ADS/ADHS Lernstörungen

ADS ADHS Lernstörungen Verhaltensstörungen — mögliche Ursachen und Behandlungsansätze aus der Naturheilkunde

Das Krankheits­bild des Aufmerk­samkeits­de­fiz­it­syn­droms (ADS) und Aufmerk­samkeits­de­fiz­it­syn­drom und Hyper­ak­tiv­itätssyn­droms (ADHS) kann bei den betrof­fe­nen Kindern zu fol­gen­den Symp­tomen führen (Auswahl):

  • Exzes­sive Ruh­elosigkeit,
  • Lern­schwächen,
  • Konzen­tra­tionss­chwierigkeit­en,
  • Ungeschick­lichkeit,
  • niedriges Selb­st­wert­ge­fühl,
  • hohe Frus­tan­fäl­ligkeit und
  • aggres­sives Ver­hal­ten.

Vor allem aus­geprägte Hyper­ak­tiv­ität und starke Konzen­tra­tionss­chwäche kön­nen für Eltern, Erzieher und Lehrer eine große Belas­tung darstellen. In den let­zten Jahren scheinen die Patien­ten, bei denen ein ADS / ADHS diag­nos­tiziert wird, immer jünger zu wer­den. Die Zahl der ADS / ADHS-ler in Kinder­garten und Schule nimmt drama­tisch zu. Viele Pres­sev­eröf­fentlichun­gen der let­zten Jahre (u.a. im Spiegel, Stern, Tageszeitun­gen und berufs­be­zo­gen­er Fach­lit­er­atur) und kon­tro­verse Beiträge in Leser­briefen bele­gen die gestiegene Brisanz dieses The­mas. Lei­der gibt es kein ein­deutiges Ver­fahren zur Diag­noses­tel­lung des ADS / ADHS. Die Diag­nose hängt von gradu­ellen Unter­schieden im Ver­hal­ten des Kindes zum Ver­hal­ten ander­er Kinder ab. Viele ADS / ADHS-ler haben Prob­leme im sozialen und im schulis­chen Bere­ich. Wis­senschaftler nehmen an, dass ca. 80% der betrof­fe­nen Kinder Jun­gen sind. Im Laufe des Älter­w­er­dens scheint unge­fähr die Hälfte der Betrof­fe­nen die Symp­tome zu ver­lieren; bei weit­eren 20–30% stellt sich eine deut­liche Besserung der Symp­to­matik ein. Die frühere Annahme, ein Hirn­schaden kön­nte für die Erkrankung ver­ant­wortlich sein, kon­nte nicht bestätigt wer­den. Heute geht die Wis­senschaft davon aus, ein Man­gel des Boten­stoffes Dopamin im Gehirn sei Aus­lös­er der Beschw­er­den und der Ver­hal­tensauf­fäl­ligkeit im Ver­gle­ich zu anderen Kindern.

Funktion der Botenstoffe

Synaptischer SpaltZwischen zwei Nervenzellen (gelb und grün) ist ein kleiner Spalt vorhanden. Der von Gelb ausgeschüttete Botenstoff bindet an den (roten) Rezeptoren der grünen Nervenzelle an.

Synap­tis­ch­er Spalt
Zwis­chen zwei Ner­ven­zellen (gelb und grün) ist ein klein­er Spalt vorhan­den. Der von Gelb aus­geschüt­tete Boten­stoff bindet an den (roten) Rezep­toren der grü­nen Ner­ven­zelle an.

Boten­stoffe wer­den auch als Neu­ro­trans­mit­ter beze­ich­net. Sie sind chemis­che Sub­stanzen, die an den Synapsen (Umschalt­stelle für eine nicht kon­tinuier­liche Erre­gungsüber­tra­gung von ein­er Ner­ven­zelle auf eine andere oder ein Erfol­gsor­gan wie z.B. ein­er Muskelzelle) die Erre­gung weit­er­leit­en. Neu­ro­trans­mit­ter wer­den aus speziellen Spe­icherbläschen auf einen Reiz hin freige­set­zt. Nach Aus­tritt in den synap­tis­chen Spalt bewirken sie an der Mem­bran des anderen Neu­rons eine Per­me­abil­ität (Durch­läs­sigkeit)- und Poten­tialän­derung. Nach der Aus­lö­sung des Effek­tes wer­den die Neu­ro­trans­mit­ter wieder inak­tiviert; im Falle des Nora­dren­a­lins erfol­gt die Inak­tivierung durch eine Wieder­auf­nahme in die Vesikel (Spe­icherbläschen), bei Azetyl­cholin z.B. durch ein bes­timmtes Enzym. Boten­stoffe sind dafür ver­ant­wortlich für Denken, Gefüh­le, Stim­mung, Ver­hal­ten und auch Leis­tungs­fähigkeit des Gehirn. Bei entsprechen­den Man­gelzustän­den ist mit Verän­derun­gen in allen Bere­ichen zu rech­nen.

Typische Symptome im Schulalter

  • geringe Frus­tra­tionstol­er­anz
  • Erreg­barkeit und Impul­siv­ität,
  • Nei­gung zur Leis­tungsver­weigerung,
  • das Kind stre­it­et und stört viel, hat Inte­gra­tionsprob­leme mit Gle­ichal­tri­gen,
  • trotz guter Intel­li­genz gibt es Lern­störun­gen und Prob­leme in der Schule,
  • Organ­is­che Symp­tome sind u.a.:
    • Bauch­schmerzen,
    • Durch­fälle,
    • Atemwegsal­lergien,
    • Hau­tun­verträglichkeit­en,
    • Hautekzeme.

Amphetamin

Amphetamin in Pulverform (Kokain)Amphetamin bewirkt eine enorme Konzentrationserhöhung der Botenstoffe Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin im Gehirn. Der Körper wird auf Leistung getrimmt, Selbstbewusstsein, Euphorie und Libido werden gesteigert, die Aggres- sionsschwelle wird gesenkt

Amphet­a­min in Pul­ver­form (Kokain)
Amphet­a­min bewirkt eine enorme Konzen­tra­tionser­höhung der Boten­stoffe Adren­a­lin, Nora­dren­a­lin und Dopamin im Gehirn. Der Kör­p­er wird auf Leis­tung getrimmt, Selb­st­be­wusst­sein, Euphorie und Libido wer­den gesteigert, die Aggres- sion­ss­chwelle wird gesenkt

Zur Nor­mal­isierung der Gehirn­funk­tio­nen und der Hyper­ak­tiv­ität erhal­ten diese Kinder oft die Sub­stanz Methylphenidat, bess­er bekan­nt unter dem Prä­parate­na­men Rital­in® und Medikinet®. Methylphenidat gehört in die Sub­stanzk­lasse der Amphet­a­mine, die wegen ihrer auf­putschen­den und stim­ulieren­den Wirkung z.B. von den Bomber­pi­loten im let­zten Weltkrieg genom­men wur­den, um lange wach, leis­tungs­fähig und belast­bar zu bleiben. Methylphenidat scheint die Konzen­tra­tion des Boten­stoffes Dopamin zwis­chen 2 Ner­ven­zellen im synap­tis­chen Spalt zu bee­in­flussen. Bei Kindern zeigen Amphet­a­mine jedoch einen para­dox­en, d.h. dämpfend­en Effekt: Die Konzen­tra­tion wird bess­er, das Kind wird ruhiger und kann seine Arbeit­en bess­er abschließen. Dieser Effekt ist pos­i­tiv zu bew­erten, doch im per­sön­lichen Gespräch äußern Müt­ter immer wieder, sie seien doch nicht so ganz glück­lich mit der regelmäßi­gen Ein­nahme von Methylphenidat durch ihr Kind, da sie von erhe­blichen Neben­wirkun­gen wüssten und zum Teil auch schon selb­st fest­gestellt hät­ten.

Hier ist nicht die Stelle, an der Neben­wirkun­gen von Methylphenidat bre­it­ge­treten wer­den sollen, vielmehr sollen hier mögliche Mech­a­nis­men aufgezeigt wer­den, welche zu einem Man­gel der für das ler­nen wichti­gen Boten­stoffe führen. Eine Inter­ven­tion mit Medika­menten ver­sucht, die Konzen­tra­tion der Boten­stoffe im synap­tis­chen Spalt zu erhöhen. Die ver­schiede­nen Ver­fahren der Naturheilkunde richt­en ihr Augen­merk auf mögliche Ursachen und deren Ther­a­pie — sie wollen den Organ­is­mus in die Lage ver­set­zten, selb­st wieder die adäquat­en Men­gen an Neu­ro­trans­mit­tern zu bilden, um die Prob­leme im Ler­nen und Ver­hal­ten zu lösen.

Aber was kön­nte unter diesen Aspek­ten ist eine inter­es­sante Alter­na­tive zur rein phar­ma- zeutis­chen Ther­a­pie mit Methylphenidat sein? Um diese Frage zu beant­worten muss man sich über mögliche Ursachen und deren Aufar­beitung Gedanken machen. Unter anderem scheint eine oder auch mehrere der fol­gen­den Ursachen für die Entwick­lung eines ADS / ADHS maßgebend zu sein:

Ursachen

Auf das gesund­heitliche Ungle­ichgewicht muss der kindliche Organ­is­mus reagieren und ergreift von sich aus Maß­nah­men, um wieder ins Gle­ichgewicht zu kom­men. Doch diese automa­tis­che ins­beson­dere auf den erniedrigten Glukos­espiegel des Gehirns wirkt sich wieder auf das Beschw­erde­bild aus. Beson­ders darf ich auf das Kapi­tel ATLAS/KOPFGELENKSBLOCKADE ver­weisen, in dem ich verdeut­liche, dass Block­aden der oberen Hal­swirbel­säule zu ein­er Min­der­durch­blu­tung des Gehirns führen kön­nen. Eine gerin­gere Sauer­stof­fzu­fuhr ins Gehirn sowie eine schlechtere Ernährung der Gehirnzellen führen natür­lich zu Beein­träch­ti­gun­gen des geistiger Leis­tun­gen. 

Schwermetallbelastung

QueckxsilberQuecksilber ist ein Metall, das - für Metalle wirklich ungewöhnlich - verdunstet. Die Entfernung beim Zahnarzt sollte nur unter großen Vorsichtsmaßnahmen stattfinden, sonst können kleinste Partikel in großer Zahl in den Organismus aufgenommen werden. Im Anschluss daran scheint eine Schwermetallentgiftung überlegenswert...

Queck­sil­ber
Queck­sil­ber ist ein Met­all, das — für Met­alle wirk­lich ungewöhn­lich — ver­dun­stet. Die Ent­fer­nung beim Zah­narzt sollte nur unter großen Vor­sichts­maß­nah­men stat­tfind­en, son­st kön­nen kle­in­ste Par­tikel in großer Zahl in den Organ­is­mus aufgenom­men wer­den. Im Anschluss daran scheint eine Schw­er­met­al­lent­gif­tung über­legenswert…

Eine mögliche Ursache des ADS / ADHS kön­nte eine Schw­er­met­all­be­las­tung des Kindes sein, denn eine wer­dende Mut­ter gibt im Laufe der Schwanger­schaft über die Plazen­ta (Mut­terkuchen) und während der Stil­lzeit über die Mut­ter­milch bis zu 60% ihrer Schw­er­met­alle an das Kind ab. Die Quellen sind meis­tens Queck­sil­bera­mal­gam und bei der Arbeit aufgenommene Schw­er­met­alle. Haupt­säch­lich sind ele­mentares Queck­sil­ber (Hg0) und ion­isiertes Queck­sil­ber dafür ver­ant­wortlich. Je nach­dem, in welch­er Form Queck­sil­ber im Organ­is­mus vorkommt, lagert es sich im Gehirn oder Knochen ab, zer­stört und inak­tiviert Enzyme (Eiweißkör­p­er, die chemis­che Reak­tio­nen beschleu- nigen oder ver­langsamen, dabei selb­st aber unverän­dert bleiben). Es stört z.B. den Stof­fwech­sel der Zellen des Ner­ven­sys­tems. Als Folge davon kön­nen diese Zellen weniger Nährstoffe aufnehmen, sind unter Umstän­den nicht in der Lage, Stof­fwech­sel­pro­duk­te im aus­re­ichen­den Maße abzugeben, vergiften sich dadurch selb­st, kön­nen sog­ar abster­ben oder müssen in chro­nis­ch­er Fehlver­sorgung leben. Klein­wuchs, verzögertes Wach­s­tum, eine ver­langsamte Zunahme an Kör­pergewicht, verzögerte Entwick­lung des Ner­ven- und Immun­sys­tems kön­nen die Fol­gen sein.

Neben Queck­sil­ber kön­nen auch andere Schw­er­met­alle wie Blei, Cad­mi­um oder Kupfer für fol­gende Krankheit­en ver­ant­wortlich sein: Lern­störun­gen, Autismus, Depres­sio­nen, Legas­the­nie (Lese-, Rechtschreib­schwäche), Hyper­ak­tiv­ität, Neu­ro­der­mi­tis und auch andere Erkrankun­gen. Eine Ausleitung der Schw­er­met­alle sollte nur nach Anweisung eines erfahre­nen Ther­a­peuten vorgenom­men wer­den. Bei unsachgemäß durchge­führter Ausleitung kön­nen mobil­isierte Schw­er­met­alle ins Gehirn ver­schoben wer­den. Weit­ere und zum Teil detail­liert­ere Infor­ma­tio­nen zum Kom­plex Schw­er­met­alle find­en Sie unter Ausleitung SCHWERMETALLE.

Links zu den anderen Ursachen: Schw­er­met­all­be­las­tung, Vital­stoffde­fiz­it, Aminosäuren­de­fiz­it, Min­er­al­stoffde­fiz­it, Fettsäuren­de­fiz­it, Kryp­topy­rrolurie, Starke Schwankun­gen des Glukos­espiegels

Vitalstoffdefizit

Obwohl z. B. beim Erwach­se­nen der Anteil eines aus­ge­bilde­ten Gehirns mit einem Gewicht von ca. 1,5kg nur etwa 3% am Gesamtkör­pergewicht beträgt, ver­braucht das Gehirn eines Erwach­se­nen ca. 20% der vom Kör­p­er zur Ver­fü­gung gestell­ten Energie. Damit ist das Gehirn ein­er der ‘Spitzen­ver­brauch­er’ und spürt ein Energie- und Nährstoffde­fiz­it beson­ders stark. Ein kindlich­er Organ­is­mus benötigt zum Teil sog­ar mehr Nährstoffe als eine Erwach­sen­er. Eine weit­ere Ursache für ADS / ADHS kön­nte daher ein gravieren­der Man­gel an Mikro­nährstof­fen sein. Im Fol­gen­den will ich wenig­stens ansatzweise die Rolle einiger Vital­stoffe für die Gehirn­funk­tion beschreiben:

Strukturformel von Vitamin B6B6 ist ganz wichtig für den Eiweiß- und Kohlenhydratstoffwechsel. Es ist an etwa 100 Enzymen (lösen Prozesse der Umwandlung aus) und besitzt daher einen enormen Einfluss auf viele Organsysteme. Viele Neurotransmitter werden aus den kleinsten Bausteinen der Eiweiße, den Aminosäuren, gebildet.

Struk­tur­formel von Vit­a­min B6
B6 ist ganz wichtig für den Eiweiß- und Kohlen­hy­drat­stof­fwech­sel. Es ist an etwa 100 Enzy­men (lösen Prozesse der Umwand­lung aus) und besitzt daher einen enor­men Ein­fluss auf viele Organ­sys­teme. Viele Neu­ro­trans­mit­ter wer­den aus den kle­in­sten Bausteinen der Eiweiße, den Aminosäuren, gebildet.

  • Vit­a­min C: Bil­dung der Neu­ro­trans­mit­ter Dopamin (dieser Boten­stoff­man­gel soll für das ADS / ADHS ver­ant­wortlich sein), Adren­a­lin, Nora­dren­a­lin; hil­ft bei der Ent­gif­tung der Schw­er­met­alle; wichtig für die Über­tra­gung der Infor­ma­tio­nen zwis­chen einzel­nen Zellen.
  • Vit­a­min B1: Bil­dung von Neu­ro­trans­mit­tern und Gehirnzellen.
  • Vit­a­min B2: Regelt den Energiehaushalt des Gehirns und die Sauer­stof­fver­sorgung für Gehirn- und Ner­ven­zellen; es ver­min­dert Reizbarkeit und nervöse Stim­mungen; es hat sich bei Lern­schwierigkeit­en und psy­chis­chen Lei­den bewährt.
  • Vit­a­min B6: wird zur Bil­dung mehrerer Boten­stoffe (Nora­dren­a­lin, Dopamin und Sero­tonin) benötigt. Es verbessert die Konzen­tra­tion und hil­ft bei Lern­schwierigkeit­en.
  • Vit­a­min B12: Ein Man­gel kann zu Gedächt­niss­chwäche, Konzen­tra­tionsstörun­gen, Apathie führen. Es ist für die Sauer­stof­fver­sorgung des Gehirns wichtig.
  • Betac­arotin: Vorstufe des Vit­a­min A und steuert die Nähr- und Sauer­stof­fver­sorgung des Gehirns. Bei einem Man­gel ver­härten die Gehirnzellen und erlei­den Funk­tion­sein­schränkung.
  • Vit­a­min E: Schützt vor den neg­a­tiv­en Wirkun­gen des Methylqueck­sil­bers und dient vor allem als Radikalen­fänger. Die let­zte Eigen­schaft ist im Hin­blick auf ungesät­tigte Fettsäuren beson­ders wichtig, denn nicht nur das kindliche Gehirn benötigt diese Sub­stanzen.
  • Der Unter­schied von satt und gut ernährt: Da die Qual­ität der Nahrung deut­lich schlechter gewor­den ist, hat sich auch die Nährstof­fauf­nahme aus der Nahrung ver­ringert. Eine Unter­suchung aus dem Jahre 1997 hat gezeigt, dass die heutige Ernährung weit weniger Mikro­nährstoffe zuführt als die unser­er Vor­fahren. Siehe unten ste­hende Tabelle:

Die Ernährung gestern und heute

Ernährung im Ver­gle­ich zu unseren Urah­nen

Mikro­nährstoff Unsere Urah­nen Heutige Ernährung
Fol­säure (µg/Tag) 360 170
Vit­a­min C (mg/Tag) 600 80
Vit­a­min A (µg/Tag) 17 7
Vit­a­min E (mg/Tag) 33 7
Zink (mg/Tag) 43 10
Cal­ci­um (mg/Tag) 2000 750
Kali­um (g/Tag) 10,5 2,5
Natri­um (g/Tag) 0,8 4
Bal­last­stoffe (g/Tag) 100 12
Gesamt­fette (% der zuge­führten Kalo­rien) 21 42

Quelle: Eaton et. al., Eur. J. Clin. Nutr. 51 (1997) 207

Die heutige Nahrung besitzt weit weniger Vital­stoffe als die der Ver­gan­gen­heit. Eine hohe Tech­nisierung der Lebens­mit­telin­dus­trie und mod­erne land­wirtschaftliche Pro­duk­tion­s­meth­o­d­en bescheren uns eine nie gekan­nte Speisen­vielfalt. Doch aus­ge­laugte Böden und land­wirtschaftlich­er Anbau in Monokul­tur ver­hin­dern eine adäquate Auf­nahme der Mikro­nährstoffe. Obst und Gemüse aus fer­nen Län­dern wer­den im unreifen, vit­a­m­i­n­ar­men Zus­tand geern­tet und reifen während des Trans­ports nach. So kann der frisch gekaufte Pfir­sich weniger Vit­a­min-C enthal­ten als der Dosenpfir­sich, der im abso­lut reifen Zus­tand geern­tet wird. Erster­er enthält weit weniger Mikro­nährstoffe als der frisch vom Baum gepflück­te, der aus Furcht vor Verderb­nis sofort einge­dost wird.

Dies war das Ergeb­nis ein­er Studie der Uni­ver­sität von San Diego zum Vit­a­min-C-Gehalt von Obst. Optisch wirkt die “Ware” Essen auf uns erstk­las­sig und gibt das Gefühl, beste Qual­ität gekauft zu haben. Doch lei­der stimmt in vie­len Fällen nur die Ver­pack­ung — sprich Ausse­hen — und nicht der Inhalt. Die Frage ist: Macht uns die Nahrung nur satt oder ernährt sie uns auch richtig? Wegen ein­er gestiegen­er Umwelt­be­las­tung und eines immer stärk­er wer­den­den Stress­es ist der Bedarf an diesen Stof­fen jedoch größer gewor­den. Das ist das Dilem­ma unser­er Zeit: Ein­er­seits ist der Bedarf an Mikro­nährstof­fen gestiegen und ander­er­seits nehmen wir weniger auf. Diese chro­nis­che Fehlernährung muss auf Dauer Auswirkun­gen zeigen. Und das Organ, welch­es am schnell­sten darunter lei­det IST DAS GEHIRN.

Fast Food

Schnelle KücheFast Food nimmt bei vielen Menschen einen hohen Stellenwert in der Ernährung ein. Die Gefahr: Industriell hergestellte Lebensmittel können eine Vitalstoff- verarmung aufweisen. Hinzu kommt, dass viele Fertigprodukte wahre Kalorien- bomben sind.

Schnelle Küche
Fast Food nimmt bei vie­len Men­schen einen hohen Stel­len­wert in der Ernährung ein. Die Gefahr: Indus­triell hergestellte Lebens­mit­tel kön­nen eine Vital­stoff- ver­ar­mung aufweisen. Hinzu kommt, dass viele Fer­tig­pro­duk­te wahre Kalo­rien- bomben sind.

Fast Food ist bequem und in vie­len Fällen auch noch gün­stig. Doch lei­der hat die schnelle Küche auch Nachteile. Brötchen und Cyrry­wurst — beispiel­sweise als Mit­tagessen genossen — liefern nur wenig Vital­stoffe, dafür über­säuern sie enorm. Und zur Piz­za bestellen die wenig­sten Men­schen einen Salat dazu. Nicht umson­st haben Fast-Food-Spöt­ter Quick Lunch in „Quick Lynch“ umge­tauft.


Links zu den anderen Ursachen: Schw­er­met­all­be­las­tung, Vital­stoffde­fiz­it, Aminosäuren­de­fiz­it, Min­er­al­stoffde­fiz­it, Fettsäuren­de­fiz­it, Kryp­topy­rrolurie, Starke Schwankun­gen des Glukos­espiegels

Aminosäurendefizit

Viele Neu­ro­trans­mit­ter des Gehirns wer­den aus Aminosäuren aufge­baut. Für den Her­stel­lung­sprozess benötigt der Organ­is­mus die richti­gen Mikro­nährstoffe und gute Eiweiße. Bei einem Man­gel an bes­timmten Vit­a­mi­nen und weit­eren Mikro­nährstof­fen kön­nen die Trans­for­ma­tion­sprozesse des Eiweißstof­fwech­sels nicht gut genug ablaufen. Die essen­tielle (muss über die Nahrung aufgenom­men wer­den) Aminosäure L-Tryp­to­phan ist eine Vor­läufer­sub­stanz des Boten­stoffes Sero­tonin. Dieser übt einen großen Ein­fluss auf das Gedächt­nis, Psy­che und Ver­hal­ten aus. Zur Umwand­lung bedarf es viel­er klein­er Helfer­lein aus dem Bere­ich der Mikro­nährstoffe. Doch bei vie­len Jugendlichen liegt es im Bere­ich der Ernährung im Argen, Cola und Junk-Food ste­hen an erster Stelle…


Links zu den anderen Ursachen: Schw­er­met­all­be­las­tung, Vital­stoffde­fiz­it, Aminosäuren­de­fiz­it, Min­er­al­stoffde­fiz­it, Fettsäuren­de­fiz­it, Kryp­topy­rrolurie, Starke Schwankun­gen des Glukos­espiegels

Mineralstoffdefizit

Fast alle Min­er­alien sind beim Krankheits­bild des ADS / ADHS wichtig. Sie sind hil­fre­ich für den Wasser­haushalt und die Sta­bil­ität der Ner­ven- und Gehirnzellen und bee­in­flussen über diesen Weg Stim­mungsla­gen und Leis­tungs­fähigkeit des Gehirns. Bei einem gestörten Säure-Basen-Haushalt (Süßigkeit­en, Cola, Weißmehl!) ver­wen­det der Organ­is­mus die aufgenomme­nen Min­er­alien, um Säuren auszuschei­den. So entste­ht im Laufe der Zeit in Defiz­it an wichti­gen Min­er­alien.


Links zu den anderen Ursachen: Schw­er­met­all­be­las­tung, Vital­stoffde­fiz­it, Aminosäuren­de­fiz­it, Min­er­al­stoffde­fiz­it, Fettsäuren­de­fiz­it, Kryp­topy­rrolurie, Starke Schwankun­gen des Glukos­espiegels

Fettsäuren

Ungesät­tigte Fettsäuren sind wichtig für den Auf­bau der Gehirnzellen. Beson­ders Kinder haben einen großen Bedarf an Omega-3-Fettsäuren. Mut­ter­milch enthält z.B. viel Omega-3-Fettsäuren. In eini­gen Län­dern sind diese Fette inzwis­chen Teilen der Säuglingsnahrung beigemis­cht. Wer­den diese Fettsäuren nicht in aus­re­ichen­dem Maße ein­genom­men, wer­den statt ihrer ungesät­tigte Fettsäuren in die Zellmem­bra­nen ein­ge­lagert. Die Zelle wird hart, kann sich nicht mehr richtig ernähren und ent­giften. Weit­er sind ungesät­tigte Fettsäuren wichtig, damit der Boten­stoff Sero­tonin seine Wirkung ent­fal­ten kann.


Links zu den anderen Ursachen: Schw­er­met­all­be­las­tung, Vital­stoffde­fiz­it, Aminosäuren­de­fiz­it, Min­er­al­stoffde­fiz­it, Fettsäuren­de­fiz­it, Kryp­topy­rrolurie, Starke Schwankun­gen des Glukos­espiegels

Kryptopyrrolurie

Die Kryp­topy­rrolurie ist eine Störung im Rah­men der Bil­dung des roten Blut­farb­stoffs. Diese läuft in mehreren aufeinan­der­fol­gen­den Schrit­ten ab, wobei eine Sub­stanz in eine andere Sub­stanz umge­wan­delt wird. Ist eine Kryp­topy­rrolurie vorhan­den, läuft ein­er oder laufen mehrere dieser Umwand­lungss­chritte nicht mehr richtig ab. Giftig wirk­ende Stoffe (Pyr­role) wer­den im ersten Schritt an Vit­a­min B6 und im zweit­en Schritt an Zink gebun­den und unsicht­bar (=Kryp­to) im Urin (=urie) aus­geschieden, wodurch sich nor­maler­weise ein Vit­a­min B6- und Zink-Defiz­it auf­baut. Bei­de Mikro­nährstoffe müssen aber für den Ablauf wichtiger Stof­fwech­sel­prozesse in aus­re­ichen­der Menge vor­liegen. Ist dies nicht der Fall, laufen die chemis­chen Umwand­lung­sprozesse nicht mehr richtig ab, und in let­zter Kon­se­quenz kön­nen gesund­heitliche Störun­gen fast JEGLICHER ART auftreten.

Weiße Flecken der FingernägelFingernägel eines 14-jährigen Schülers mit einer ADS - Symptomatik. Die weißen Flecken sind Ausdruck eines starken Zink - Defizits. Zink spielt eine große Rolle im Eiweiß - Stoffwechsel. Aufgrund eines ausgeprägten Zinkmangels kann die Bildung der Botenstoffe, die neben Stimmung auch die Gedächtnisleistung steuern, stark leiden.

Weiße Fleck­en der Fin­gernägel
Fin­gernägel eines 14-jähri­gen Schülers mit ein­er ADS — Symp­to­matik. Die weißen Fleck­en sind Aus­druck eines starken Zink — Defiz­its. Zink spielt eine große Rolle im Eiweiß — Stof­fwech­sel. Auf­grund eines aus­geprägten Zinkman­gels kann die Bil­dung der Boten­stoffe, die neben Stim­mung auch die Gedächt­nisleis­tung steuern, stark lei­den.

Kryp­topy­rrolurie (KPU) ist nicht nur ein Aus­lös­er für ADS / ADHS, sie kann auch viele andere chro­nis­che Beschw­er­den verur­sachen. Aus­führlichere Infos zur KPU neb­st ihren möglichen Auswirkun­gen gibt es auf der KRYPTOPYRROLSEITE mein­er Home­page oder sie benützen den Link des Bildes der Sen­sion-GmbH. In den fol­gen­den Aus­führun­gen beschränke ich mich auf den Gehirn- und Eiweißstof­fwech­sel.

Neurotransmitterbildung — ohne Vitamin B6 und Zink geht nicht viel

In der Zwis­chen­zeit hat die Forschung mehrere Hun­dert Neu­ro­trans­mit­ter (Boten­stoffe) ent­deckt. Ganz wichtig sind Sero­tonin und Dopamin, die der Organ­is­mus im Rah­men eines nor­mal ablaufend­en Stof­fwech­sels in aus­re­ichen­der Menge selb­st her­stellen sollte. Die bei­den Neu­ro­trans­mit­ter sind End­pro­duk­te des Eiweißstof­fwech­sels: Sero­tonin wird aus L-Tryp­to­phan, Dopamin aus Tyrosin hergestellt. Für die Umwand­lungsreak­tio­nen sind Vit­a­min B6 und Zink ganz wichtige Part­ner. Vit­a­min B6 liegt in sein­er aktiv­en Form als Pyri­dox­al-5-Phos­phat im Blut vor und ist bei über 100 Stof­fwech­selvorgän­gen beteiligt. Seine wichtig­ste Funk­tion erfüllt B6 im Stof­fwech­sel der Eiweiße bzw. Aminosäuren. Für die Umwand­lung des Vit­a­mins in seine aktive Form ist u.a. eine genü­gende Menge Zink und Vit­a­min B2 notwendig. Vit­a­min B6 ist unverzicht­bar für die Gewin­nung der Energie aus den Kohlen­hy­drat- und Eiweißspe­ich­ern. Erst seine Anwe­sen­heit ermöglicht die Bil­dung der Neu­ro­trans­mit­ter aus den kle­in­sten Eiweißbausteinen. Fehlt es, kön­nen die entsprechen­den Gehirn­boten­stoffe (Sero­tonin, Nora­dren­a­lin und Dopamin) nur in unzure­ichen­dem Maße gebildet wer­den. Damit sind Störun­gen der Gehirn­funk­tion wie Gedächt­nis- und Lern­störun­gen vor­pro­gram­miert. Störun­gen im Gehirn- und Eiweißstof­fwech­sel müssen nicht auss­chließlich auf ein­er Kryp­topy­rrolurie beruhen, es gibt noch einige andere Aus­lös­er für einen Man­gel der bei­den Mikro­nährstoffe.

Zink ist an sehr vie­len Stof­fwechel­prozessen beteiligt. Das ver­wun­dert nicht, denn es ist Bestandteil von mehr als 200(!) Enzy­men (Eiweißkör­p­er, die chemis­che Reak­tio­nen aus­lösen) und beschle­u­nigt oder ver­langsamt Stof­fwech­selvorgänge, steuert so auch die Bil­dung und Freiset­zung von Neu­ro­trans­mit­tern und spielt u.a. eine wichtige Rolle bei der Zell­teilung.

Anmerkung: Aus den unter 1.) bis 6.) aufge­führten Punk­ten ist erken­ntlich, dass die Mikrostoffe sich gegen­seit­ig in ihrer Funk­tion und Wirkung unter­stützen und durch diese enge Verknüp­fung aber auch untere­inan­der abhängig sind. Fehlt nur ein einziger dieser wichti­gen Vital­stoffe, kann dies schw­er­wiegende Kon­se­quen­zen für den Neu­ro­trans­mit­ter­haushalt und die Ver­sorgungslage des Gehirns bedeuten. Im Kapi­tel Ortho­moleku­lare Medi­zin gibt es weit­ere Infos zu den Mikro­nährstof­fen.


Links zu den anderen Ursachen: Schw­er­met­all­be­las­tung, Vital­stoffde­fiz­it, Aminosäuren­de­fiz­it, Min­er­al­stoffde­fiz­it, Fettsäuren­de­fiz­it, Kryp­topy­rrolurie, Starke Schwankun­gen des Glukos­espiegels

Starke Schwankun­gen des Glukos­espiegels:

Glukose Abgeleitet aus dem Griechischen: glyk (γλκ) = süß; Synonyme sind Traubenzucker, Dextrose, Glukose, Glykose, α-D-Glu- copyranose. Vorkommen in süßen Früchten, tierischen und menschlichen Geweben, Blut (so genannter Blut- zucker) und in verschiedenen Zuckerarten.

Glukose
Abgeleit­et aus dem Griechis­chen: glyk (γλκ) = süß; Syn­onyme sind Trauben­zuck­er, Dex­trose, Glukose, Glykose, α-D-Glu- copy­ra­nose. Vorkom­men in süßen Frücht­en, tierischen und men­schlichen Geweben, Blut (so genan­nter Blut- zuck­er) und in ver­schiede­nen Zuck­er­arten.

Der men­schliche Organ­is­mus ver­stof­fwech­selt einen Teil der Nahrung in Glukose (Zuck­er) und ver­sorgt über den Blutweg Muskeln und Zellen mit diesem Energieliefer­an­ten. Die Auf­gabe des Insulins ist es, den Glukos­espiegel in einem für den Organ­is­mus gün­sti­gen Bere­ich aufrecht zu erhal­ten. Der Basiswert beträgt 1g/Liter. Das ist der Nor­mal­w­ert, um Gehirn und Muskeln aus­re­ichend mit Nahrung zu ver­sor­gen. Kinder besitzen nur ver­min­derte Glukosere­ser­ven und reagieren deswe­gen zum Teil heftig auf aus­ge­lassene Mahlzeit­en. Wird das Früh­stück aus­ge­lassen, kön­nen sich in der Schule Konzen­tra­tions-, Lern- und Lese- und Rechtschreibprob­leme ein­stellen. Für Kinder ist ein aus­ge­wo­genes Früh­stück der Energieliefer­ant für den Vor­mit­tag. Schüler soll­ten auf die Aus­ge­wogen­heit von Früh­stück und Pausen­brot acht­en, denn voll­w­er­tige Kohlen­hy­drate kön­nen nur langsam aufgeschlossen und in Glukose umge­wan­delt wer­den. Deswe­gen geht die Auf­nahme des aus voll­w­er­tiger Nahrung gebilde­ten Zuck­ers und die Anflu­tung der Glukose im Blut nur langsam von­stat­ten.

Die Bauch­spe­ichel­drüse muss in diesem Fall nur rel­a­tiv wenig Insulin pro­duzieren, um den Glukos­espiegel im Nor­mal­bere­ich zu hal­ten. Vom Grundw­ert von 1g/Liter steigt der Blutzuck­er­spiegel an und fällt wieder ab, wenn das Insulin die Gewebe des Kör­pers mit Brennstoff ver­sorgt hat. Dabei sinkt der Blutzuck­er­spiegel bis auf etwa 0,8g/Liter kurzzeit­ig unter den Grundw­ert von 1g/Liter in den Bere­ich ein­er leicht­en Unterzuckerung, und der Organ­is­mus gewin­nt Glukose z.B. aus seinen Fettvor­räten, um den Grundw­ert aufrecht erhal­ten zu kön­nen. Beim Verzehr von Zuck­er (Süßigkeit­en jeglich­er Art), Honig, Kon­fitüre, Corn­flakes, Weißmehl­pro­duk­te und zuck­er­halti­gen Getränken z.B. muss der Organ­is­mus nur wenig Stof­fwech­se­lar­beit leis­ten, um den Zuck­er aufnehmen zu kön­nen. Die Glukosean­flu­tung im Blut erfol­gt sehr schnell und die Antwort der Bauch­spe­ichel­drüse ist eine rasche und starke Insulin­pro­duk­tion, um den Glukos­espiegel nicht zu stark ansteigen zu lassen.

Doch so schnell wie die Glukose ins Blut gekom­men ist, ist sie auch wieder ver­schwun­den; das viele Insulin hat den Zuck­er schnell aus dem Blut ent­fer­nt und ist jet­zt sog­ar im Über­schuss vorhan­den. Der Blutzuck­er sinkt als Folge deut­lich unter den nor­malen Min­dest­wert von etwa 0,8g/Liter sog­ar bis in den Bere­ich von 0,4g/Liter. Bei solch tiefen Werten spricht man von ein­er aus­geprägten Unterzuckerung. Diesen Zus­tand empfind­et der Organ­is­mus als sehr bedrohlich und ver­sucht ihn möglichst schnell zu beseit­i­gen, da er den Nor­mal­w­ert von 1g/Liter aufrecht erhal­ten muss, um funk­tion­stüchtig zu bleiben. Die Kon­se­quen­zen sind unter ‘Automa­tis­che Gegen­reak­tion’ einige Zeilen tiefer beschrieben.

Automa­tis­che Gegen­reg­u­la­tion des Kör­pers:

3D-Modell des Einfachzuckers Glukose 3D-Modell des Einfachzuckers Glukose Glukose ist der Treibstoff des Gehirns. Unterschreitet der Blutzuckerspiegel eine kritische Grenze, versucht der Körper über eine Mobilisierung der Fettreserven den Blutzucker zu normalisieren. Das hierzu verwendete Hormon Adrenalin stellt den Organismus auf Leistungserbringung in Form von Muskelarbeit und Aktivität ein. Viele Mütter berichten von einem regelrechten Ausflippen ihres Kindes nach reichlichem Genuss von Süßigkeiten. Der Grund liegt in dem Bestreben des Körpers, den Blutzucker in einem konstanten Niveau zu halten.

3D-Mod­ell des Ein­fachzuck­ers Glukose
3D-Mod­ell des Ein­fachzuck­ers Glukose Glukose ist der Treib­stoff des Gehirns. Unter­schre­it­et der Blutzuck­er­spiegel eine kri­tis­che Gren­ze, ver­sucht der Kör­p­er über eine Mobil­isierung der Fet­tre­ser­ven den Blutzuck­er zu nor­mal­isieren. Das hierzu ver­wen­dete Hor­mon Adren­a­lin stellt den Organ­is­mus auf Leis­tungser­bringung in Form von Muske­lar­beit und Aktiv­ität ein. Viele Müt­ter bericht­en von einem regel­recht­en Aus­flip­pen ihres Kindes nach reich­lichem Genuss von Süßigkeit­en. Der Grund liegt in dem Bestreben des Kör­pers, den Blutzuck­er in einem kon­stan­ten Niveau zu hal­ten.

Bei ein­er starken Unterzuckerung, Sauer­stof­fun­ter­ver­sorgung oder Dehy­drierung (Ver­ar­mung an Wass­er) beste­ht für das Gehirn die Gefahr, in ein lebens­bedrohlich­es Koma zu fall­en. Deswe­gen schal­tet der Kör­p­er automa­tisch auf einen ‘Über­lebens­modus’ um und ver­sucht, den Miss­stand schnell zu beseit­i­gen: Der Organ­is­mus pro­duziert Stresshormone, die den Kör­per­stof­fwech­sel richtig “puschen”, um das Defiz­it im Gehirn zu beseit­i­gen, indem sie Fet­tre­ser­ven in den Gehirn­treib­stoff Glukose ver­wan­deln. Doch diese Stresshormone verbessern nicht nur die Ver­sorgungslage im Gehirn, sie verän­dern auch die ener­getis­che Sit­u­a­tion. Das Kind weiß plöt­zlich nicht mehr wohin mit sein­er Energie und muss sie in den bekan­nten Symp­tomen des ADHS ausleben.

In dieser Sit­u­a­tion helfen keine Ermah­nun­gen oder Andro­hun­gen von Strafen. Das Kind kann nicht anders, es ist Opfer sein­er Fehlernährung und der sich daraus ergeben­den hor­monellen Gegen­reak­tion des Kör­pers. Durch die Stresshormone befind­et sich der kindliche Organ­is­mus wie in ein­er Fluchtreak­tion. Das Kind wird gereizt, bösar­tig, hyper­ak­tiv oder auch aggres­siv. Haushalt­szuck­er, der schnell ins Blut aufgenom­men wird und eben­so fix aus dem Blut ver­schwindet, kann also Hyper­ak­tiv­ität ver­stärken. Der anfängliche Energi­eschub ver­pufft recht schnell und die hor­monelle Gegen­reak­tion des Kör­pers — um Lebens­ge­fahr zu ver­mei­den — treibt das Kind in die Über­ak­tiv­ität. Wis­senschaftliche Unter­suchun­gen haben gezeigt, dass eine Ver­sorgung mit voll­w­er­tiger Nahrung die Rück­fal­lquote bei jugendlichen Straftätern um bis zu 70% — 80% ver­ringerte. Über ein ähn­lich­es Ergeb­nis berichtete auch der Artikel ‘Gemüse macht brav’ im Bayreuther ‘Nord­bay­erischen Kuri­er’ vom 26.06.2002. Mikro­nährstoffe haben also sehr wohl einen Ein­fluss auf das Ver­hal­ten und die Psy­che. Es scheint also doch eine Alter­na­tive zur rein medika­men­tösen Ther­a­pie des ADS / ADHS zu geben. Es gibt viele Berichte zufrieden­er Eltern, die nach Sub­sti­tu­tion aus­ge­wo­gen­er Mikro­nährstoffe von ein­er drastis­chen Besserung der Symp­to­matik des ADS / ADHS bericht­en. Bis­lang habe ich den rein bio­chemis­chen Aspekt des ADS / ADHS beleuchtet. Aber es ist auch mit anderen Meth­o­d­en der Naturheilkunde möglich, Wesen, Charak­ter und Leis­tungs­fähigkeit eines ADS / ADHS-Kindes pos­i­tiv zu bee­in­flussen:

ATLASBLOCKADE / BLOCKADE DER KOPFGELENKE

Ein eher ungewöhn­lich­er Ansatz zur Behand­lung von ADS / ADHS ist die Lösung von Block­aden der oberen Hal­swirbel­säule. Dieser Ansatz mag im ersten Moment selt­sam anmuten, ist aber mein­er Mei­n­ung nach ein­er der aller­wichtig­sten Aspek­te in der Ther­a­pie. Die Gründe hier­für sind recht ein­leuch­t­end: Alle Steuerungsim­pulse wer­den vom Gehirn aus­ge­hend über die Ner­ven­bah­nen in die Periph­erie des Kör­pers ver­schickt. Der Kör­p­er erhält über die gle­ichen Wegstreck­en Zus­tandsmeldun­gen, wie die aktuelle Sit­u­a­tion ist. Aussenden der Befehle und Rück­mel­dung des Sta­tus laufen über Ner­ven­bah­nen und Rück­en­mark ab. Durch Ver­schiebun­gen des ersten Hal­swirbels kann auf das Rück­en­mark ein Dauer­druck aus­geübt wer­den, weil durch die Lux­a­tion ( = Ver­renkung) des Wirbels der Platz für das Rück­en­mark zu klein wird. Die räum­liche Einen­gung und die Quetschung des Rück­en­marks führen zu einem Sym­pa­thikusstress.

Kopfgelenke Die Kopfgelenke sind Gelenke ohne Bandscheiben und umfassen die knöchernen Kontakte von Schädel zum 1. Halswirbel (Atlas) sowie Atlas zu Axis (2. Halswirbel). Occiput = Hinterkopf (lateinisch) Im unteren Bereich der gelben Markierung ist sehr schön zu sehen, dass der erste Halswirbel etwas breiter ist.

Kopfge­lenke
Die Kopfge­lenke sind Gelenke ohne Band­scheiben und umfassen die knöch­er­nen Kon­tak­te von Schädel zum 1. Hal­swirbel (Atlas) sowie Atlas zu Axis (2. Hal­swirbel). Occiput = Hin­terkopf (lateinisch) Im unteren Bere­ich der gel­ben Markierung ist sehr schön zu sehen, dass der erste Hal­swirbel etwas bre­it­er ist.

Der Sym­pa­thikus ist der Teil des Ner­ven­sys­tems, der den Kör­p­er auf Leis­tung ein­stellt. D.h., Muskeln, Herz-Kreis­lauf-Sys­tem, Atmung und die Sinne wer­den auf Flucht-, Jagd- oder Kampf­reak­tion vor­bere­it­et und zu Höch­stleis­tun­gen befähigt. In den Urzeit­en mussten wir Men­schen Wild jagen, um den Leben­sun­ter­halt zu sich­ern. Gle­ichzeit­ig waren wir auch Beute für große Tiere, mussten uns also wehren kön­nen oder schnell das Weite suchen. Die Auf­gabe des sym­pa­this­chen Ner­ven­sys­tems ist es, diese Funk­tio­nen zu steuern. Gle­ichzeit­ig bedeutet es, dass Kör­per­funk­tio­nen, welche leis­tung­shin­dernd sind, durch den Sym­pa­thikus zurück­ge­fahren wer­den. Dies bet­rifft vor allem die Ver­dau­ung, denn die Pinkel­pause am Baum oder größere Auss­chei­dungs­bedürfnisse hät­ten uns zu ein­er leicht­en Beute gemacht. Diese Prozesse wer­den übri­gens vom Parasym­pa­thikus ges­teuert. Let­zter­er wird in der Ruhe aktiv, erster­er in der Phase der Leis­tung. Jet­zt kommt es durch Dauer­druck auf das Rück­en­mark zu ein­er dauer­haften Aktivierung des Sym­pa­thikus und damit zur Energiebere­it­stel­lung, die aus­gelebt wer­den muss. Dies kann zu Über­ak­tiv­itätssymp­tomen führen. Aber — wie oben erwäh­nt — der Sym­pa­thikus stellt auch den Darm ruhig. Ver­dau­ungs­funk­tio­nen laufen daher dauer­haft nicht mehr richtig ab, weil der Sym­pa­thikus aus nachts über­ak­tiv ist. Der kindliche Organ­is­mus gerät in ein Defiz­it an Vital­stof­fen (Vit­a­mine, Spurenele­mente, Min­er­alien, Aminosäuren).

Beson­ders nachteilig wirkt sich ein Man­gel an Vit­a­min B6 und Zink aus. Bei­de wer­den zur Bil­dung der Neu­ro­trans­mit­ter benötigt, wobei Zink erst Vit­a­min B6 in seine aktive Form über­führt. Über einen B6- und Zink-Man­gel sind Störun­gen der Neu­ro­trans­mit­ter­bil­dung, des Gukoses­tof­fwech­sels, der Ver­stof­fwech­selung der Eiweiße (nötig zur Neu­ro­trans­mit­ter­bil­dung), Entste­hung von Allergien, Aus­bil­dung chro­nis­ch­er Ver­dau­ungsstörun­gen bis hin zu chro­nis­chen Dar­mentzün­dun­gen, Entwick­lung chro­nis­ch­er Kopf­schmerzen, Migräne, Gelenk- und Ner­ve­nentzün­dun­gen u.a.m. erk­lär­bar. In den Kapiteln KRYPTOPYRROLURIE und ORTHOMOLEKULARE MEDIZIN find­en Sie nähere Erläuterun­gen zu diesem The­ma.

Eben­so kann durch eine Block­ade in der HWS die Durch­blu­tung des Kopfes gestört wer­den. In der Hal­swirbel­säule gibt es die Beson­der­heit, dass in den Quer­fort­sätzen der Hal­swirbel Arte­rien zum Kopf ver­laufen. Durch eine Verkan­tung und Ver­drehung von Hal­swirbeln oder Fehlstel­lung in den Kopfge­lenken kann die Blutzu­fuhr zum Kopf stark (bis etwa 80%) eingeschränkt wer­den. Die daraus resul­tierende fehlende Sauer­stoff- und Nährstof­fzu­fuhr schränken die Leis­tungs­fähigkeit des Gehirns stark ein. Konzen­tra­tions­man­gel, gestörte Gedächt­n­is­funk­tio­nen, Müdigkeit und Schlap­pheits­ge­fühl sind ver­ständliche Fol­gen der Min­der­durch­blu­tung.

Es gibt noch weit­ere Aspek­te zu ein­er gestörten HWS und ihren Auswirkun­gen auf ADS/ADHS. Es würde den Rah­men spren­gen, auf weit­ere Kon­se­quen­zen a n dieser Stelle einzuge­hen. Mehr Infor­ma­tio­nen zur Atlas- und Kopfge­lenks­block­ade gibt es auf der Unter­seite zur ATLASBLOCKADE/KOPFGELENKSBLOCKADE.

AUSWAHL UNTERSTÜTZENDER HEILVERFAHREN

Kinesiologie:

Ein weit­eres, sehr wichtiges Heil­ver­fahren, in welchem ich zwar eine Aus­bil­dung besitze, es aber auf­grund mein­er Spezial­isierung nicht mehr ausübe, ist die Kine­si­olo­gie. Dies ist ein Muskel­testver­fahren, welch­es anhand der Verän­derung eines Test­muskels (griechisch: kineo = ich bewege, logos = Wis­senschaft) her­aus­find­en kann, welche Sit­u­a­tio­nen, Erleb­nisse oder Trau­ma­ta für den Kör­p­er Stress bedeuten. Da Stress die Gehirn­funk­tio­nen mas­siv beein­trächtigt und dies zu ein­er Dom­i­nanz der Hirnareale Führt, in denen unwillkür­liche Ver­hal­tens­muster abgelegt sind, wird der Bere­ich, in dem die Möglichkeit zu Entschei­dun­gen und auch das Wis­sen abgelegt ist, qua­si abgeschal­tet — Wis­sen kann nicht mehr repro­duziert wer­den. Oft ist das Ler­nen für Kinder schw­er oder unmöglich, weil die bei­den Gehirn­hälften nicht gut miteinan­der zusam­me­nar­beit­en und der Infor­ma­tion­saus­tausch zwis­chen bei­den nicht gut funk­tion­iert. In der Kine­si­olo­gie gibt es ein klar definiertes Sys­tem, die Schwächen genau zu analysieren und über so genan­nte lerngym­nas­tis­che Übun­gen die Zusam­me­nar­beit der Gehirn­hälften zu har­mon­isieren.

Wegen ihrer Bedeu­tung für die Syn­chro­ni­sa­tion der Arbeti der Gehirn­hälften und der Lösung des Stress­es auf ver­gan­gene Sit­u­a­tio­nen, der uns in der Gegen­wart zu ein­er unge­woll­ten Hand­lungsweise zwingt, ist die Kine­si­olo­gie eines der wichti­gen Heil­ver­fahren unseres NETZWERKS ZUR BEHANDLUNG VON LERNSTÖRUNGEN IN NORDBAYERN.

Bachblütentherapie:

Neben der Klas­sis­chen Homöopathie bietet auch die Bach­blü­ten­ther­a­pie bes­timmte Medi­zinen an, um den Kindern zu helfen. Auch diese Mit­tel haben wie die Klas­sis­che Homöopathie beson­deren Bezug zur Psy­che. Clema­tis, Impa­tients, Larch, Olive, Cayenne, Mimu­lus und Mus­tard dürften die am meis­ten ver­wen­de­ten Blüten bei Schulkindern sein. Infor­ma­tio­nen und die deutsche Bedeu­tung englis­chen Beze­ich­nun­gen find­en sie z.B. bei BACH-BLUETEN-THERAPIE.

Schüßlermineralien:

Gute Erfolge zeigen auch die Schüßler­min­er­alien. Die Haupt­mit­tel sind Cal­ci­um-phos (Nr.2), Sil­icea (Nr.11), Natri­um-phos (Nr.9) und Fer­rum-phos (Nr.3). Je nach Zus­tand und kör­per­lich­er Symp­to­matik bietet sich die zusät­zliche Ein­nahme weit­er­er angezeigter Schüßler­min­er­alien an. Diese Min­er­alien sind vor allem auf der kör­per­lichen Ebene wirk­sam. Ihr Ther­a­peut wird Ihnen sich­er weit­er­helfen.

Geopathie:

Schädliche geopathis­che und tech­nisch induzierte Strahlun­gen kön­nen einen erhol­samen und gesun­den Schlaf empfind­lich stören. Trotz eines lan­gen Schlafes sind Per­so­n­en auf schlecht­en Schlaf­plätzen meist unaus­geschlafen und bericht­en von einem schw­eren aber nicht erhol­samen Schlaf. Dieser kann nach Ver­legung des Betrof­fe­nen auf einen ungestörten Platz oft deut­lich verbessert wer­den. Mehr Infos gibt es hier: Belas­tun­gen der Umwelt

Säure-Basen-Haushalt:

Zitronensäure mit PolfilterIn Speisen versteckte Säuren können zusätzlich zu einer basenarmen Ernährung die Übersäuerung des Gesamtorganismus beschleunigen.

Zitro­nen­säure mit Polfil­ter
In Speisen ver­steck­te Säuren kön­nen zusät­zlich zu ein­er base­n­ar­men Ernährung die Über­säuerung des Gesam­tor­gan­is­mus beschle­u­ni­gen.

Die Kor­rek­tur eines in den sauren Bere­ich ver­schobe­nen Säure-Basen-Haushaltes kann auch in der Ther­a­pie des ADS / ADHS sehr hil­fre­ich sein. Zu viel Säure bewirkt eine Verdick­ung des Blutes, welch­es jet­zt nur noch schlecht durch die aller­fe­in­sten Blut­ge­fäße hin­durch gehen kann. So kann das Blut seine Sauer­stoff­trans­port- und Ernährungs­funk­tion nicht mehr richtig erfüllen. Wird der Darm zu sauer, also das Milieu gestört, kann deswe­gen die Ver­w­er­tung des Nahrungs­breies gestört wer­den. Fäulins­bak­te­rien kön­nen die Ober­hand gewin­nen, und die Rezep­toren, welche die Auf­nahme z.B. der Min­er­alien und Spurenele­mente steuern, kön­nen nicht mehr richtig arbeit­en. Ein Teufel­skreis begin­nt…

Das Gehirn lei­det am schnell­sten unter der schlecht­en Durch­blu­tung und dem Defiz­it an Mikro­nährstof­fen. Der Organ­is­mus ver­sucht den Miss­stand der Fehlernährung im Gehirn durch eine ver­mehrte Pro­duk­tion an Stresshormo­nen sofort auszu­gle­ichen. Die Kon­se­quen­zen sind unter Gegen­reak­tion des Kör­pers beschrieben. Aus­führliche Infor­ma­tio­nen unter SÄURE-BASEN-HAUSHALT.

Die Feingold-Diät:

Kinder kön­nen auf große Phos­phat­men­gen in bes­timmten Lebens­mit­teln (Wurst, Limon­ade, Milch­pro­duk­te [außer But­ter und Sahne], indus­triell ver­ar­beit­eten Lebens­mit­teln) mit hyper­ak­tiv­en Symp­tomen reagieren. Als Verur­sach­er wer­den u.a. Lebens­mit­tel, die so genan­nte Sal­i­cy­late, kün­stliche Geschmacks- oder Farb­stoffe enthal­ten, aufge­führt. Die Fein­gold-Diät verzichtet auf solche Lebens­mit­tel und kann damit die eigentliche Ther­a­pie unter­stützen. Als alleiniger Ther­a­pieansatz hat sich die Fein­gold-Diät trotz anfänglich­er Euphorie nicht bewähren kön­nen.

Gehirn eines ADHS - PatientenDas Gehirn mit der ADHS - Symptomatik scheint wesentlich mehr unter Strom zu stehen (links) als das so genannte normale Hirn. Eine mögliche Ursache eine vermehrte Aktivität erregend wirkender Aminosäuren sein, wie sie aufgrund eines gestörten Eiweißstoffwechsels erscheinen kann.

Gehirn eines ADHS — Patien­ten
Das Gehirn mit der ADHS — Symp­to­matik scheint wesentlich mehr unter Strom zu ste­hen (links) als das so genan­nte nor­male Hirn. Eine mögliche Ursache eine ver­mehrte Aktiv­ität erre­gend wirk­ender Aminosäuren sein, wie sie auf­grund eines gestörten Eiweißstof­fwech­sels erscheinen kann.

Die von mir bis­lang aufge­führten Ansätze, dem ADS / ADHS auf natür­lichem Wege zu begeg­nen erheben nicht den Anspruch auf Voll­ständigkeit. Med­i­ta­tion, Psy­chother­a­pie als beglei­t­ende Ther­a­pie, Entspan­nung mit Yoga, Akupunk­tur, Aku­pres­sur, Phy­tother­a­pie und etliche andere Heil­ver­fahren sind sicher­lich nicht nur unter­stützen­der Natur. Per­sön­lich kon­nte ich oft fest­stellen, die Ther­a­pie des ADS/ADHS über den Aus­gle­ich der Mikro­nährstoffe durch die ORTHOMOLEKULARE MEDIZIN — evtl. in Verbindung mit der SCHWERMETALLAUSLEITUNG — und mit der KLASSISCHEN HOMÖOPATHIE zu begin­nen, ist für Eltern und Kinder ein sehr guter Weg. Er ist nicht belas­tend und raubt der Fam­i­lie prak­tisch keine (Frei)Zeit. Wird dieser Weg kon­se­quent einge­hal­ten, stellt sich häu­fig eine Nor­mal­isierung der Symp­to­matik und ein Verzicht auf eine medika­men­töse Ther­a­pie, die zumin­d­est bei einem Teil der Ver­wen­der auch deut­liche Neben­wirkun­gen zeigen kann, ein. Außer­dem zeigt eine Ther­a­pie mit Methylphenidat bei etwa 20%-25% der Patien­ten keine Wirkung. Was dann?

Schwere Entscheidung?

Die oben aufge­führten naturheilkundlichen Ansätze stellen eine inter­es­sante, im All­ge­meinen gefahrlose und vor allem neben­wirkungsarme Alter­na­tive dar, wenn sie durch einen erfahre­nen, ver­ant­wor­tungs- bewussten Ther­a­peuten durchge­führt wer­den. Doch benöti­gen diese Ver­fahren auch etwas Zeit, bis sie greifen, und wirken nicht wie Methylphenidat nach etwa 30 Minuten auf das Ver­hal­ten des Kindes. Nicht wenige Eltern, die eine Ver­ar­mung an Vital­stof­fen als Ursache des ADS / ADHS ihrer Kinder betra­chteten, bericht­en von ein­er deut­lichen Verbesserung der Symp­to­matik des ADS / ADHS nach aus­re­ichen­der Sub­sti­tu­tion an Vit­a­mi­nen, Spurenele­menten, Min­er­al­stof­fen und Aminosäuren! Im Falle ein­er KRYPTOPYRROLURIE ist die alleinige Sub­sti­tu­tion von Vit­a­min B 6 und Zink schon eine große Hil­fe in der Ther­a­pie. Die einzunehmende Menge ist jedoch abhängig vom Analy­sew­ert.

ElternpflichtEltern sollten nicht wie die Liebenden auf dem Bild (Illustration aus Goethes Faust) über das Zupfen einer Blume die Wahrheit finden und so die Entscheidung treffen. Das ganze Thema ist so komplex, dass es sicher harte Arbeit ist, sich gut zu informieren. Aber das sind Eltern der Zukunft ihres Kindes schuldig.

Elternpflicht
Eltern soll­ten nicht wie die Lieben­den auf dem Bild (Illus­tra­tion aus Goethes Faust) über das Zupfen ein­er Blume die Wahrheit find­en und so die Entschei­dung tre­f­fen. Das ganze The­ma ist so kom­plex, dass es sich­er harte Arbeit ist, sich gut zu informieren. Aber das sind Eltern der Zukun­ft ihres Kindes schuldig.

Mein­er Mei­n­ung nach soll­ten sich Eltern aus­führlich über Möglichkeit­en der Ther­a­pie des ADS / ADHS informieren. Die Ver­ant­wor­tung für das eigene Kind erfordert es, Sachver­halte und Dinge kri­tisch zu hin­ter­fra­gen und die Entschei­dung zu tre­f­fen, die für die weit­ere Entwick­lung des eige­nen Kindes am besten ist. Nicht immer ist der bequem­ste Weg auch der beste. Aber oft kann der unbe­queme Weg gegen den Wider­stand ver­schieden­er Kräfte der geeignete für das Kind sein. Eltern soll­ten auch die Natur ihres Kindes zu respek­tieren und sich für eine Ther­a­pieform entschei­den, welche die Entwick­lung des kindlichen Organ­is­mus in sein­er Ganzheit unter­stützt.

Wie ich als betroffener Elternteil vorgehen würde

Nach­dem Sie sich durch alle Infor­ma­tio­nen gekämpft haben, wer­den Sie sich fra­gen, was jet­zt am wichtig­sten ist, um einen guten Ein­stieg in die Behand­lung zu bekom­men? Per­sön­lich erachte ich ein Mikro­nährstoffde­fiz­it und eine Atlas­block­ade für die großen Block­aden, die sich im Laufe ein­er Ther­a­pie als unüber­wind­bar erweisen kön­nen. Ein Mikro­nährstoffde­fiz­it kann durch Über­säuerung des Darms, auf­grund schlechter Ernährung (im Sinne von Junk-Food), vital­stof­farmer Nahrung, ein­er Ruhig­stel­lung des Darms oder ein­er Kryp­topy­rrolurie entste­hen. Sollte der Ver­dacht auf eine KPU im Raume ste­hen, wäre in meinen Augen der erste Schritt die Durch­führung eines Tests (bei mir erhältlich oder über die Fir­ma Sen­sion). Par­al­lel dazu würde ich Block­aden der HWS lösen, denn eine gestörte HWS kann einen ganzen Organ­is­mus durcheinan­der brin­gen.

Was tun?Es ist besser, sich von Zweifeln beunruhigen zu lassen, als lange im Irrtum zu verweilen. ALESSANDRO MANZONI (1785-1873), ital. Dichter

Was tun?
Es ist bess­er, sich von Zweifeln beun­ruhi­gen zu lassen, als lange im Irrtum zu ver­weilen.
ALESSANDRO MANZONI (1785–1873), ital. Dichter

Erst wenn keine Organs­teuerung­sprob­lematiken und keine Kom­mu­nika­tion­sstörun­gen im Organ­is­mus mehr vor­liegen (Atlasko­r­rek­tur) und der Kör­p­er in die Lage ver­set­zt wird, seine Zell­funk­tio­nen und Stof­fwech­sel­prozesse nach Besei­t­i­gung eines Vital­stoff­man­gels richtig auszuüben, wird er fähig sein, auf andere naturheilkundliche Ver­fahren wirk­lich gut zu reagieren. Dass ein Organ­is­mus trotz ein­er Atlas­block­ade und eines Mikro­nährstoff­man­gels Reak­tio­nen auf Naturheilan­sätze zuwege bringt, will ich nicht bestre­it­en. Die Frage ist nur, ob der Har­mon­isierungsim­puls der Naturheilkunde auch voll­ständig ablaufen und zum Gle­ichgewicht auf allen Ebe­nen führen kann!?! Oft genug höre ich “Haben wir schon alles pro­biert, hat nur kurz geholfen!” Der Grund mag in ein­er man­gel­nden Reak­tions­fähigkeit des Kör­pers gele­gen haben.

Wer das Funk­tion­sprinzip des men­schlichen Organ­is­mus mit dem eines Autos ver­gle­icht, liegt gar nicht so falsch:

Bei­de ver­bren­nen das, was sie aufnehmen, und ver­wan­deln es in Energie. Neben dem Treib­stoff (Benzin/Kohlenhydrate, Fette.….) benötigt das KFZ auch Betrieb­sstoffe (Getriebeöl, Brems­flüs­sigkeit, Scheibenwasser/Mineralien, Vit­a­mine, Spurenele­mente .…).  Wenn die elek­tro­n­is­che Steuerung gestört ist, funk­tion­ieren bes­timmte Motoren/Geräte nicht mehr, und der Kör­p­er ist auf die kor­rek­te Über­mit­tlung der Impulse aus der Steuerzen­trale Gehirn angewiesen, damit er richtig arbeit­en kann. Sind Ner­ven­stränge block­iert oder ist die Steuerzen­trale Gehirn durch Sym­pa­thikusstress falsch pro­gram­miert, erhal­ten Organe falsche Steuer­be­fehle und ver­fall­en in eine Fehlfunk­tion. Beim Auto gibt es Warn­lam­p­en bei Unter­schre­itung ein­er Min­dest­menge bei bes­timmten Betrieb­sstof­fen. Bei unserem Kör­p­er gibt es Ähn­lich­es nicht. Wir sind als Men­schen auf die regelmäßige Zufuhr dieser Stoffe angewiesen. Die Warn­lampe des Organ­is­mus ist ein “Symp­tom”. Doch wir haben gel­ernt ein Symp­tom (wie z.B. Kopf­schmerzen) zu ignori­eren; eine Tablette — und schon geht es wieder.

Influenza - Virus Typ AIn vielen Bereichen wird Prophylaxe betrieben. Die Grippe (Influenza) - Schutzimpfung ist eine der Vorsorgemaßnahmen, um sich gegen die jährliche Grippewelle zu schützen. Bei Impfgegnern jedoch höchst umstritten. Gegen die Verarmung des Organismus an Mikronährstoffen wird nur von den wenigsten Erwachsenen etwas getan. Kinder aber haben einen recht großen Bedarf an Vitalstoffen während der Entwicklungsphase. Kennen Sie einen Test, der offiziell empfohlen wird, um eine Vitalstoffverarmung bei Erwachsenen oder Kindern zu testen?

Influen­za — Virus Typ A
In vie­len Bere­ichen wird Pro­phy­laxe betrieben. Die Grippe (Influen­za) — Schutz­imp­fung ist eine der Vor­sorge­maß­nah­men, um sich gegen die jährliche Grippewelle zu schützen. Bei Impfgeg­n­ern jedoch höchst umstrit­ten. Gegen die Ver­ar­mung des Organ­is­mus an Mikro­nährstof­fen wird nur von den wenig­sten Erwach­se­nen etwas getan. Kinder aber haben einen recht großen Bedarf an Vital­stof­fen während der Entwick­lungsphase. Ken­nen Sie einen Test, der offiziell emp­fohlen wird, um eine Vital­stof­fver­ar­mung bei Erwach­se­nen oder Kindern zu testen?

Beim Auto schrauben Sie ja auch nicht die Birne des Warn­lichts her­aus! Beim Auto acht­en wir auf regelmäßige Wartung. Beim Kör­p­er tun wir das eher nicht. Wer macht sich schon Gedanken, was ein gut funk­tion­ieren­der Stof­fwech­sel im Laufe des Tages alles benötigt? Hinzu kommt, dass wir — mein­er Ansicht nach — falsche Ernährungsempfehlun­gen erhal­ten. Das beste Beispiel ist tägliche Dosisempfehlung zu Vit­a­min C…

Netzwerk zur Entwicklung des Lernpotentials und Behandlung von Lernstörungen

Die Behand­lung von Lern­störun­gen jeglich­er Art ist ein sehr kom­plex­er, aber auch ein sehr inter­es­san­ter The­men­bere­ich, und für jeden Ther­a­peuten auf­grund der vie­len, möglichen Heil­ver­fahren eine Her­aus­forderung. Damit Eltern und Schüler sich zur Behand­lung in möglichst kom­pe­tente Hände begeben kön­nen, haben wir zu Dritt ein Net­zw­erk zur Behand­lung von Lern­störun­gen ins Leben gerufen. Mehr hierzu auf LERNSTÖRUNGEN BEHANDELN.

Tu einem Kind Ehre an, und es wird auch dir Ehre antun.
(Sprich­wort aus Zim­bab­we)

Wichtig:


Inwieweit ich Fra­gen zu Krankheit­en, deren Ursachen und Ther­a­piean­sätze oder zu mir bekan­nten Ther­a­peuten in Ihrer Wohnort­nähe oder ander­swo beant­worte, lesen Sie bitte unter ANFRAGEN ZU THERAPEUTEN nach.


Ich bedanke mich für Ihr Ver­ständ­nis!

HIER kön­nen Sie den Erstanam­ne­se­bo­gen down­load­en oder aus­druck­en.

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