Repetitive Strain Injury

REPETITIVE STRAIN INJURY — Der Tennis- oder Mausarm entsteht oft als Folge einer übermäßigen Beanspruchung

Der Begriff “Repet­i­tive strain injury” bdeutet wörtlich “wieder­holte Überlastung/Angespanntheit Schaden” und kann nicht als eine echte Diag­nose im medi­zinis­chen Sinn beze­ich­net wer­den, da RSI als Ober­be­griff für wiederkehrende Schmerzen in Muskeln, Bän­dern und Sehnen gebraucht wird. Die Diag­nose ist auch deswe­gen schwierig, weil Betrof­fene nicht nur an einem klaren Beschw­erde­bild lei­den, son­dern oft eine Mehrzahl an unter­schiedlichen Symp­tomen aufweisen. Hinzu kommt, dass die Beschw­er­den im Laufe des Tages verän­der­lich sein kön­nen — der tägliche Stress durch sich immer wieder­holende Tätigkeit­en scheint ein­er der Haupt­fak­toren zu sein. Damit ist schon klar, wer vor allem betrof­fen sein kann: Com­puteruser, und nicht nur die, welche den ganzen Tag den Rech­n­er als Arbeits­gerät gebrauchen, es bet­rifft auch die Jugend, die stun­den­lang am Com­put­er über Kon­solen spielt. Und es sind auch Arbeit­skräfte betrof­fen, die durch immer gle­iche Hand­griffe die immer gle­ichen Muskel­grup­pen beanspruchen. Das müssen nicht nur die Fließban­dar­beit­er sein, es gibt viele Berufe mit monot­o­nen Tätigkeit­en.

Trapez-MuskelDer Trapezius ist einer der großen Muskeln des Rückens. Er gliedert sich in einen aufsteigenden, querlaufenden und absteigenden Teil. Heftige Verspannungen können dazu führen, dass Nervenbahnen, welche durch ihn hindurch ziehen, im wahrsten Sinne des Wortes gezwickt werden. Dann können Bewegungseinschränkungen der Arme, Schulter und Finger ebenso entstehen wie Ameisenlaufen, Kribbeln, Taubheitsempfindungen und Schmerzen.

Trapez-Muskel
Der Trapez­ius ist ein­er der großen Muskeln des Rück­ens. Er gliedert sich in einen auf­steigen­den, quer­laufend­en und absteigen­den Teil. Heftige Verspan­nun­gen kön­nen dazu führen, dass Ner­ven­bah­nen, welche durch ihn hin­durch ziehen, im wahrsten Sinne des Wortes gezwickt wer­den. Dann kön­nen Bewe­gung­sein­schränkun­gen der Arme, Schul­ter und Fin­ger eben­so entste­hen wie Ameisen­laufen, Kribbeln, Taub­heit­sempfind­un­gen und Schmerzen.

Natür­lich gibt es neben den physis­chen auch psy­chis­che Ursachen, wen­ngle­ich diese als allein verur­sachen­der Fak­tor eine unter­ge­ord­nete Rolle zu spie­len scheinen. Selb­st ist das Krankheits­bild des RSI für mich noch rel­a­tiv neu, doch nach entsprechen­der Sen­si­bil­isierung habe ich etwas inten­siv­er auf die Zusam­men­hänge geachtet und den Ein­druck gewon­nen, dass vor allem Über­las­tun­gen für die Gesamt­symp­to­matik ver­ant­wortlich sind. In den aller­meis­ten Fällen kann ich mas­sive Verspan­nun­gen des Trapez-Muskels aus­machen. Meist zuck­en betrof­fene Per­so­n­en zusam­men, wenn die muskuläre Ver­här­tung etwas ober­halb des Schlüs­sel­beins in der Mitte zwis­chen Hals und Schul­terge­lenk mit 2 Fin­gern gezwickt wird. Oft zeigt sich die Ver­här­tung als ein richtiger Knoten in der Musku­latur. Und meis­tens bestäti­gen mir diese Per­so­n­en auf Nach­frage, dass sie einen Großteil des Tages hin­ter dem Com­put­er ver­brin­gen.

Das Prob­lem liegt nicht darin, dass die Musku­latur zu wenig aufge­baut ist oder als Aus­gle­ich zur Lin­derung der Beschw­er­den aufge­baut wer­den muss, das Prob­lem liegt darin, dass eine verkrampfte Musku­latur nicht mehr loslässt. Also muss der ther­a­peutis­che Ansatz primär darin beste­hen, die Musku­latur zur lock­ern. Das ist bei diesen Per­so­n­en gar nicht so ein­fach, denn oft ver­langt der Beruf schon recht schnell wieder nach der Ther­a­pie die Aus­führung genau der Tätigkeit­en, welche zum Beschw­erde­bild geführt haben. Und vorher gereizte Ner­ven, Sehnen und Muskeln besitzen ein­fach die Ten­denz, wieder schnell in den alten Zus­tand zu ver­fall­en. Da macht es mein­er Mei­n­ung nach keinen Sinn, ins Fit­ness-Stu­dio zu gehen und eine sowieso zur Verkramp­fung neigende Musku­latur durch sich erneut wieder­holende Bewe­gun­gen tiefer in die Verkramp­fung zu treiben.
Die Symp­to­matik zeigt sich vor allem

  • in den Hän­den und Handge­lenken mit Taub­heits­ge­fühlen, Kribbeln, Bewe­gung­sein­schränkun­gen und Kräftev­er­lust
  • Schmerzen der Unter­arme, Ober­arme und Ell­bo­gen
  • Schmerzen und Bewe­gung­sein­schränkun­gen der Schul­tern und Arme
  • Im Nack­en mit Schmerzen und auch Block­aden bei der Drehung des Kopfes
  • Schmerzen im oberen bis mit­tleren Rück­en

Die Vielzahl der (auch untere­inan­der) möglichen Beschw­er­den macht ver­ständlich, dass die Diag­nose “RSI” wirk­lich ein Sam­mel­suri­um ver­schieden­ster Prob­lematiken sein kann und daher immer indi­vidu­ell behan­delt wer­den muss. Ich kon­nte auch fest­stellen, dass bei einem Großteil der Patien­ten neben den starken muskulären Verspan­nun­gen auch echte Block­aden der Wirbel­säule vorhan­den waren. Die Bedeu­tung eines gut funk­tion­ieren­den Ner­ven­sys­tems habe ich auf WARUM CHIROPRAKTIK? aus­führlich dargestellt. Un in der Tat war es im einen oder anderen Fall so, dass nach ein­er Besei­t­i­gung und Kor­rek­tur der Wirbel­block­ade pltö­zlich die Schul­ter freier und der Arm wieder bess­er zu bewe­gen war.

Beschw­er­den benöti­gen bis zu ihrem erst­ma­li­gen Auftreten eine lange Zeit, in der sich der Hal­teap­pa­rat verän­dert und muskuläre Vekramp­fun­gen auf­bauen. Daher beste­ht die Wahrschein­lichkeit, dass — vor allem bei erneuter Beanspruchung — die Musku­latur wieder in ihren alten Zus­tand zurück­fall­en will und dabei auch Wirbel in eine erneute Fehlpo­si­tion ver­stellt. Dage­gen hil­ft nur eine regelmäßige Kor­rek­tur mit Entspan­nung der Musku­latur z.B. über die BOWENTHERAPIE und regelmäßige chi­ro­prak­tis­che Anwen­dun­gen mit aus dem ganzen Kom­plex MODERNER, AMERKIANISCHER CHIIROPRAKTIK.

Mein­er Erfahrung nach kön­nen ganz ver­schiedene Muskel­grup­pen verspan­nt und betrof­fen sein. Bei der einen Per­son ist es vor allem der beschriebene Trapez­ius, bei anderen Men­schen sind es die Muskeln auf der Vorder­seite des Oberkör­pers, bei wieder anderen betrof­fe­nen sind es Verspan­nun­gen des unteren oder oberen Arms oder auch die Musku­latur um die Schul­ter herum. Teil­weise kön­nen wenige Hand­griffe den Bewe­gungsspiel­raum und die Empfind­un­gen / Beschw­er­den für eine gewisse Zeit deut­lich verbessern — ein Hin­weis, dass der Ther­a­pieansatz so verkehrt nicht sein kann. Wenn man den Weg gefun­den hat, muss man ihn in Form weit­er­er, kon­se­quenter Behand­lun­gen weit­er gehen. Doch auch Betrof­fene müssen etwas dafür tun. Sie müssen ver­suchen, psy­chis­chen Stress (Mob­bing, Part­ner­schaft, Erfol­gs­druck im Job etc.) möglichst abzubauen oder zu ver­mei­den und auch dafür sor­gen, dass sie ihre Arbeits­be­din­gun­gen verän­dern. Oft genügt es schon, die Maus mit der anderen Hand zu bedi­enen, die Posi­tion der Com­put­er­tas­tatur und auch des Bild­schirms zu verän­dern, einen höheren Schreibtisch zu ver­wen­den u.a.m..

Bei Fließban­dar­beit­ern ist es natür­lich schwierig, die immer gle­ichen Arbeit­shand­griffe zu verän­dern, aber auch dies ist in vie­len Fällen möglich. Vielle­icht kann ja auch die Arbeit­spo­si­tion zum Pos­i­tiv­en hin verän­dert oder auch die kör­per­liche Beanspruchung verän­dert wer­den, indem das Tätigkeits­feld am Fließband mit Arbeit­skol­le­gen regelmäßig getauscht wird. Mit etwas Glück ist der Arbeit­ge­ber der­ar­ti­gen Lösun­gen zugänglich. Zudem kann durch bes­timmte Dehnungs- und gym­nas­tis­che Übun­gen die Ten­denz zur Entspan­nung der Musku­latur unter­stützt wer­den. Zusät­zlich soll­ten Betrof­fene darauf acht­en, mit ihrer Freizeit sehr bewusst umzuge­hen. Freizeitak­tiv­itäten soll­ten der psy­chis­chen und physis­chen Erhol­ung dienen. Leichte Bewe­gungsübun­gen zur Lockerung der Musku­latur kön­nen zur Besserung des Beschw­erde­bildes beitra­gen. Eben­so kön­nen Med­i­ta­tio­nen und das Hören von entspan­nen­der Musik sehr pos­i­tive Wirkun­gen ausüben. Das wichtig­ste Ele­ment in der Behand­lung eines RSI beste­ht mein­er Mei­n­ung nach in der kon­se­quenten Behand­lung verspan­nter muskulär­er Struk­turen und fehlste­hen­der orthopädis­ch­er Struk­turen in regelmäßi­gen Abstän­den, um den Kör­p­er zum Auf­bau ein­er neuen Sta­tik zu bewe­gen.

Ein Ten­nis­arm ist gar nichts ver­glichen mit einem Golf­ball.
(Unbekan­nt)

Wichtig:


Inwieweit ich Fra­gen zu Krankheit­en, deren Ursachen und Ther­a­piean­sätze oder zu mir bekan­nten Ther­a­peuten in Ihrer Wohnort­nähe oder ander­swo beant­worte, lesen Sie bitte unter ANFRAGEN ZU THERAPEUTEN nach.


Ich bedanke mich für Ihr Ver­ständ­nis!

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