede einzelne Zelle betr­e­f­fen, welche vom block­ierten Nerv ver­sorgt wird.
  • Diese oben beschriebe­nen und teils symp­tom­frei ablaufend­en Voränge besitzen möglicher­weise Auswirkun­gen auf die Musku­latur. Sie begin­nt zu verkrampfen, was zu ein­er Ver­stärkung der orthopädis­chen Fehlstel­lun­gen führen kann, welche wiederum die Kon­se­quen­zen / Beschw­er­den ver­schlim­mern kön­nen. Ein Teufel­skreis begin­nt. Eben­so kön­nen Muskeln auch ihrer sta­bil­isieren­den Funk­tion für den Hal­teap­pa­rat nicht mehr kor­rekt nachkom­men.
  • Da der Organ­is­mus seg­men­tal geliedert ist, kön­nen je nach Lokali­sa­tion der ver­te­bra­ge­nen Subluxation(en) Organ­funk­tio­nen betrof­fen sein, denn Nerv- Muskel- und Gelenks­funk­tio­nen sind gestört. Z.B. sind Kopf­schmerzen, Störun­gen im Ver­dau­ungsap­pa­rat oder auch Atmen­prob­leme mögliche Fol­gen. Auf der Seite Ner­ven­sys­tem find­en Sie eine genaue Zuord­nung von Nerv und Organ. Diese Beziehun­gen sind nicht als abso­lut zu betra­cht­en, da auch beispiel­sweise Block­aden in der Hal­swirbel­säule schon die Funk­tion des Darm beein­trächti­gen kön­nen…
  • In einem späteren Sta­di­um kann es sein, dass das ganze Sys­tem Men­sch aus den Fugen gerät. Eine genaue Unter­suchung bringt evtl. aus­geprägte Fehlstel­lun­gen zu Tage (am auf­fäl­lig­sten sind unter­schiedlich lange Beine, Schul­ter­hoch­stand und Fehlhal­tun­gen des Kopfes), die Har­monie des Organ­is­mus geht ver­loren, selb­st das Bemühen und der Wun­sch, gut funk­tion­ieren zu wollen, greift ins Leere. Der Men­sch kommt sich als kör­per­lich­es Wrack vor. Ver­schieden­ste Medika­mente gegen aller­lei Zip­per­lein für Knochen und Organstörun­gen helfen vielle­icht nicht wirk­lich gut. Nicht erst in dieser Phase reg­istri­ert der Betrof­fene, dass er ein­fach nicht mehr der “Alte” ist, denn Muskeln, Gelenke, Bän­der, Sehnen fan­gen an, Sig­nale des Ver­schleißes zu senden. Und die Liste an Medika­menten aus der Apotheke zum Kuri­eren von Bluthochdruck, Magenbeschw­er­den, Fet­twerten, Bluthochdruck, der psy­chis­chen Verän­derung u.a.m. wird unter Umstän­den länger und länger. Die Krankheit­stage häufen sich eventuell und die Regen­er­a­tions­fähigkeit ist nicht mehr wie früher. Res­ig­na­tion macht sich bre­it.

Eine Vielzahl von Symp­tomen kann durch block­ierte Ner­ven­bah­nen aus­glöst wer­den. Mod­erne Chi­ro­prak­tis­che Tech­niken ver­mö­gen (natür­lich je nach Aus­maß der durch eventuelle Vor­be­hand­lun­gen ent­stande­nen Hin­dernisse und beste­hen­der Risiko­fak­toren) wirbel­säu­lendbe­d­ingte Ner­ven­block­aden zu lösen und den Schal­ter wieder umszustellen. Doch das ist nicht unbe­d­ingt alles, denn Krankheit sollte immer ganzheitlich betra­chtet wer­den.

Der vertebragene Subluxationskomplex — die Lösung aller Gesundheitsprobleme?

Die Frage ist, wie man aus solch einem Dilem­ma her­auskom­men kann? Lei­der kann es auf diese Frage keine all­ge­me­ingültige Empfehlung geben, denn die Entste­hung von Krankheit­en kann auf man­nig­falti­gen Ursachen beruhen. Es ist mit Sicher­heit nicht so, dass in den meis­ten die Besei­t­i­gung eines ver­te­bra­ge­nen Sub­lux­a­tion­sprozess­es alleine den Krankheit­sprozess umkehren kann — schon gar nicht bei lange beste­hen­den oder chro­nis­chen Krankheit­en. Die Kun­st des Heilkundi­gen ist, die Fak­toren, welche zur Entste­hung ein­er Krankheit geführt haben kön­nen, zu ver­i­fizieren und nach Abwä­gung möglich­er Ursachen mit dem Patien­ten ein Ther­a­piekonzept zu erstellen. Aber, wenn ein ver­te­bra­gen­er Sub­lux­a­tion­skom­plex Teil in der Entwick­lung von Beschw­er­den und Krankheit­en gewe­sen sein kann und dies in der Tat sehr häu­fig ist, warum sollte man dann nicht den Ver­such machen, eine Verbesserung der Beschw­er­den zu erre­ichen, indem die Kom­mu­nika­tion­swege im Organ­is­mus wieder verbessert wer­den?

Eine Befreiung block­iert­er Ner­ven­bah­nen hil­ft dem Organ­is­mus dabei, den Ver­such zu unternehmen, seine Funk­tion in vor­mals gestörten Bere­ichen (z.B. Gelenke, Organe, Gewebe) wieder zu verbessern. Dann kön­nten auch andere Ther­a­piemaß­nah­men bess­er greifen — z.B. kön­nen verbesserte Durch­blu­tungsver­hält­nisse zu ein­er Erhöhung der Konzen­tra­tion eines medika­men­tösen Wirk­stoffes führen. Aus dem Blick­winkel der Naturheilkunde gehören mein­er Mei­n­ung nach neben der Chi­ro­prak­tik Ortho­moleku­lare Medi­zin, Klas­sis­che Homöopathie, Akupunk­tur, Phy­tother­a­pie u.a.m zu den Heil­ver­fahren, welche beson­ders aus der Vielzahl der Naturheilkun­de­ther­a­pi­en her­vorzuheben sind, weil sie sehr gut auf die Selb­streg­u­la­tion­skräfte des Organ­is­mus wirken. Bei bes­timmten akuten wie auch chro­nis­chen Krankheit­en darf der eingeschla­gene (allopathis­che) Weg der Behand­lung nicht ver­lassen wer­den, um Leib und Seele des Patien­ten nicht zu gefähren. Darüber wird Sie Ihr Ther­a­peut nach aus­führlich­er Anam­nese und Abwä­gung aller Tat­sachen informieren. Doch oft kann man das Eine tun ohne das Andere zu lassen…

 

Der Fortschritt geht nie rück­wärts.
Aus Eng­land

Wichtig:


Inwieweit ich Fra­gen zu Krankheit­en, deren Ursachen und Ther­a­piean­sätze oder zu mir bekan­nten Ther­a­peuten in Ihrer Wohnort­nähe oder ander­swo beant­worte, lesen Sie bitte unter ANFRAGEN ZU THERAPEUTEN nach.


Ich bedanke mich für Ihr Ver­ständ­nis!

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