KISS Syndrom

KISS SYNDROM, KIDD SYNDROM — Fehlstellungen der HWS als Verursacher mannigfaltiger Strörungen

Das KISS Syn­drom wurde vom Chirur­gen Hein­er Bie­der­mann erst­mals beschrieben. KISS ist die Abkürzung für Kopfge­lenksInduzierte Symme­trieStörung. Als Kopfge­lenke wer­den die Gelenke zwis­chen Schädel und Atlas und Atlas und Axis beze­ich­net. Im Gegen­satz zu den anderen Wirbel­ge­lenken der Wirbel­säule befind­et sich zwis­chen diesen knöch­er­nen Verbindun­gen keine Band­scheibe. Durch geburtliche Vorgänge wie auch Unfälle beispiel­sweise kann es zu Ver­schiebun­gen der Gelenksan­teile und auf­grund von Ein­quetschun­gen ner­valer Struk­turen zu mas­siv­en Störun­gen kom­men. KISS-Kinder liegen oft wie ein Frageze­ichen oder mit nach hin­ten über­streck­tem Kopf im Bett. Die Kinder zeigen altersab­häng­ing bis zum ersten Leben­s­jahr eine Fülle von Störun­gen wie (Auswahl):

Kopfgelenke Die Kopfgelenke sind Gelenke ohne Bandscheiben und umfassen die knöchernen Kontakte von Schädel zum 1. Halswirbel (Atlas) sowie Atlas zu Axis (2. Halswirbel).

Kopfge­lenke
Die Kopfge­lenke sind Gelenke ohne Band­scheiben und umfassen die knöch­er­nen Kon­tak­te von Schädel zum 1. Hal­swirbel (Atlas) sowie Atlas zu Axis (2. Hal­swirbel).

  • sei­t­en­dif­fer­ente Entwick­lung kör­per­lich­er Struk­turen wie z.B. asym­metrische Schädelform,
  • Stil­lver­hal­ten nicht auf jed­er Seite gle­ich
  • rauben den Eltern als Schreikinder den nächtlichen Schlaf
  • besitzen oft eine geringe Frus­tra­tions­gren­ze
  • 3-Monats-Koliken
  • Haar­los­er Fleck auf dem Schädel
  • motorische Entwick­lung stimmt nicht
  • Asym­metrisches Robben
  • krabbeln nicht, rutschen viel auf dem Po

Im Laufe der Jahre treten einige gesund­heitliche Störun­gen und kör­per­liche Auf­fäl­ligkeit­en in den Hin­ter­grund, weil der Organ­is­mus Men­sch mit sein­er innewohnen­den Heilkraft es gel­ernt hat, sich mit den Fehlstel­lun­gen im oberen HWS-Bere­ich zu arrang­ieren. Schmerzfrei­heit bedeutet jedoch nicht, dass alles in Ord­nung ist. In den Fol­ge­jahren fall­en im Kinder­garten Unter­schiede zu anderen Kindern auf. Diese kön­nen sein (Auswahl):

  • Ungeschick­lichkeit und Toll­patschigkeit in den Bewe­gun­gen und beim Sport
  • Prob­leme der Kraft­dosierung beim Ball­w­er­fen etc.
  • Das Kind lernt am besten durch Abschauen
  • All­ge­mein langsam und muss ständig angeschoben wer­den
  • Ver­bale Ermah­nun­gen frucht­en nicht

Im Schu­lal­ter reift langsam der Ver­dacht, dass mit dem Ler­nen etwas nicht stim­men kön­nte. Auf­grund sein­er Langsamkeit wer­den die kog­ni­tiv­en Fähigkeit­en des Kindes falsch eingestuft, daher wird das Kind nicht gefördert, wird unaufmerk­sam und desin­ter­essiert und bleibt hin­ter seinen Möglichkeit­en zurück. Dies kann let­ztlich dazu führen, dass trotz hoher Intel­li­genz das Kind schlechte Noten nach Hause bringt und sich selb­st die weit­ere schulis­che — und später auch beru­fliche Kar­riere – ruiniert. Häu­fig besitzen diese Kinder Prob­leme in Math­e­matik auf­grund ihrer Schwierigkeit­en in der räum­lichen Wahrnehmung. Im Schul­sport sind sie unbe­holfen und fall­en durch ihr eige­nar­tiges Bewe­gungsmuster und schnelle Ermü­dung auf. Wenn etwas nicht sofort klappt, sind sie frus­tri­ert und stellen schnell resig­niert ihre Bemühun­gen ein.

Der Medi­zin­er Hein­er Bie­der­mann bringt solche Entwick­lungs- und Lern­de­fizite mit dem KISS Syn­drom in Verbindung und hat dafür den Aus­druck KIDD geprägt. KIDD bedeutet Kopfge­lenksIndzierte Dysg­nosie und Dysprax­ie. Der Begriff Dys­g­nosie beschreibt die Unfähigkeit, Gel­erntes zu repro­duzieren, Dys­prax­ie beschreibt Koor­di­na­tion­sstörun­gen. Beim KISS / KIDD sind nach unser­er Ansicht fast immer Störun­gen des ner­valen Sys­tems vorhan­den. Dass es im Laufe der Zeit zu weit­eren Störun­gen kom­men muss, ist unauswe­ich­lich. Auf WARUM CHIROPRAKTIK? ist im Kapi­tel Wirbel­säule — Chi­ro­prak­tik die Bedeu­tung eines gut funk­tion­ieren­den Ner­ven­sys­tem aus­führlich dargestellt. Weit­ere, ergänzende Infor­ma­tio­nen und prak­tis­che Tipps gebe ich in der SPRECHSTUNDE.

Igno­ranz ist die Kun­st mit offe­nen Augen nicht sehen zu wollen.
K. Weber

Wichtig:


Inwieweit ich Fra­gen zu Krankheit­en, deren Ursachen und Ther­a­piean­sätze oder zu mir bekan­nten Ther­a­peuten in Ihrer Wohnort­nähe oder ander­swo beant­worte, lesen Sie bitte unter ANFRAGEN ZU THERAPEUTEN nach.


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