Diätproblem

Diätproblem und Fitnesswahn — viele Konzepte und Methoden zum Abnehmen. Fast alle besitzen einen Pferdefuß. Es gibt Pro und Contra für fast alle Ansätze. wichtig sind ein gut geregelter Säure-Basen-Haushalt und eine vernünftige Ernährung!

Diätproblem

In den let­zten Jahren ist die Fit­ness- und Schlankheitswelle über Deutsch­land hereinge­brochen. Ein großer Teil der Deutschen beistzt ein Diät­prob­lem. Es ist nicht nur “trendy” son­dern sicher­lich gesün­der schlank zu sein, weil ein dün­ner Men­sch im Nor­mal­fall weniger Stof­fwech­sel­prob­leme aufweist als ein dick­er. Viele Per­so­n­en definieren ihr Selb­st­wert­ge­fühl haupt­säch­lich über ihre Fig­ur, wollen daher dem neuen Schön­heit­side­al entsprechen und erliegen den Ver­sprechun­gen viel­er Crash-Diäten. Frus­tri­ert müssen viele Diätwillige allerd­ings fest­stellen, dass sich die Prophezeiun­gen der meis­ten Diäten (5 kg in 3 Tagen usw…) nicht ein­stell­ten oder nur vorüberge­hen­der Natur waren, obwohl zum Teil irrsin­nig viel Geld für “Nahrungsergänzungsmit­tel” und spezielle “Diät­pillen” aus­gegeben wurde.

SportNach Möglichkeit sollte Sport Teil einer diätetischen Lebensweise sein. Mehr Muskelmasse bedeutet einen höheren Grundumsatz.

Sport
Nach Möglichkeit sollte Sport Teil ein­er diätetis­chen Lebensweise sein. Mehr Muskel­masse bedeutet einen höheren Grun­dum­satz.

Viele Deutsche mühen sich daher in einem end­losen Kampf in Fit­nessstu­dios ab, die über­flüs­si­gen Pfunde wieder los zu wer­den. Meist ist der Erfolg der Crashdiäten und kurzeit­iger sportlich­er Aktiv­itäten sehr beschei­den und das Gewicht ist am Ende wegen des Jo-Jo- oder Rebound-Effek­tes noch höher als vor Diät-Beginn. Schließlich wer­den die diätetis­chen und sportlichen Bemühun­gen ent­nervt eingestellt, und, um den eige­nen Frust nicht allzu sehr zu offen­baren, ver­tritt man die Mei­n­ung, dass man sich mit starkem Übergewicht / Fettsucht sexy, sinnlich und ero­tisch find­et. Doch ist diese Ansicht in den meis­ten Fällen Selb­st­be­trug.

Die Leben­squal­ität ist wegen der Kör­per­fülle längst deut­lich gesunken und, ob der Part­ner das neue “kör­per­liche For­mat” genau­so attrak­tiv find­et, ist die Frage. Ich hat­te in den ver­gan­genen Jahren viele (stark) übergewichtige Patien­ten, doch fühlte sich kein(e) einzige® Patient(in) in sein­er Haut richtig wohl und hätte gerne nicht mehr als das Nor­mal­gewicht auf die Waage gebracht. Vielle­icht scheit­erten alle Bemühun­gen, das Gewicht zu reduzieren, nur am Ver­ständ­nis für eine richtig gute Ernährung und dem fehlen­den Wis­sen um Stof­fwech­sel­prozesse im Organ­is­mus? Vielle­icht blende­ten auch irrwitzige Ver­sprechun­gen der Fit­ness- und Diätin­dus­trie, und vielle­icht fehlte bish­er die Bere­itschaft, aktiv nach den Ursachen der Gewicht­sprob­leme zu forschen und auf­grund der Erken­nt­nisse das Abnehmen mit einem neuen Konzept anzuge­hen.

Wenn man Stof­fwech­selzusam­men­hänge richtig ver­standen hat, kann die Gewicht­sreg­ulierung langsam und vor­sichtig ges­teuert wer­den. Doch dazu muss sich der Abnehmwillige der Fall­en bewusst sein. Eige­nen Willen und Geduld kann kein noch so tolles Gerät und nur in den sel­tensten Fällen eine Wun­der­pille erset­zen. Im Fol­gen­den will ich ver­suchen, ver­schiedene Stof­fwech­se­laspek­te und einige Mech­a­nis­men des Dick­w­er­dens in aller Kürze ver­ständlich zu beleucht­en und darzule­gen. Das Wichtig­ste ist natür­lich der feste Wille, abnehmen zu wollen, und die entsprechende Nahrung­sum­stel­lung — und dies auf Dauer. Aber bevor wir uns den Einzel­heit­en zuwen­den, wollen wir im näch­sten Absatz erst ein­mal ein paar Fak­ten und Begriffe klären.

Hier geht es ohne Begriff­serk­lärun­gen gle­ich zu den wesentlichen Aspek­ten:

Kalo­ri­en­the­o­rie, viele Kohlen­hy­drate, wil­lenss­chwach?, fet­tfreie Ernährung, Insulin­re­sistenz, Hyper­in­sulin­is­mus, Kohlen­hy­drate, Lebens­mit­tel, Sport, Psy­che, Fette, Süßstoffe, Dum­mer Organ­ism­sus?, Fet­tbinder, Eiweiß­drinks, Wirbel­säule, wichtige Mech­a­nis­men, Schluss­be­merkung, eigene Erfahrun­gen

Begriffserklärungen:

  • Adi­posi­tas:

Definiert man als ein Über­maß an Fett, wenn der Prozentsatz 20 % oder mehr des Durch­schnittswerts über­steigt. Mod­erne Fet­t­analy­segeräte messen den Fet­tan­teil des Kör­pers genau. Beim adipösen Mann find­et sich das Fett beson­ders in der oberen Kör­per­hälft, in Gesicht, Hals und dem Bauch­bere­ich ober­halb des Nabels. Bei der Frau verteilen sich die Fettpol­ster vor allem im unteren Kör­per­bere­ich (Po, Hüften Schenkel­bere­ich und Unter­leib). Eine weit­ere Art der Adi­posi­tas wurde vor kurz­er Zeit erst ent­deckt. Hier find­et man ein Zuviel an Fet­ten in den Eingewei­den des Bauchraums. Man kann diese Fette nicht sehen, und die Taille weist auch einen nor­malen Umfang auf. Aber auch diese Fet­tablagerun­gen kön­nen Dia­betes oder Herz-Kreis­lauf-Erkrankun­gen her­auf­beschwören. Beson­ders Raucherin­nen kön­nen diese tiefen Fettde­pots entwick­eln. Als Kom­p­lika­tio­nen treten vor allem bei Män­nern früh auf:

  • Dia­betes,
  • Hyper­c­ho­les­ter­inämie,
  • Bluthochdruck und Herz- und Gefäßkrankheit­en sind die größten Gefahren.

Bei der Frau sind wegen der Lokali­sa­tion der Fettverteilung gesund­heitliche Risiken sel­tener.

  • Nor­mal­gewicht:

Das Nor­mal­gewicht wird nach fol­gen­der Formel berech­net:

Kör­per­größe — 100 = Nor­mal­gewicht

Ein Mann mit ein­er Kör­per­größe von 190 cm hätte ein Nor­mal­gewicht von 90kg.

  • Ide­al­gewicht:

    Das Ide­al­gewicht beträgt

Gewicht (Mann) =

(Größe — 100) — (Größe — 150) : 4

Gewicht (Frau) =

(Größe — 100) — (Größe — 150) : 2

In dieser Formel sind Alter und Knochen­bau allerd­ings nicht berück­sichtigt. Ein 1,80 m großer Mann bringt mit 72, 5kg sein Ide­al­gewicht auf die Waage.
  • Der Body Mass Index (B.M.I.):

    Dieser Wert bezieht sich auf das Ver­hält­nis zwis­chen Gewicht und dem Quadrat der Größe:

    Index = Gewicht : [Größe x Größe],

    wobei das Gewicht in Kilo­gramm und die Größe in Meter angegeben wird.Der Nor­mal­w­ert liegt beim Mann zwis­chen 20 und 25, bei der Frau zwis­chen 19 und 24. Bei Werten darüber beste­ht bis zu einem Index von 30 Übergewicht, ab 30 Adi­posi­tas. Werte über 40 soll­ten als medi­zinisch behand­lungs­bedürftig eingestuft wer­den. Ein Mann mit einem Gewicht von 90 kg und ein­er Kör­per­größe von 1,90 m besitzt einen BMI von 27,77 und ist damit schon übergewichtig.

  • Kohlen­hy­drate:

    Pflanzen bilden im Rah­men der Pho­to­syn­these aus Kohlen­diox­id und Wass­er in Verbindung mit Son­nen­licht unbeschreib­liche Men­gen an Kohlen­hy­drat­en. Dabei wird die Sonnenen­ergie in chemis­che Energie ver­wan­delt. Lebe­we­sen kön­nen diese chemis­che Energie für sich nutzen. Die Beze­ich­nung Kohlen­hy­drat kommt daher, weil in ihnen Sauer­stoff und Wass­er in einem fes­ten Ver­hält­nis von 2 : 1 vor­liegen (eben­so wie in Wass­er). Chemisch struk­turell kön­nen Kohlen­hy­drate als Wasserverbindun­gen (= Hydrate) beze­ich­net wer­den. Die Zel­lu­lose, das am meis­ten ver­bre­it­ete Kohlen­hy­drat, gibt Pflanzen Struk­tur und Halt und ermöglicht ihnen so Wach­s­tum. Für den Organ­is­mus stellen Kohlen­hy­drate eine schnell ver­füg­bare Energiequelle dar. Es gibt drei ver­schiedene Grup­pen:

    • Mono­sac­cha­ride: Sie sind ein­fache Zuck­er­moleküle. Der wichtig­ste Ein­fachzuck­er ist die Glukose (Trauben­zuck­er). Andere Mono­sac­cha­ride sind die Fruc­tose (Fruchtzuck­er) und Galak­tose.

    • Dis­ac­cha­ride: Sie set­zen sich aus zwei Ein­fachzuck­er­molekülen zusam­men. Sac­cha­rose (Rohr- und Rüben­zuck­er) beste­ht aus Glukose und Fruc­tose, der Milchzuck­er (Lak­tose) beste­ht aus Glukose und Galak­tose. Dis­ac­cha­ride kön­nen in Ein­fachzuck­er ges­pal­ten und so zur Energiev­er­w­er­tung herange­zo­gen wer­den

    • Poly­sac­cha­ride: Manche Diasac­cha­ride kön­nen mit­tels weit­er­er Ein­fachzuck­er zu Vielfachzuck­ern (Poly­sac­cha­ride) verknüpft wer­den. Stärke (Amy­lose) ist solch ein Poly­sac­cha­rid und stellt die pflan­zliche Spe­icher­form der durch die Pho­to­syn­these aufge­baut­en Glu­cose dar. Amy­lose find­et sich vor allem in Wurzeln und Knollen. Bei der Umwand­lung der Stärke durch den Stof­fwech­sel­prozess entste­hen vor allem Glukose und Mal­tose.

  • Glyko­gen

    GlykogenChemische Formel von Glykogen, der Speicherform von Zucker.

    Glyko­gen
    Chemis­che Formel von Glyko­gen, der Spe­icher­form von Zuck­er.

Ist die Spe­icher­form der Glukose (Zuck­er). Men­schlich­es Glyko­gen und pflan­zliche Stärke sind recht ähn­lich struk­turi­ert. Spe­icherorte des Glyko­gens sind vor allem die Leber und Musku­latur des Skeletts. Bei einem Glukose­man­gel im Blut kann es wieder in einzelne Glukosemoleküle zer­legt und im Rah­men des Energie­ver­brauchs ver­bran­nt wer­den.

  • Insulin:

Insulin ist ein Hor­mon, welch­es in den B-Zellen der Langer­han­schen Inseln der Bauch­spe­ichel­drüse gebildet wird. Es steuert den Blutzuck­er­spiegel und ver­sucht, ihn auf einem Wert von 1 g/l zu hal­ten. Es gibt eine schwache, kon­tinuier­liche Grund­ab­son­derung, die z.B. im nüchter­nen Zus­tand die Glukose­pro­duk­tion aus der Leber steuert. Zu Beginn ein­er Mahlzeit wird die Insulin­ab­gabe schon durch einen geschmack­lichen Reiz oder alleine durch den Anblick von Speisen aus­gelöst. Die Inten­sität der Pro­duk­tion von Insulin ist abhängig von der Höhe des Blutzuck­er­spiegels. Insulin hat mehrere wichtige Auf­gaben:

InsulinkristalleHumanes Insulin unter dem Mikroskop.

Insulinkristalle
Humanes Insulin unter dem Mikroskop.

  • den Trans­port der Glukose aus dem Blut in die Zellen
  • die enzy­ma­tis­che Ver­w­er­tung der Glukose in der Zelle (Ver­bren­nung der Glukose in den Kraftwerken [=Mito­chon­drien] der Zelle zur Energiegewin­nung)
  • die Spe­icherung der Glukose in Form von Glyko­gen und Triglyc­eri­den
  • es bee­in­flusst den Fettstof­fwech­sel durch eine Steigerung der Durch­läs­sigkeit der Zellmem­bran für freie Fettsäuren. In den Zellen (Leber- und Fettgewebe) wer­den diese Fettsäuren dann ver­mehrt in Depot­fett ver­wan­delt und gespe­ichert.

Andere Insulin­wirkun­gen:

  • Unter­stützt die Aminosäuren, ins Zellinnere zu gelan­gen

  • Nach der Spe­icherung der Glukose löst es Hypo­glykämie aus (die Zuck­er­spiegel sinken unter das phys­i­ol­o­gisch notwendi­ge Niveau, was sich in der Entwick­lung eines Hungerge­füh­les äußert)

  • Es hält Natri­um und damit auch Wass­er im Kör­p­er zurück

Die Bedeu­tung des Insulins ergibt sich aus der Tat­sache, dass es das einzige Hor­mon zur Senkung des Blutzuck­ers ist. Es ist damit unverzicht­bar für die Ver­w­er­tung der zuge­führten Speisen in Energie und ist außer­dem noch an anderen wichti­gen Vorgän­gen im Kör­p­er beteiligt.

  • Hypo­glykämie

Unter diesem Begriff ver­ste­ht man eine Ver­min­derung des Blutzuck­ers unter einem Wert von 2,8 mmol/l (ca. 0,5 g/l). Beim Erwachen beträgt der Blutzuck­er etwa 1g/l und steigt nach dem Verzehr eines aus­ge­wo­ge­nen Früh­stücks etwa auf 1,4 g/l an. Durch die Ein­wirkung des Insulins sinkt der Blutzuck­er­spiegel inner­halb der näch­sten bei­den Stun­den auf den Aus­gangswert von etwa 1 g/l zurück, um in der näch­sten Stunde bis auf etwa 0,7 g/l zu fall­en. Von diesem niedrig­sten Wert aus klet­tert der Blutzuck­er­w­ert wieder in den Aus­gangs­bere­ich. Das Absinken auf einen Wert von 0,5 g/l tritt vor allem dann auf, wenn auf­grund der Steuerung des Pankreas (= Bauch­spe­ichel­drüse) zu hohe Blutzuck­er­spiegel (zu) schnell gesenkt wer­den. Diese Blutzuck­er­tiefst­werte sind oft mit Symp­tomen wie Angst, Zit­tern, Blässe, Schweißaus­brüchen u.a.m. ver­bun­den. Diese Symp­tomen­vielfalt verdeut­licht schon, dass ein Absinken des Blutzuck­ers auf der­art niedrige Werte ein deut­lich­es Warnsignal darstellt und auf eine (begin­nende) Organ­funk­tion­sstörung oder man­i­feste Krankheit hin­weisen kann.

  • Gluk­agon:

Gluk­agon wird in den A-Zellen der Langer­han­schen Inseln der Bauch­spe­ichel­drüse gebildet und beste­ht aus 29 Aminosäuren. Seine Funk­tion beste­ht darin, über ver­schiedene Prozesse die Glukose aus ihren Spe­icherde­pots zu lösen und so den Blutzuck­er­spiegel wieder anzuheben. Gluk­agon ist prak­tisch der Gegen­spiel­er zum Insulin.

 

  • Ketonkör­p­er

Diese Beze­ich­nung ste­ht für die Azetes­sigsäure, Beta- und Hydrox­ibut­ter­säure, sowie für Ace­ton. Diese Stoffe wer­den bei gesteigert­er Lipol­yse (Abbau der Fettde­pots) ver­mehrt gebildet, wenn Insulin­man­gel oder erhöhte Glu­ka-gonkonzen­tra­tio­nen im Blut vor­liegen oder Hungerge­fühl sich ein­stellt.

 

Soweit zur Klärung der wichtig­sten fach­lichen Begriffe. Im fol­gen­den Text wird das Meiste noch ein­mal in den wichtig­sten Zügen umschrieben.Jetzt geht es zur Aufar­beitung der ver­schieden­sten “Ansätze zum Abnehmen”:

1. Der Schwachsinn der Kalorientheorie

Im Jahr 1930 pub­lizierten die amerikanis­chen Ärzte New­burg und John­ston die The­o­rie, die Adi­posi­tas (Fettsucht) sei das Ergeb­nis ein­er zu kalo­rien­re­ichen Ernährung und nicht Folge ein­er Stof­fwech­sel­störung. Das Ergeb­nis beruhte auf ein­er sehr begren­zten Anzahl an Stu­di­en­teil­nehmern und die Studie wurde über ein zu geringes Zeit­in­ter­vall durchge­führt. Die dama­lige wis­senschaftliche Analyse hält heuti­gen Ansprüchen nicht mehr stand. Trotz­dem kon­nte sich diese Mei­n­ung durch­set­zen, ist immer noch das “Cre­do” viel­er Ernährungswis­senschaftler und stellt den Ansatz viel­er Diäten dar. Jahre später äußerten die bei­den Ärzte Bedenken bezüglich der Ergeb­nisse und Schlussfol­gerun­gen ihrer Studie. Doch es war zu spät, denn die Medi­zin hat­te die falschen Schlussfol­gerun­gen schon verin­ner­licht und in ihre Lehrbüch­er aufgenom­men. Die Kalo­ri­en­the­o­rie funk­tion­iert wie eine Gle­ichung nach den Grund­sätzen der Math­e­matik:

  • Braucht der Men­sch 2.500 Kalo­rien pro Tag, legt er bei ein­er Auf­nahme von 3.500 Kalo­rien 1000 Kalo­rien in Fettpol­stern an.
  • Nimmt er aber nur 1.800 Kalo­rien auf, muss er das Energiede­fiz­it aus den Fet­tre­ser­ven holen.
  • D.h.: Nehme ich mehr Kalo­rien auf, als der Organ­is­mus ver­braucht, nehme ich zu, und ist die Kalo­rien­auf­nahme geringer als der Ver­brauch, nehme ich ab.

Klingt gut, ist aber nicht zu 100 % richtig. Wie hät­ten Kriegs­ge­fan­gene mit ein­er sehr gerin­gen täglichen Kalo­rien­zu­fuhr (etwa 750 Kalo­rien) über Jahre hin­weg bei schw­er­er kör­per­lich­er Arbeit über­leben kön­nen? Ihre Fet­tre­ser­ven wären inner­halb weniger Monate ver­braucht gewe­sen, danach hät­ten sie recht schnell ver­hungern müssen! Ander­er­seits müssten “Vieless­er” mit ein­er täglichen Kalo­rien­auf­nahme von bis zu 5.000 Kalo­rien nach einiger Zeit “platzen”, tat­säch­lich bleiben viele schlank. Und wie ist es zu erk­lären, dass viele Men­schen, die ihre Kalo­rien­zu­fuhr drastisch senken, sog­ar noch zunehmen?

Nehmen wir wirk­lich zu, wenn wir zu viele Kalo­rien zu uns nehmen und nehmen wir wirk­lich ab, wenn wir zu weniger Kalo­rien zu uns nehmen, als wir durch die tägliche Arbeit ver­brauchen, wie es die Kalo­ri­en­the­o­rie behauptet? Diese Über­legung und Argu­men­ta­tion ist richtig und falsch zugle­ich. Wenn wir die Kalo­rien­auf­nahme reduzieren, muss der Kör­p­er seine Fettde­pots angreifen, um Energie aus seinen Reser­ven zu pro­duzieren. Daher nehmen wir zu Beginn ein­er Diät ohne weit­eres auch ganz gut ab. Doch hat der Organ­is­mus gel­ernt, auch mit ein­er gerin­gen Kalo­rien­zu­fuhr seine Prozesse aufrecht zu erhal­ten, da er prak­tisch auf “Sparflamme” umschal­tet und den Stof­fwech­sel “run­ter­fährt”. Der Organ­is­mus kann mit ein­er reduzierten Kalo­rien­zu­fuhr qua­si die gle­iche Leis­tung erbrin­gen. Trotz eines weit­er­hin “leeren Magens” stag­niert die Gewichtsab­nahme und so ganz langsam stellen sich erste Zweifel ein, ob der diätetis­che Ansatz auch richtig ist. Jet­zt müsste der Abnehmende sog­ar noch weniger essen, um eine weit­ere Gewicht­sre­duzierung zu erre­ichen. Hier stößt der Abnehmwillige sowohl physisch und vor allem auch psy­chisch schnell an seine Gren­zen. Irgend­wann ist Schluss mit der Tor­tur eines dauern­den Hungerge­fühls.…

Auf­grund der kalo­rienre­duzierten Ernährungsweise nimmt zu allererst die Muskel­masse ab, da der Kör­p­er die Glukose, die er aus den Fettzellen wiedergewin­nt, erst nach ca. 3 Tagen richtig ver­w­erten kann. Daher wer­den zur Zuck­er- und Energiegewin­nung haupt­säch­lich Eiweiße der Muskelzellen kan­ni­bal­isiert. So kann der Kör­p­er bei ein­er Hungerdiät bis zu 75 g Muskel­masse pro Tag abbauen. Jedoch ver­bren­nt der Organ­is­mus in den Muskeln die meiste Energie. Weniger Muskel­masse heißt aber in diesem Falle auch weniger Energie­ver­bren­nung mit der Folge der Stag­na­tion der Gewichts­b­nahme. Der Abnehmwillige ste­ht vor der Wahl, noch weniger zu essen, um weit­er abzunehmen, oder die aktuelle, stag­nierende Ernährungssi­t­u­a­tion weit­er beizube­hal­ten oder die alte Ernährungsweise wieder aufzunehmen. In vie­len Fällen entschei­det sich der Gefrustete für die let­zte Möglichkeit und hat den Vor­satz, trotz Wieder­auf­nahme alter Ernährungsweisen zumin­d­est sein momen­tanes Gewicht zu hal­ten.

Doch hat er die Rech­nung ohne den Organ­is­mus gemacht. Auf­grund der voraus­ge­gan­genen Hunger­phase will der Organ­is­mus wieder Energie in Fet­tre­ser­ven spe­ich­ern, um für die näch­ste “Hunger­snot” gerüstet zu sein und trans­portiert möglichst viel der ihm jet­zt wieder reich­lich darge­bote­nen Energie in die Fettzellen. Weit­er­hin wer­den kan­ni­bal­isierte Muskelzellen “wieder aufge­baut”. Magere Kör­perzell­masse ist rel­a­tiv schw­er und bringt viel Gewicht nach Restau­rierung. Während der Hunger­phase hat der Organ­is­mus Wass­er ein­ge­lagert, welch­es nach Beendi­gung der Diät nicht alles aus­geschieden wird. Die Folge: In der Summe aller Fak­toren ist nach einiger Zeit nach Beendi­gung der Diät das Gewicht höher als zu Beginn deren Beginn. Das Prinzip “FdH (Friss die Hälfte)” ist also nur bed­ingt und auch nur für kurze Zeit eine Möglichkeit zur Gewichtsab­nahme. Nach Wieder­auf­nahme der alten Ernährungs­ge­wohn­heit­en kann das Gewicht wegen des Jo-Jo-Effek­tes sog­ar noch weit­er nach oben klet­tern.

Erkenntnis:

Eine kalo­rienre­duzierte Diät lässt den Hungern­den fol­gende 3 Phasen durch­laufen:

  • Gewichtsver­lust (mit Hur­rage­fühl)
  • Gewichtssstag­na­tion und Sta­bil­isierung (mit Zweifel und Kapit­u­la­tion)
  • Phase der Gewicht­szu­nahme (mit Frust und Resi­gan­tion).

Doch lei­der befind­et sich das Kör­pergewicht nach ein­er Diät auf einem höheren Niveau als vor deren Beginn. Daher startet der näch­ste Ver­such der Gewichtsab­nahme von einem höheren Grundgewicht aus und endet noch weit­er oben; usw… Unzäh­lige Diätwillige sind schon Opfer der Kalo­ri­en­the­o­rie gewor­den. Sie sind fast vor Hunger gestor­ben, um etwas abzunehmen. Lei­der hat­te sich der Erfolg nicht eingestellt. Sie wur­den zu Sklavin­nen dieser The­o­rie, weil sie fest­stell­ten, dass jed­er Ausstieg aus der Diät zu einem noch höherem Gewicht führte. Und auch von ther­a­peutis­ch­er Seite wer­den sie unter Druck geset­zt. Weil diese keinen Fortschritt bei der Gewichtsab­nahme bemerken, wer­den sie verdächtigt,  heim­lich die Diätregeln zu brechen. Unberechtigter­weise sehen sich Dicke noch starken Vor­wür­fen aus­ge­set­zt.

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2. Übermäßiger Verzehr kohlenhydratreicher Nahrung

Unge­fähr seit den 70ger Jahren wer­den fet­tarme Diäten propagiert. In diesen Diät­for­men wird das Fett zum Großteil durch Kohlen­hy­drate erset­zt. Der Erfolg zeigt sich in einem immer größer wer­den­den Anteil der Dick­en (ca. 50 % der Deutschen sind zu dick) an der Gesamt­bevölkerung, weil wir in der Zwis­chen­zeit ein 1/4 bis 1/3 unser­er Nahrung in Form von leeren und für den Stof­fwech­sel ungün­sti­gen kalorischen Stof­fen zu uns nehmen.

SüßigkeitenLieferant vieler Kalorien in Form von Zucker, der den Glukosespiegel stark belastet. Manchmal wäre ein liebes Wort oder eine Streicheleinheit süßer als Süßes...

Süßigkeit­en
Liefer­ant viel­er Kalo­rien in Form von Zuck­er, der den Glukos­espiegel stark belastet. Manch­mal wäre ein liebes Wort oder eine Stre­ichelein­heit süßer als Süßes…

Ger­ade Zuck­er ist hier als der wirk­lich große Hauptverur­sach­er zu nen­nen. Zuck­er wird schnell ins Blut aufgenom­men und macht energiege­laden und leis­tungsstark. Doch so schnell wie der Zuck­er ins Blut gekom­men ist, ver­schwindet er auch wieder und macht, dass wir uns schlapp, lust­los und unkonzen­tri­ert fühlen. Jet­zt kommt erneutes Ver­lan­gen nach Zuck­er auf, welch­es wiederum zum Verzehr leer­er kalorisch­er Stoffe führt. Der Teufel­skreis begin­nt von vorne. Doch meist erfol­gt der Verzehr in Verbindung mit Fet­ten, was wiederum einen neg­a­tiv­en Ein­fluss haben kann. Dicke Men­schen kon­nten erfahren, welchen Ein­fluss dies auf das Gewicht hat. Der berühmte, braune Bro­tauf­strich aus Hasel­nuss­creme enthält als größten Bestandteil Zuck­er, an zweit­er Stelle ste­ht Fett. In den fol­gen­den Absätzen wird dieser Zusam­men­hang erhöhter Kohlen­hy­dratauf­nahme in Verbindung mit Fett verdeut­licht.

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3. Sind Dicke willensschwach?

Die meis­ten Diäten scheit­ern schon an der Prak­tik­a­bil­ität im All­t­ag. Die anfänglichen Erfolge sind ger­aume Zeit nach Beendi­gung der Diät schnell wieder ver­flo­gen und das Gewicht ist später noch höher als zu deren Beginn. Inten­sive Selb­stvor­würfe pla­gen die Übergewichti­gen, Frozzeleien der Umwelt und Vor­würfe aus der Fam­i­lie lassen nicht nur innere Wut aufkom­men, son­dern die Betrof­fe­nen let­ztlich resig­nieren. Sind gewisse Bemerkun­gen auch “lustig” gemeint, tre­f­fen sie übergewichtige Men­schen doch bis ins Mark. Am Ende ste­hen Res­ig­na­tion und eine weit­er­hin (völ­lig) unge­sunde Ernährung, weil “eh alles nix hil­ft’. Dicke gel­ten als wil­lenss­chwach, charak­ter­los, maß­los, unkon­trol­liert.

 Ein leerer Sack steht nicht Dies ist die allgemeine Ansicht zu dicken Menschen. Zwar trifft dieser Spruch auf viele dicke Menschen wirklich zu, doch müsst man die Vorgeschichte genau kennen. Dicke wollen schon schlanker sein, aber sie können es aufgrund einer Stoffwechsel- problematik nicht. Doch deren Diagnose und Behandlung zählt nicht zu den Stärken der konservativen Medizin. Hier ist meiner Meinung nach vor allem die Orthomolekulare Medizin gefragt, wird der Appetit und das Essverhalten über Botenstoffe des Gehirns und des Darms gesteuert. Und irgendwann resigniert der stärkste Charakter.


Ein leer­er Sack ste­ht nicht

Dies ist die all­ge­meine Ansicht zu dick­en Men­schen. Zwar trifft dieser Spruch auf viele dicke Men­schen wirk­lich zu, doch müsst man die Vorgeschichte genau ken­nen. Dicke wollen schon schlanker sein, aber sie kön­nen es auf­grund ein­er Stof­fwech­sel­prob­lematik nicht. Doch deren Diag­nose und Behand­lung zählt nicht zu den Stärken der kon­ser­v­a­tiv­en Medi­zin. Hier ist mein­er Mei­n­ung nach vor allem die Ortho­moleku­lare Medi­zin gefragt, wird der Appetit und das Essver­hal­ten über Boten­stoffe des Gehirns und des Darms ges­teuert. Und irgend­wann resig­niert der stärk­ste Charak­ter.

Die amerikanis­che Ernährung­sex­per­tin Dr. Rachel Heller musste sich von ihrem Arzt fol­gende Worte anhören:

Sie sehen aus wie ein Schwein, weil Sie essen wie ein Schwein”.

Daraufhin stellte sie ihre Nahrungsauf­nahme auf eine strikt KOHLENHYDRATARME Ernährung um, nahm etwa 160 Pfund ab und kon­nte wegen der verän­derten Ernährungs­ge­wohn­heit­en ihr Wun­schgewicht bis heute hal­ten. Heller betont in ihren Schriften, dass die Sucht nach Zuck­er ihr Leben bes­timmte. So ist es auch bei Dick­en: Meist ist es nicht ein schwach­er Wille, der zu den Ernährungssün­den führt, vielmehr ist es der Zwang des Stof­fwech­sels. Es ist vor allem der Zwang nach Zuck­er und anderen schlecht­en Kohlen­hy­drat­en.

Adipöse Men­schen sind nicht unbe­d­ingt Vieless­er. Wis­senschaftliche Unter­suchun­gen haben gezeigt, dass

  • nur 15% der Adipösen zu viel essen ( 2800 — 4000 kal/Tag)
  • 35% nor­mal essen (2000 — 2700 kal/Tag)
  • 50% zu wenig essen (unter 2000 kal/Tag.

Der Kalo­rienbe­darf dün­ner, dick­er oder adipös­er Men­schen unter­schei­det sich nur wenig voneinan­der. Ver­schiedene wis­senschaftliche Unter­suchun­gen haben dies bewiesen. Wenn sich also wed­er die Menge der aufgenomme­nen Nahrung­noch der Bedarf bei dün­nen bzw. adipösen Men­schen groß unter­schei­den, muss es also andere Mech­a­nis­men geben, die zum Dick­w­er­den führen!

 Kalo­ri­en­the­o­rie, viele Kohlen­hy­drate, wil­lenss­chwach?, fet­tfreie Ernährung, Insulin­re­sistenz, Hyper­in­sulin­is­mus, Kohlen­hy­drate, Lebens­mit­tel, Sport, Psy­che, Fette, Süßstoffe, Dum­mer Organ­ism­sus?, Fet­tbinder, Eiweiß­drinksWirbel­säule, wichtige Mech­a­nis­men, Schluss­be­merkung, eigene Erfahrun­gen

4. Dick trotz fettfreier Ernährung:

Es klingt unglaublich, aber es ist wahr: Selb­st bei fet­tfreier Ernährung kön­nen die “Stau­un­gen am Mit­tleren Ring” (Fettpol­ster) noch größer wer­den. Das funk­tion­iert so:

  • Die über die Nahrungsmit­tel aufgenomme­nen und ver­w­ert­baren Kohlen­hy­drate ver­stof­fwech­selt der Kör­p­er in so genan­nte Ein­fachzuck­er, und hier­von am meis­ten in Glukose.
  • Das in der Bauch­spe­ichel­drüse gebildete Hor­mon Insulin trans­portiert den Treib­stoff Glukose in die Muskeln und Zellen, damit er dort ver­bran­nt wer­den kann.
  • Hat der Organ­is­mus aber mehr Glukose aus der Nahrung aufgenom­men und ins Blut trans­portiert, als die Zellen ver­bren­nen kön­nen, trans­portiert das Insulin diese Zuck­er in die Fettzellen. Hier wer­den die Zuck­er als Fette in Form von Triglyc­eri­den gespe­ichert.

So lässt eine über­mäßig kohlen­hy­dra­tre­iche Ernährung die Fettzellen und das Gewicht anwach­sen. Ein erhöhter Triglyc­erid­spiegel im Blut kann u.a. ein Indika­tor für eine zu kohlen­hy­dra­tre­iche Ernährung sein.

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5. Insulinresistenz

ChromChrom als Bestandteil der Nahrung oder in der Nahrungsergänzung trägt bei ausreichender Konzentration im menschlichen Organismus zur Verbesserung der Insulinresistenz bei.

Chrom
Chrom als Bestandteil der Nahrung oder in der Nahrungsergänzung trägt bei aus­re­ichen­der Konzen­tra­tion im men­schlichen Organ­is­mus zur Verbesserung der Insulin­re­sistenz bei.

Eine stark kohlen­hy­dra­tre­iche Ernährung über lange Zeit kann dazu führen, dass die Zellen den Zuck­er nicht mehr richtig aufnehmen und in Energie umwan­deln kön­nen (= Insulin­re­sistenz, die übri­gens mit der Ortho­moleku­laren Medi­zin pos­i­tiv bee­in­flusst wer­den kann). Aber ger­ade deswe­gen, weil der Zuck­er nicht in die Zellen trans­portiert wer­den kann, pro­duziert der Organ­is­mus noch mehr Insulin, um die energiear­men Zellen bess­er mit Treib­stoff ver­sor­gen zu kön­nen. Diese gesteigerte Insulin­pro­duk­tion jedoch macht Hungerge­füh­le (Insulin ist das Hunger­hor­mon). Der Hunger ver­führt zu ein­er erneuten Nahrungsauf­nahme und eine erneute Zufuhr von Kohlen­hy­drat­en lässt den Blutzuck­er ansteigen. Doch lei­der find­et der viele Blutzuck­er wiederum nicht den Weg in die Muskelzellen, um dort ver­bran­nt zu wer­den, son­dern wird in die Fettzellen zur Spe­icherung trans­portiert.

Da sich der let­zte Prozess sehr schnell vol­lzieht, sinkt der Blutzuck­er­spiegel drastisch bis in den Bere­ich des Unterzuck­ers (Hypo­glykämie) mit den Symp­tomen Unlust und Reizbarkeit. Über das jet­zt entste­hende erneute Hungerge­fühl (auf Süßigkeit, hochkalorische Getränke, das belegte Brötchen zwis­chen­durch.…) und die damit ver­bun­dene Nahrungsauf­nahme ver­sucht der Organ­is­mus den Blutzuck­er­spiegel auf ein nor­males Niveau anzuheben. Da meist wieder schlechte Kohlen­hy­drate verzehrt wer­den, begin­nt der Teufel­skreis von Neuem. Wenn sie fest­gestellt haben, dass Ihr Kind nach Zuck­erverzehr öfters mit solchen Symp­tomen reagiert, lesen Sie doch ein­mal die Kapi­tel zu ADS/ADHS und Legas­the­nie und Ausleitung SCHWERMETALLE.

Kalo­ri­en­the­o­rie, viele Kohlen­hy­drate, wil­lenss­chwach?, fet­tfreie Ernährung, Insulin­re­sistenz, Hyper­in­sulin­is­mus, Kohlen­hy­drate, Lebens­mit­tel, Sport, Psy­che, Fette, Süßstoffe, Dum­mer Organ­ism­sus?, Fet­tbinder, Eiweiß­drinksWirbel­säule, wichtige Mech­a­nis­men, Schluss­be­merkung, eigene Erfahrun­gen

6. Hyperinsulinismus

Dieser Begriff beschreibt den steti­gen Zus­tand erhöhter Insulin­spiegel im Organ­is­mus. Der Kör­p­er kann ein­er­seits wegen der Insulin­re­sistenz die energiear­men Zellen nicht aus­re­ichend mit dem Treib­stoff Zuck­er ver­sor­gen, ander­er­seits pro­duziert er deswe­gen stetig viel Insulin, weil er das Energiede­fiz­it der Zellen aus­gle­ichen will. Doch hohe Glukos­espiegel im Blut bewirken hohe Insulin­spiegel und diese verur­sachen einen steti­gen Anstieg des Kör­pergewicht­es (wie unter “Dick trotz fet­tfreier Ernährung” beschrieben). Ein Teufel­skreis. Das Gewicht wird also vor­wiegend durch die Insulin­re­sistenz und den andauernd hohen Insulin­spiegel im Blut bes­timmt. Dieser Zus­tand kon­tinuier­lich erhöhter Insulin­spiegel ist eine Vorstufe des Dia­betes Typ II, der beson­ders bei Übergewichti­gen häu­fig vorkommt.

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7. Gute und schlechte Kohlenhydrate:

Gute KohlenhydrateFuchtzucker wird vom Organismus anders verstoffwechselt wie der normale Hausshaltszucker, ist damit für die Bauchspeicheldrüse wesentlich verträglicher und führt nicht zu hohen Glukosespiegeln, die zu Hungergefühlen führen.

Gute Kohlen­hy­drate
Fuchtzuck­er wird vom Organ­is­mus anders ver­stof­fwech­selt wie der nor­male Hausshalt­szuck­er, ist damit für die Bauch­spe­ichel­drüse wesentlich verträglich­er und führt nicht zu hohen Glukos­espiegeln, die zu Hungerge­fühlen führen.

Ist es wirk­lich Schwachsinn, Kohlen­hy­drate in Gute und Schlechte zu tren­nen, wenn uns die Wer­bung immer wieder sug­geriert, dass DER TRAUBENZUCKER, DIE LIMONADE und nur DER BROTAUFSTRICH und viele andere Pro­duk­te die wahren Energiespender sind und Leis­tungs­bere­itschaft und Energien­iveau steigern kön­nen? Nein, ist es nicht, denn meist sind diese Pro­duk­te rein­er Zuck­er oder beste­hen zum Großteil aus Zuck­er! In Hyper­in­sulin­is­mus und Insulin­re­sistenz sind die Mech­a­nis­men und Fol­gen ständig erhöhter Kohlen­hy­drat­spiegel im Blut beschrieben. Ins­ge­samt wäre also deut­liche Vor­sicht beim Verzehr stark zuck­er­haltiger Lebens­mit­tel angezeigt. Doch wer­den oft ger­ade diese (meist auch stark bewor­be­nen) Pro­duk­te bewusst gekauft, weil man als Eltern­teil dem Kind nur das Beste gön­nen möchte, und ahnt nicht, dass man damit den Grund­stein für die Fig­ur­prob­leme des Kindes gelegt hat.

Schlechtes KohlenhydratFogaça, ein süßes Brot aus Portugal, ein schlechtes Kohlenhydrat -wie fast alle Brote, die nicht aus vollem Korn hergestellt werden.

Schlecht­es Kohlen­hy­drat
Fogaça, ein süßes Brot aus Por­tu­gal, ein schlecht­es Kohlen­hy­drat -wie fast alle Brote, die nicht aus vollem Korn hergestellt wer­den.

Aber auch die “hohe Qual­ität” indus­triell ver­ar­beit­eter Lebens­mit­tel trägt ihren Teil dazu bei, Gewicht­sprob­leme entste­hen zu lassen: Zuck­er find­et sich in teils großen Men­gen in vie­len Lebens­mit­teln. Den Design­ern von Lebens­mit­teln ist es gelun­gen, nicht nur den Geschmack son­dern auch die Qual­ität eines Lebens­mit­tels nach­haltig zu manip­ulieren. Durch Zugabe von Zuck­er wird der Ein­fluss von Lebens­mit­teln auf den Stof­fwech­sel stark verän­dert:

  • Die indus­trielle Ver­ar­beitung der Lebens­mit­tel entzieht diesen oft wichtige (Ballast)Stoffe. Dadurch kann z.B. die Auf­nahme der Kohlen­hy­dratan­teile dieser Lebens­mit­tel stark beschle­u­nigt wer­den. Sie wer­den daher schneller in Glukose ver­wan­delt und diese flutet fol­glich schnell und hoch im Blut an.
  • Auf diese Glukose­flut im Blut reagiert der Organ­is­mus mit ein­er unmit­tel­bar ein­set­zen­den und gesteigerten Pro­duk­tion an Insulin, um den Blutzuck­er­spiegel in kurz­er Zeit wieder auf ein opti­males Niveau zu senken. Doch so schnell wie die Glukose ins Blut gekom­men ist ver­schwindet sie auch wieder, da die starke Auss­chüt­tung von Insulin die Blutzuck­er­spiegel schnell absinken lässt.

    GlucoseanflutungBei schlechten Kohlenhydraten flutet Glukose schnell und hoch an, worauf der Organismus mit einer hohen Insulinausschüttung reagieren muss, was auf Dauer für die Bauschspeicheldrüse einen hohen Stressfaktor darstellen kann. Wird der Stress der stetig schwankenden Insulinproduktion zu groß, kann das Organ Schaden nehmen. Für die Produktion von Insulin wird übrigens Zink benötigt. Hier zeigt sich wieder die enorme Wichtigkeit der orthomolekularen Stoffe.

    Glu­cosean­flu­tung
    Bei schlecht­en Kohlen­hy­drat­en flutet Glukose schnell und hoch an, worauf der Organ­is­mus mit ein­er hohen Insulin­auss­chüt­tung reagieren muss, was auf Dauer für die Bauschspe­ichel­drüse einen hohen Stress­fak­tor darstellen kann. Wird der Stress der stetig schwank­enden Insulin­pro­duk­tion zu groß, kann das Organ Schaden nehmen. Für die Pro­duk­tion von Insulin wird übri­gens Zink benötigt. Hier zeigt sich wieder die enorme Wichtigkeit der ortho­moleku­laren Stoffe.

  • Jet­zt tritt plöt­zlich die Sit­u­a­tion eines Insulinüberange­bots und eines Man­gels an Glukose im Blut ein. Doch der Organ­is­mus pro­duziert nichts umson­st. Das eigentlich arbeit­slose Insulin (es fehlt Glukose) wen­det sich den mit der Nahrung aufgenomme­nen Fettsäuren (But­ter, Fleisch usw.) zu und spe­ichert diese in den Fettde­pots ab. Viele indus­triell ver­ar­beit­eten Lebens­mit­tel weisen genau diesen Nachteil auf: Der Ver­lust wichtiger Bal­last­stoffe und ander­er Bestandteile (Vit­a­mine) auf­grund der indus­triellen Ver­ar­beitung nimmt den Lebens­mit­teln ihre Ganzheitlichkeit und damit auch in vie­len Fällen die pos­i­tive Wirkung auf den Organ­is­mus.

Ein Beispiel ist das “gute Weißmehl”: Durch die indus­trielle Ver­ar­beitung wer­den dem Korn die Bal­last­stoffe (und mit ihnen die ein Großteil an Vit­a­mi­nen und Min­er­alien) ent­zo­gen. Weißmehl kann deswe­gen schnell vom Organ­is­mus aufgenom­men und in Ein­fachzuck­er umge­wan­delt wer­den.

In der Form eines Ein­fachzuck­ers flutet es schnell im Blut an und löst eine schnelle un

FettleibigkeitTypisches Bild einer Adipositas (Fettleibigkeit). Im Gewebe sind feine Risse aufgrund des Verlusts der Elastizität des Bindegewebes zu erkennen.

Fet­tleibigkeit
Typ­is­ches Bild ein­er Adi­posi­tas (Fet­tleibigkeit). Im Gewebe sind feine Risse auf­grund des Ver­lusts der Elas­tiz­ität des Bindegewebes zu erken­nen.

d erhöhte Insulin­pro­duk­tion aus. Die große Insulin­menge trans­portiert den Zuck­er schnell aus dem Blut. Jet­zt ist zwar noch Insulin im Blut, aber prak­tisch keine Glukose mehr. Das Insulin hil­ft jet­zt die Fettsäuren aus der Nahrung in den Fettde­pots zu spe­ich­ern, was zum Gewicht­sanstieg führt. Genau dieser Prozess tritt beim (häu­fi­gen) Verzehr belegter (mit Wurst, Käse) Weißmehl-Brötchen ein. Es ist vor allem die Kom­bi­na­tion eines “schnellen” Kohlen­hy­drats mit einem fet­ten Belag, was diese Zwis­chen­mahlzeit so unge­sund macht und die Ten­denz zum Dick­w­er­den noch fördert. Mit etwas Phan­tasie fall­en dem geneigten Leser noch viele, viele andere Beispiele ein.

Kalo­ri­en­the­o­rie, viele Kohlen­hy­drate, wil­lenss­chwach?,

fet­tfreie Ernährung, Insulin­re­sistenz, Hyper­in­sulin­is­mus, Kohlen­hy­drate, Lebens­mit­tel, Sport, Psy­che, Fette, Süßstoffe, Dum­mer Organ­ism­sus?, Fet­tbinder, Eiweiß­drinksWirbel­säule, wichtige Mech­a­nis­men, Schluss­be­merkung, eigene Erfahrun­gen

8. Qualität der Lebensmittel

Zunahme des ÜbergewichtsIn beide Altersguppen (6-11 und 12-19 Jahren) ist in Amerika der Anteil von niedrigen 4-5% in der Periode bis 1970 auf 16% in der Periode 1999-2002 gestiegen. In Deutschland ist die Entwicklung nicht viel anders, können die Deutschen inzwischen für sich beanspruchen, fast das dickste Volk in Europa zu sein. Das Übel beginnt meiner Meinung nach schon in der Kindheit mit übermäßigem Süßigkeitenverzehr und setzt sich fort in der Schule mit einer ungenügenden Aufklärung zu hochwertiger Nahrung.

Zunahme des Übergewichts
In bei­de Alters­gup­pen (6–11 und 12–19 Jahren) ist in Ameri­ka der Anteil von niedri­gen 4–5 % in der Peri­ode bis 1970 auf 16 % in der Peri­ode 1999–2002 gestiegen. In Deutsch­land ist die Entwick­lung nicht viel anders, kön­nen die Deutschen inzwis­chen für sich beanspruchen, fast das dick­ste Volk in Europa zu sein. Das Übel begin­nt mein­er Mei­n­ung nach schon in der Kind­heit mit über­mäßigem Süßigkeit­en­verzehr und set­zt sich fort in der Schule mit ein­er ungenü­gen­den Aufk­lärung zu hochw­er­tiger Nahrung.

Kri­tik- und gedanken­los wer­den dena­turi­erte Lebens­mit­tel ver­speist. Nicht nur das Weißmehl ist hier zu nen­nen. Ein Hin­ter­grund ist der oft niedrige Preis solch­er in Massen pro­duziert­er und dena­turi­ert­er Lebens­mit­tel, ein ander­er die immer größer wer­dende Inter­es­selosigkeit in punc­to Ernährung. Der Verzehr an Fer­tig­pro­duk­ten steigt immer mehr an. Fer­tig­pro­duk­te haben viel ihrer Ganzheitlichkeit ver­loren. Zum Teil muss die Nahrung vom Organ­is­mus nicht müh­sam über Stof­fwech­sel­prozesse zerklein­ert wer­den, um an einzelne Bestandteile zu gelan­gen. Sie wer­den dem Kör­p­er in ein­er schnell auf­nah­me­fähi­gen Form ange­boten. Außer­dem wer­den viele Fer­tig­pro­duk­te aus Geschmacks­grün­den zusät­zlich mit Zuck­er ver­set­zt.

Deswe­gen ist es nur logisch, dass der Organ­is­mus viele Kohlen­hy­drate aus Fer­tig­pro­duk­ten schnell in Glukose ver­stof­fwech­selt, was sich in einem schnellen Anstieg des Glukos­espiegels im Blut äußert. Ob diese Form der Auf­nahme von Nahrung nur satt macht oder auch RICHTIG ERNÄHRT will ich hier an dieser Stelle nicht weit­er erörtern. Die Fol­gen eines schnellen Blutzuck­er­anstiegs sind inzwis­chen bestens bekan­nt. Viele Krankheit­en beruhen auf einem Man­gel an Mikro­nährstof­fen wie Vit­a­mine, Aminosäuren, Min­er­alien und Spurenele­menten. Zuerst gehen diese Stoffe bei der Lebens­mit­telver­ar­beitung in vie­len Fällen ver­loren, danach bietet sie uns die Indus­trie in Form von Tablet­ten, Brausen und Pülverchen wieder als Nahrungsergänzungsmit­tel an. Warum bleiben wir nicht gle­ich bei der kostengün­sti­gen Natur?

Erkenntnis

Aus dem oben Geschriebe­nen geht her­vor, dass es weit bess­er wäre, die Nahrung so zusam­men­zustellen, dass

  • prinzip­iell nur langsam anflu­tende Kohlen­hy­drate verzehrt und
  • möglichst (gute) Fette nur in Verbindung mit langsam ver­stof­fwech­sel­baren Kohlen­hy­drat­en ver­speist wer­den soll­ten.

In bei­den Fällen flutet die aus den Kohlen­hy­drat­en gebildete Glukose nur langsam im Blut an, weswe­gen auch die Insulin­pro­duk­tion langsam und kon­tinuier­lich abläuft. Die Insulin­menge ist der Kohlen­hy­drat­menge angepasst, und daher bleibt prak­tisch kein Insulin übrig, um die Fettsäuren aus der Nahrung in den Fettde­pots zu spe­ich­ern. Im Falle der belegten Sem­mel müsste man das Weißmehlbrötchen nur durch eine aus reinem Vol­lko­rn­mehl (am besten Dinkelvol­lko­rn) geback­ene Sem­mel erset­zen. So ein­fach ist das.

Konsequenz für die Bauchspeicheldrüse

Der über­mäßige Verzehr von schlecht­en Kohlen­hy­drat­en set­zt den Blutzuck­er­spiegel starken Schwankun­gen aus, wodurch die Buch­spe­ichel­drüse enorm gereizt wird. Über lange Zeit kann die Bauch­spe­ichel­drüse dies noch ganz gut kom­pen­sieren, aber wegen der steti­gen Belas­tung zeigt sie irgend­wann erste Funk­tion­sstörun­gen. Der ständi­ge Zwang, schnell und viel oder kon­tinuier­lich viel Insulin pro­duzieren zu müssen, führt auf Dauer zu ein­er Über­stra­pazierung der Bauch­spe­ichel­drüse. Wegen des meist mit ein­herge­hen­den Man­gels an Vital­stof­fen kann bei der Bauch­spe­ichel­drüse eine Funk­tion­sstörung auftreten, die let­ztlich sog­ar in einem Dia­betes enden kann. Der sich mit zunehmenden Alter entwick­el­nde Insulin­re­sistenz ist mit ein Aus­lös­er für die Fet­tleibigkeit.

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9. Schlank durch Sport

Jimmy Carter beim JoggingJimmy Carter beim Jogging Jogging, eine Sportart mit anständigem Kalorienverbrauch, aber trotzdem nicht sehr belastend für die Gelenke, wenn sie richtig ausgeführt wird.

Jim­my Carter beim Jog­ging
Jim­my Carter beim Jog­ging Jog­ging, eine Sportart mit anständi­gem Kalo­rien­ver­brauch, aber trotz­dem nicht sehr belas­tend für die Gelenke, wenn sie richtig aus­ge­führt wird.

Der Drang zur Wun­schfig­ur treibt viele Bun­des­bürg­erIn­nen in Fit­nessstu­dios. Denn Sport, so die landläu­fige Mei­n­ung, ist unverzicht­bar zur der Ver­bren­nung der Kalo­rien und Fettde­pots und qua­si “das Mit­tel auf dem Weg zum Wun­schgewicht”. Wer inner­halb von 4 Monat­en nur durch Sport 5 kg abnehmen möchte, müsste schätzungsweise an 5 Tagen in der Woche etwa täglich 90 min joggen. Eine Gewichtsab­nahme durch Sport kann zudem nur durch kon­tinuier­liche Bewe­gung erre­icht wer­den. Der Grund liegt in der Art und Weise, wie der Organ­is­mus den Muskeln die Energie zur Ver­fü­gung stellt.

In der Ruhep­hase ver­braucht der Organ­is­mus ATP (Adenosit­riphoshat, ein Energi­eträger und Energiespe­ich­er des Kör­pers) und Fettsäuren zur Energiegewin­nung. Bei inten­siv­er Bewe­gung ver­wen­det der Organ­is­mus das Glyko­gen der Muskeln für diesen Prozess. Dieses wäre nach etwa 20 min ver­braucht, würde es die einzige Energiequelle darstellen. Nach etwa 25 min inten­siv­er sportlich­er Betä­ti­gung stam­men je etwa 50 % der ver­braucht­en Energie aus dem Glyko­gen und aus der Umwand­lung der Fette (Lipol­yse). Nach 40 min holt sich der Kör­p­er die Energie fast auss­chließlich aus der Lipol­yse. D.h.: Erst nach ein­er kon­tinuier­lichen sportlichen Betä­ti­gung von etwa 40 min Min­dest­dauer kommt es zu ein­er deut­lichen Ver­bren­nung der Fet­tre­ser­ven. In let­zter Kon­se­quenz ist also eine ein­ma­lige sportliche Betä­ti­gung von 6 0min Dauer im Hin­blick auf eine Gewicht­sre­duk­tion effek­tiv­er als 3 mal 30 min. Wer aber die sportliche Betä­ti­gung auf 2 0min lim­i­tiert, ver­bren­nt nur Glyko­gen, welch­es durch die Nahrung sofort wieder erset­zt wird. Wenn man sich für eine Sportart entschei­det, dann sollte man eine Aus­dauer­sportart wählen und die Inter­valle zwis­chen den sportlichen Aktiv­itäten nicht länger als 3 Tage wer­den lassen!

Viele Abnehmwillige machen den Fehler, die Ernährung nicht umzustellen. Was nützt der schweißtreibende Ver­lust einiger Gramm, wenn auf­grund ein­er falschen Ernährung der Organ­is­mus die aus den Fettpol­stern ver­bran­nte Energie schnell wieder erset­zt?!? Was nützt es, 30.- € bis 50.- € im Monat für den Besuch eines Fit­nessstu­dios auszugeben, wenn der Effekt nach ein paar Mahlzeit­en wieder ver­schwun­den ist, weil die Ernährung immer noch falsch ist? Ich möchte nicht missver­standen wer­den: Ich bin nicht gegen Sport und treibe selb­st zumin­d­est etwas Sport. Zum Abnehmen reicht es aber nicht aus, “mal ein paar Meter zu laufen”. Sport in dieser Form unter­stützt sicher­lich eine gesün­dere Lebensweise und wird auch die Sauer­stof­fver­sorgung des Organ­is­mus verbessern. Treiben sie Sport haupt­säch­lich zum Vergnü­gen, denn Bewe­gung schadet nie, es sei denn Sie wollen mit einem ehrgeizigen Pro­gramm mit einem untrainierten Kör­p­er zur Gewichtsab­nahme Höch­stleis­tun­gen voll­brin­gen! Ger­ade Adipöse haben das Prob­lem ein­er über­starken Belas­tung der Gelenke durch das eigene Kör­pergewicht, wenn sie sportlich aktiv sind. Wie sollen Adipöse 40 min Aus­dauer­sport machen, wenn die Gelenke nicht mit­spie­len?

Sport als Mit­tel zum Abnehmen erin­nert stark an die Kalo­ri­en­the­o­rie. Auch hier geht es um Kalo­rien­ver­brauch und Kalo­rien­zu­fuhr. Was gerne vergessen wird: Im Kör­p­er passt sich die Stof­fwech­sel­lage dem neuen “Ange­bot- und Nach­fragev­er­hält­nis” an und der Organ­is­mus reduziert die Stof­fwech­selvorgänge, wenn Sport immer mit der gle­ichen Regelmäßigkeit aus­geübt wird (Erin­nern Sie sich an die Gefan­genen des II. Weltkrieges, die trotz ger­ing­ster Kalo­rien­zu­fuhr leis­tungs­fähig waren). Um mit Sport auf Dauer abzunehmen, müsste das Aus­maß der sportlichen Betä­ti­gung also stetig gesteigert wer­den, da sich der Organ­is­mus immer dem Ange­bot anpasst. Wird der Sport im gle­ichen Rah­men weit­er aus­geübt, ist oft festzustellen, dass das Kör­pergewicht wieder auf das alte Niveau klet­tert. Wird aber die sportliche Aktiv­ität ver­ringert oder sog­ar eingestellt, kann das Gewicht sog­ar noch deut­lich nach oben gehen.

Leichte Bewe­gung hil­ft beson­ders adipösen Per­so­n­en, deren Fettzellen gegen das Insulin resistent sind, und weswe­gen die Bauch­spe­ichel­drüse ver­mehrt Insulin pro­duziert, um die Fol­gen der Insulin­re­sistenz auszu­gle­ichen. Ein weit­er­er Nachteil ein­er Adi­posi­tas ist die Störung der Wärme­pro­duk­tion des Organ­is­mus, denn para­dox­er­weise braucht man, je aus­geprägter die Adi­posi­tas ist, um so weniger Energie für eine Anstren­gung. Bei inten­siv­er sportlich­er Betä­ti­gung sollte darauf geachtet wer­den, in aus­re­ichen­der Menge ORTHOMOLEKULARE MEDIZIN einzunehmen, da son­st die Gefahr erhöhter arte­riosklero­tis­ch­er Ablagerun­gen beste­ht.

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10. Psychische Ursachen

Einfluss der PsycheErlebnisse aus der Kindheit können im Erwachsenenalter nachwirken und Menschen zu eigentlich nicht gewollten Verhaltensweisen trieben. Viele Abnehmwillige leiden unter psychischen Störungen - Störungen des Botenstoff- haushalts des Gehirns. Es gibt jedoch einen Botenstoff, der beeinflusst die Psyche und das Essverhalten - Serotonin. Doch bei den allermeisten Diäten wird auf die individuelle Stoffwechsellage (wichtig für die Bildung der Botenstoffe) kein Wert gelegt. Doch gerade darauf kommt es an.

Ein­fluss der Psy­che
Erleb­nisse aus der Kind­heit kön­nen im Erwach­se­nenal­ter nach­wirken und Men­schen zu eigentlich nicht gewoll­ten Ver­hal­tensweisen trieben. Viele Abnehmwillige lei­den unter psy­chis­chen Störun­gen — Störun­gen des Boten­stoff- haushalts des Gehirns. Es gibt jedoch einen Boten­stoff, der bee­in­flusst die Psy­che und das Essver­hal­ten — Sero­tonin. Doch bei den aller­meis­ten Diäten wird auf die indi­vidu­elle Stof­fwech­sel­lage (wichtig für die Bil­dung der Boten­stoffe) kein Wert gelegt. Doch ger­ade darauf kommt es an.

Ein weit­er­er Aspekt, der nor­maler­weise vergessen wird, ist die Psy­che. Psy­chis­che Belas­tun­gen, die teils in der Kind­heit ihre Ursprünge haben kön­nen, wirken sich auch auf das Stof­fwech­selgeschehen aus und kön­nen zur Dick­leibigkeit führen. Hier sollte ein aus­führlich­es Gespräch mit einem Ther­a­peuten Klarheit ver­schaf­fen, ob Erleb­nisse aus der Ver­gan­gen­heit als aus­lösende Fak­toren in Betra­cht kom­men. Eine fan­tastis­che Möglichkeit, schnell die psy­chis­che Block­ade zu ermit­teln ist die Kine­si­olo­gie. Sie ist ein Muskel­testver­fahren, welch­es erlaubt, die Wun­den aus der Ver­gan­gen­heit inner­halb kurz­er Zeit zu bes­timmten. Die Kine­si­olo­gie und KLASSISCHE HOMÖOPATHIE sind zwei sehr potente Ver­fahren, welche zur Lösung von Stress und (Stof­fwech­sel-) Block­aden aus der Ver­gan­gen­heit einge­set­zt wer­den kön­nen.

Der Stof­fwech­sel des men­schlichen Gehirns ist sicher­lich noch nicht völ­lig erforscht. Immer wieder ent­deckt man neue Boten­stoffe zur Steuerung der ver­schieden­sten Funk­tio­nen. Das labile Gle­ichgewicht der Stof­fwech­sel­reak­tio­nen der Gehirnzellen wird durch einen Man­gelzu­s­tand eines benötigten Stoffes empfind­lich gestört. Daher besitzen psy­chis­che Verän­derun­gen auch immer einen bio­chemis­chen Aspekt. Das weiß auch die Schul­medi­zin. Daher set­zt sie zur Behand­lung von Depres­sio­nen phar­makol­o­gis­che Sub­stanzen ein, die in den Haushalt der Boten­stoffe ein­greifen.

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11. Böse Fette?

ButterFette werden in vielen Fällen zu Unrecht verteufelt. Der übermäßige Kohlenhydrat- verzehr ist in meinen Augen wesentlich gefährlicher.

But­ter
Fette wer­den in vie­len Fällen zu Unrecht ver­teufelt. Der über­mäßige Kohlen­hy­drat- verzehr ist in meinen Augen wesentlich gefährlich­er.

Fette sind tierisch­er (Fleisch, But­ter, Fisch, Käse..) und pflan­zlich­er (Öle, Mar­garine) Herkun­ft und lassen sich in 3 Kat­e­gorien ein­teilen:

  • gesät­tigte Fettsäuren (haupt­säch­lich in Eiern, Fleisch, Milch­pro­duk­te)
  • ungesät­tigte Fettsäuren (z.B. Olivenöl)
  • mehrfach ungesät­tigte Fettsäuren (z.B. Leinöl, Fis­chöl)

Fette sind leben­snotwendig, denn sie enthal­ten neben etlichen Vit­a­mi­nen so genan­nte essen­tielle Fettsäuren und wer­den zur Bil­dung ver­schieden­er Hor­mone benötigt. Die Fettver­w­er­tung wird bee­in­flusst, wenn Fette mit schlecht­en Kohlen­hy­drat­en kom­biniert wer­den. Hier verän­dert das Insulin die nor­male Ver­w­er­tung der Fette. Zu viele Fette (die durch­schnit­tliche Ernährung beste­ht aus min­destens 40 % Fett; der Höchst­wert sollte jedoch 30 % nicht über­schre­it­en) in Verbindung mit zu vie­len schlecht­en Kohlen­hy­drat­en führen zu ein­er Gewicht­szu­nahme (siehe gute und schlechte Kohlen­hy­drate). Prinzip­iell sollte bei diesem Ansatz der Gewichtsab­nahme auf die Ver­wen­dung guter Fette geachtet wer­den. Die Wahl der Fette hat auch einen Ein­fluss auf die Höhe des Cho­les­terin­spiegels, denn die Ein­nahme guter Fette hil­ft den Gehalt schlechter Fette im Blut zu senken. Dazu mehr unter CHOLESTERIN.

Bei der Auf­nahme von Fett alleine wird der Blutzuck­er­spiegel nicht bee­in­flusst, denn es wird keine Glukose ins Blut abgegeben. Fol­glich find­et auch keine Abgabe von Insulin ins Blut statt. Der Verzicht auf Fett alleine macht nicht schlank. Die “Light-Welle”, die aus Ameri­ka zu uns geschwappt ist, beweist es: Obwohl die Amerikan­er am meis­ten auf fet­tre­duzierte Diäten und Ernährung set­zen, zählen sie zu den dick­sten Völk­ern der Welt. Und zudem lässt sich der Ver­brauch­er sehr leicht täuschen und in die Irre führen:

  • Früher durfte Fett noch nahrhaft sein, deswe­gen bestanden gewisse Inter­essens­grup­pen darauf, dass der Fettge­halt des Käse ohne Wasser­an­teil angegeben wurde. In der dama­li­gen Zeit wollte man auf der Ver­pack­ung eines Käs­es als Beweis für den Nährw­ert hohe Prozentzahlen vor­weisen und gab den Fettge­halt ohne Wasser­an­teil in % Fett i.Tr. = Prozent Fett in Trock­en­masse an.
  • Heute ist Fett als Dick­mach­er ver­pönt, daher beste­ht Inter­esse, niedrige Prozentzahlen auf die Ver­pack­ung druck­en zu kön­nen. Jet­zt lautet die Angabe % Fett abso­lut. Hier wurde der Wasserge­halt des Fettes mit ein­gerech­net, wodurch man optisch niedrigere Prozen­twerte erre­icht.
  • Der Fet­tan­teil bei 20 % Fett i.Tr. und 20 % Fett abso­lut ist aber gle­ich. War Ihnen dies bewusst?

Der hohe Verzehr dena­turi­ert­er Lebens­mit­tel und der immense Zuck­erkon­sum führen zu Hyper­in­sulin­is­mus, welch­er die Spe­icherung der gle­ichzeit­ig mit der Nahrung aufgenomme­nen Fette in den Fettde­pots fördert.. Die Fet­tre­duk­tion alleine ist also nicht der Schlüs­sel zum Erfolg.

Kalo­ri­en­the­o­rie, viele Kohlen­hy­drate, wil­lenss­chwach?, fet­tfreie Ernährung, Insulin­re­sistenz, Hyper­in­sulin­is­mus, Kohlen­hy­drate, Lebens­mit­tel, Sport, Psy­che, Fette, Süßstoffe, Dum­mer Organ­ism­sus?, Fet­tbinder, Eiweiß­drinksWirbel­säule, wichtige Mech­a­nis­men, Schluss­be­merkung, eigene Erfahrun­gen

12. Süßstoffe

AspartamDreidimensionales Modell des Süßstoffes Aspartam. Es gibt auch Kritiker dieses Stoffes, welche Aspartam nach Zerfall in seine Grundsubstanzen Asparaginsäure (40%), Phenylalanin (50%) (zwei Aminosäuren) sowie Methanol (10%) (ein Alkohol) schädigende Wirkungen zuschreiben. Im Falle der Aminosäuren soll es u.a. die hohe Menge freier ungebundener Aminosäuren sein. Methanol soll sich im Körper anreichern und auch schon in geringen Mengen Nerven schädigende Wirkung entfalten.

Aspar­tam
Drei­di­men­sion­ales Mod­ell des Süßstoffes Aspar­tam. Es gibt auch Kri­tik­er dieses Stoffes, welche Aspar­tam nach Zer­fall in seine Grund­sub­stanzen Aspara­gin­säure (40 %), Pheny­lalanin (50 %) (zwei Aminosäuren) sowie Methanol (10 %) (ein Alko­hol) schädi­gende Wirkun­gen zuschreiben. Im Falle der Aminosäuren soll es u.a. die hohe Menge freier unge­bun­den­er Aminosäuren sein. Methanol soll sich im Kör­p­er anre­ich­ern und auch schon in gerin­gen Men­gen Ner­ven schädi­gende Wirkung ent­fal­ten.

Ist es wirk­lich so, dass Süßstoffe ein gle­ich­w­er­tiger und unge­fährlich­er Ersatz für Zuck­er sind und uns beim Abnehmen unter­stützen? Wenn man sich anschaut, wo Süßstoffe einge­set­zt wer­den, kön­nten da leichte Zweifel aufkom­men… Es gibt im Wesentlichen 4 Grup­pen von Süßstof­fen:

  • Sac­cha­rin:

    der älteste Süßstoff. Er wird vom Kör­p­er gar nicht aufgenom­men und stand im Ver­dacht kreb­ser­re­gend zu sein.

  • Cycla­mat:

    Auch hier wurde eine hitzige Kreb­s­diskus­sion geführt. Ihm wird Nachgeschmack nachge­sagt.

  • Polyalko­hole:

    Sie sind Massen­süßstoffe und wer­den u.a. in Schoko­lade light, Bon­bons und Kau­gum­mis ver­wen­det. (Die Angabe “zuck­er­fre“‘ bei diesen Pro­duk­ten bedeutet nur, dass keine Sac­cha­rose enthal­ten ist. Es dür­fen daher andere Kohlen­hy­drate wie Glukose, Fruc­tose oder Zuck­er­alko­hole wie Polyphe­nole enthal­ten sein. Diese haben aber den sel­ben Nährw­ert wie die anderen Kohlen­hy­drate!).

  • Aspar­tam:

    Es wurde 1965 ent­deckt und set­zt sich aus den bei­den natür­lichen Aminosäuren Pheny­lanalin und Aspara­gin­säure zusam­men. Selb­st für höch­ste Dosen von 2,5 mg pro kg Kör­pergewicht sind für Aspar­tam keine schädlichen Wirkun­gen nachgewiesen. Auch bei Aspar­tam stand ein kreb­saus­lösender Effekt im Raum, kon­nte aber defin­i­tiv von der amerikanis­chen FDA (amerikanis­che Lebens­mit­tel- und Arzneimit­telkon­troll­be­hörde) wider­legt wer­den. Eine Per­son mit 80 kg kön­nte gefahr­los etwa 150 Tablet­ten Aspar­tam (Han­del­sname Nutrasweet ®) über län­gere Zeit zu sich nehmen, ohne langfristig der Gefahr von Gesund­heitss­chädi­gun­gen aus­ge­set­zt zu sein (nach WHO = Welt­ge­sund­heit­sor­gan­i­sa­tion).

Die Ver­wen­dung eines Süßstoffes scheint in gesund­heitlich­er Hin­sicht unbe­den­klich zu sein. Doch ein Prob­lem lässt sich nicht leug­nen: Der Organ­is­mus stellt sich beim Essen süßstof­fgesüßter Speisen auf die Ver­stof­fwech­selung von Süße (Zuck­er und Kohlen­hy­drat­en) ein. Wegen der erwarteten Glukosean­flu­tung im Blut pro­duziert der Organ­is­mus reich­lich Insulin; die hohe Glukosean­flu­tung bleibt jedoch aus, weswe­gen der Insulinüber­schuss im Blut Hungerge­füh­le verur­sacht, die durch neuer­liche Nahrungsauf­nahme gestillt wer­den. In Eng­land unter­suchte Dr. John Blun­dell von der Uni­ver­stät Leeds den Ein­fluss der Süßstoffe auf den Stof­fwech­sel und die Nahrungsauf­nahme. Er führte die Unter­suchungsrei­he bei Per­so­n­en, die gerne nascht­en und Süßes aßen, durch. Mor­gens um 11.00 Uhr gab er seinen Ver­suchsper­so­n­en einen Joghurt mit Zuck­er (294 kcal) oder mit Süßstoff (131 kcal). Nach mind. 2 Stun­den Wartezeit kon­nten die Ver­suchsper­so­n­en nach Herzenslust speisen. Sie kon­nten essen, wann, soviel und was sie woll­ten. Am Ende des Tages wurde die Kalo­rien­auf­nahme der einzel­nen Ver­suchsper­so­n­en mit einan­der ver­glichen:

  • Die Ver­suchsper­so­n­en, welche den zuck­ergesüßten Joghurt am Mor­gen ver­speist hat­ten, nah­men im Ver­lauf des Tages im Mit­tel 2.200 Kalo­rien zu sich.
  • Die Süßstof­f­gruppe, die kalo­rien­ar­men Joghurt gegessen hat­te, brachte es im Laufe des Tages auf 2.400 Kalo­rien.
  • Das Ergeb­nis:
    “Wer Süßstoff nimmt, isst mehr. Unsere Zunge läst sich betrü­gen, unser Kör­p­er nicht” (Dr. Blun­dell).

Auf­grund des vorher beschriebe­nen Phönomens wer­den Süßstoffe mit Erfolg in der Schweine­mast einge­set­zt. Es spricht prinzip­iell nichts gegen eine Ver­wen­dung der Süßstoffe in der Küche, der Abnehmwillige sollte es aber mit der Ver­wen­dung der Süßstoffe auch nicht übertreiben, son­st stellen sich Hungerge­füh­le ein.…


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13. Der Organismus ist nicht dumm

D ie Art und Weise der Funk­tion des Stof­fwech­sels ist das Ergeb­nis ein­er lan­gen Enwick­lung. In Urzeit­en waren Lebens­mit­tel knapp und der homo sapi­ens musste viel jagen, um auch Fleisch auf den Speise­plan zu bekom­men. In späteren Zeit­en war das Ange­bot an Lebens­mit­teln nicht mehr ganz so beschränkt, aber immer noch so dürftig, dass vor allem eine nicht aus­re­ichende Ernährung für viele Epi­demien und Infek­tion­skrankheit­en gemacht wur­den. Erst in jün­ger­er Ver­gan­gen­heit hat sich die Ernährungssi­t­u­a­tion so verän­dert, dass wir keinen Hunger mehr lei­den müssen und kön­nen Nahrung im Über­fluss kaufen. Doch kon­nte sich der men­schliche Stof­fwech­sel sich dieser rapi­den Verän­derung nicht so schnell anpassen. Er besitzt immer noch das “Stof­fwech­sel-Pro­gramm” aus der Urzeit und im Labor Men­sch wird jed­er Nahrungs­be­standteil opti­mal verwertet.Der Organ­is­mus prüft ganz genau, wie viel an Nahrung er zu sich nimmt, woraus die Nahrung (natür­liche Kohlen­hy­drate, natür­liche Fette, natür­liche Eiweiße) beste­ht. Zuck­er mag noch so leer sein, ist natür­lich, aber Süßstoffe sind kün­stlich. Der Bluff funk­tion­iert nicht, der Stof­fwech­sel holt sich, worauf er eingestellt ist…


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14. Chemie gegen Fett

In der Zwis­chen­zeit gibt es mehrere Sub­stanzen, um auf chemis­chen Wege, den Gewicht­sprob­le­men zu begeg­nen:

  • Lipase­hem­mer:

    Die Sub­stanz Orli­s­tat (Xeni­cal®) hemmt das wichtig­ste Enzym der Fettver­dau­ung, weswe­gen ca. 30 % der aufgenomme­nen Fettmenge unver­daut über den Stuhl aus­geschieden wer­den. Stu­di­en zeigten, dass der Gewichtsver­lust unter Xeni­cal mit 10 kg um 4 kg höher war als die Gewicht­sre­duk­tion in der Ver­gle­ichs­gruppe, die ein Schein­medika­ment erhielt (Durch­schnitts- werte über 1 Jahr). Die Stu­di­en­teil­nehmer mussten sich allerd­ings kalo­rienre­duziert (!) ernähren. Bei ein­er weniger strik­ten kalo­rienre­duzierten Ernährung im zweit­en Jahr soll sich das Gewicht sog­ar um 2 kg erhöht haben (Durch­schnittswerte). Es gibt auch Berichte wesentlich höher­er Gewicht­sre­duzierun­gen inner­halb recht kurz­er Zeit (5 kg in 2 Monat­en). Doch die Frage ist, wie lange ist der Ver­wen­der dazu bere­it, täglich 3 Tablet­ten einzunehmen. Beim Abset­zen des Medika­mentes zeigt sich im Nor­mal­fall eine rasche Gewicht­szu­nahme. Es scheint so zu sein, dass die Ein­nahme von Orli­s­tat die Zusam­menset­zung und den Geruch des Stuhls deut­lich verän­dern und zum Teil auch schwierig beherrschbar machen kann. Orli­s­tat ist in der BRD rezeptpflichtig.

  • Sero­tonin- oder Nora­dren­a­lin­auf­nah­me­hem­mer:

    Die Sub­stanz Sibu­tramin (Reduk­til®) ist mit den Amphet­a­mi­nen ver­wandt und hat eben­so wie diese einen Appetit dämpfend­en Effekt. Eigentlich sollte Sibu­tramin als Anti­de­pres­sivum einge­set­zt wer­den, doch war der anti­de­pres­sive Effekt zu ger­ing. Der Effekt der Gewichtsab­nahme ist ähn­lich dem von Orli­s­tat. Beim Abset­zen es Medika­mentes kommt es zum Jo-Jo-Effekt; es scheint so zu sein, dass die Per­so­n­en, die mit Sibu­tramin am meis­ten abgenom­men haben, auch wieder am meis­ten zunehmen.

  • Chi­tosan:

    Ist ein Abkömm­ling des Chitins, ein­er Sub­stanz, die z.B. in Insek­ten, Schalen- und Krus­ten­tieren vorkommt. Es hat die Fähigkeit in hohem Maße Fett zu binden, da es ion­isch pos­i­tiv geladen ist und deswe­gen das neg­a­tiv geladene Fett im Darm wie ein Mag­net anzieht und bindet. Chi­tosan kann das 6- bis 8-Fache des Eigengewichts binden.Diese Bindung kann nicht mehr rück­gängig gemacht wer­den, so dass ein­mal gebun­denes Fett nicht mehr aufgenom­men wer­den kann und aus­geschieden wird. Auch hier stellt sich die Frage, ob man langfristig bere­it ist, täglich mehrere Tablet­ten einzunehmen, von den Kosten gar nicht zu reden. Und auch hier gibt es den Rebound- oder Jo-Jo-Effekt: Nach dem Abset­zen der Ein­nahme klet­tert das Gewicht wieder nach oben.

  • Forschun­gen:

    Mehrere phar­mazeutis­che Fir­men forschen zurzeit an Pro­duk­ten zum Abnehmen. So ver­sucht man ein Medika­ment zu find­en, um den Appeti­tan­reger NPY zu block­en. Weit­er sind in Ameri­ka Bestre­bun­gen im Gange, die Sub­stanz Bromocriptin (eigentlich für Dia­betes entwick­elt) als Pille gegen Fettsucht zu etablieren.

Alle hier vorgestell­ten Sub­stanzen führen zu ein­er Gewicht­sre­duk­tion. Jedoch sehe ich in diesen Sub­stanzen nicht die Lösung des Prob­lems, da in erster Lin­ie nicht an der Ursache der Gewicht­szu­nahme ange­set­zt wird. Es ist zu mech­a­nis­tisch gedacht, dass eine Reduzierung der Fet­tauf­nahme den Gewichts- und Fettzuwachs im Organ­is­mus ver­hin­dern kön­nte. Eine ähn­liche Denkweise zeigt sich auch im Ther­a­pieansatz bei zu hohen Cho­les­terin­spiegeln, die Fet­tauf­nahme zu reduzieren; doch wie vie­len Patien­ten ist es wirk­lich gelun­gen, durch starken Fettverzicht die Cho­les­terin­spiegel in den nor­malen Bere­ich zu drück­en? Die vorgelegten Stu­di­en zu oben genan­nten Sub­stanzen wur­den mit ein­er gle­ichzeit­ig real­isierten Diät durchge­führt. Insofern ist vielle­icht der Effekt der Gewicht­sre­duk­tion nicht alleine den ein­genomme­nen Sub­stanzen zuzuschreiben? Und was macht die Ein­nahme dieser Sub­stanzen für einen Sinn, wenn nach dem Abset­zen der Organ­is­mus wieder in die Phase der Gewicht­szu­nahme zurück­kehrt? Ist es da nicht bess­er, sich bezüglich der Mech­a­nis­men des Dick­w­er­dens im Klaren zu sein, und durch kon­se­quente Umstel­lung der Ernährung und Lebensweise vernün­ftig Gewicht zu ver­lieren und dann auch hal­ten zu kön­nen?

Auf­grund neuer­er Forschun­gen sollen sich die Ansicht­en über die Entste­hung der Adi­posi­tas geän­dert haben:

  • Psy­cho­gene The­o­rien sollen weit­ge­hend in den Hin­ter­grund und genetis­che Aspek­te in den Vorder­grund getreten sein.
  • Die Adi­posi­tas entste­he durch ein Zusam­men­spiel genetis­ch­er Fak­toren und Ver­hal­tens­muster, wodurch ein Missver­hält­nis zwis­chen Energieauf­nahme und Energie­ver­brauch entste­hen soll. So entste­he eine pos­i­tive Energiebi­lanz.
  • Die genetis­chen Fak­toren kön­nten bis­lang nicht bee­in­flusst wer­den, aber durch eine Verän­derung der Ess­ge­wohn­heit­en (richtig), durch eine Nor­mal­isierung des Fettverzehrs (bin ich auch dafür) und durch inno­v­a­tive Medika­mente (muss nicht sein) könne eine Adi­posi­tas pos­i­tiv bee­in­flusst wer­den.
  • Zusät­zlich sei die Energiedichte in der Ernährung zu berück­sichti­gen. Fette haben eine Dichte von 9 kcal/g, Alko­hol von 7k cal/g Pro­teine und Kohlen­hy­drate von 4 Kcal/g. Die aufgenommene höhere Energiedichte der Fette solle sich auf das Kör­pergewicht auswirken (da die Ver­bren­nung von 1 g Fett bei gle­ich­er kör­per­lich­er Aktiv­ität wesentlich mehr Zeit erfordert als die Ver­bren­nung von 1 g Kohlen­hy­drat).

Auch hier klingt die Argu­men­ta­tions­kette irgend­wie logisch. Genetis­che Fak­toren wer­den allerd­ings gerne herange­zo­gen, wenn die eigentlichen Gründe nicht bekan­nt sind (oder nicht erkan­nt oder ver­schleiert wer­den sollen?). Let­ztlich ist das Insulin der entschei­dende Fak­tor für die Fet­tleibigkeit, wie in den voraus­ge­gan­genen Abschnit­ten dargelegt wurde. Die obi­gen Hypothe­sen zur Entste­hung ein­er Adi­posi­tas machen aus einem kurzzeit­i­gen Ver­wen­der solch­er Fet­tblock­er einen Dauerkun­den. Sind deswe­gen diese neuen Hypothe­sen “ent­standen”, um Betrof­fe­nen die Moti­va­tion zu geben, dem Fett über Pillen zu Leibe zu rück­en? Vielle­icht wäre es für den adipösen Men­schen bess­er, sein vieles Geld in gute Aufk­lärungslit­er­atur zu steck­en, sich bestens zu informieren, nur richtig gute Nahrung zu verzehren und auch davon ein­mal richtig gut essen (aber eben nur Gutes) zu gehen?

Kalo­ri­en­the­o­rie, viele Kohlen­hy­drate, wil­lenss­chwach?, fet­tfreie Ernährung, Insulin­re­sistenz, Hyper­in­sulin­is­mus, Kohlen­hy­drate, Lebens­mit­tel, Sport, Psy­che, Fette, Süßstoffe, Dum­mer Organ­ism­sus?, Fet­tbinder, Eiweiß­drinksWirbel­säule, wichtige Mech­a­nis­men, Schluss­be­merkung, eigene Erfahrun­gen

15. Eiweißdrinks — auch nicht die Lösung!

Chemische Struktur der Aminosäure MethioninChemische Struktur der Aminosäure Methionin Methionin ist z.B Ausgangsstoff für das Hormon Adrenalin, welches den Organismus auf Leistung einstellt. Es ist eine essentielle Aminosäure, da es vom Menschen selbst nicht hergestellt werden kann. Eiweiß ist die wichtigste Nahrungsquelle für den menschlichen Organismus. Bei nicht ausreichenden Aminosäurespiegeln im Blut reagiert der Körper mit einem Hungergefühl.

Chemis­che Struk­tur der Aminosäure Methion­in
Chemis­che Struk­tur der Aminosäure Methion­in Methion­in ist z.B Aus­gangsstoff für das Hor­mon Adren­a­lin, welch­es den Organ­is­mus auf Leis­tung ein­stellt. Es ist eine essen­tielle Aminosäure, da es vom Men­schen selb­st nicht hergestellt wer­den kann. Eiweiß ist die wichtig­ste Nahrungsquelle für den men­schlichen Organ­is­mus. Bei nicht aus­re­ichen­den Aminosäurespiegeln im Blut reagiert der Kör­p­er mit einem Hungerge­fühl.

Vielerorts wer­den Eiweiß­drinks zum Abnehmen ange­boten. Hier nimmt man ca. 50 g — 80 g Eiweiß in Flüs­sigkeit gelöst als Ersatz für eine Mahlzeit ein. Diese Eiweiße liefern ca. 500 Kalo­rien pro Tag und ver­sprechen ein Abnehmen ohne Muskelschwund. Da hier keine Kohlen­hy­drate zuge­führt wer­den, kommt es zu einem Absinken des Blutzuck­er­spiegels und damit auch ein­er Ver­min­derung der Insulin­ab­gabe ins Blut. Der Stof­fwech­sel ist gezwun­gen, Energie über die Auflö­sung der Fet­tre­ser­ven zu gewin­nen. Doch auch Pro­tein­drinks haben Nachteile:

  • Wis­senschaftliche Stu­di­en haben gezeigt, dass es während ein­er ersten län­geren Phase trotz­dem zu einem Muskelschwund kommt, der unge­fähr ab dem 20. Tag stoppt. Deswe­gen sind etwa 25 % des Gewichtsver­lusts auf Muskelschwund zurück­zuführen (man muss aber auch zugeben, dass Übergewichtige nor­maler­weise mehr Muskel­masse haben).
  • Unter diesen Pro­teindiäten find­et ein reich­lich­er Salzver­lust und mit ihm ein­herge­hend ein Wasserver­lust statt, was natür­lich auch Ein­flüsse auf das Gewicht hat. In weit­er­er Folge kön­nen wegen eines mas­siv­en Wasserver­lustes Blut­druck­prob­leme auftreten.
  • Wegen der fehlen­den Kohlen­hy­drate ver­ringern sich der Nar­tium- und Wasserge­halt im Organ­is­mus und kön­nen niedri­gen Blut­druck her­vor­rufen.
  • In den USA sind etwa 20 Todes­fälle auf diese unsachgemäß durchge­führte Diät­form zurück­zuführen. Über­mäßiger Verzehr von Pro­teinen kann zu gesund­heitlichen Prob­le­men führen. Der Grund liegt in der Qual­ität der Eiweiße der Nahrung und in der begren­zten Fähigkeit des Organ­is­mus, Eiweiße in die kör­per­liche Struk­tur einzubrin­gen und mit der Stick­stoff­be­las­tung, die durch den Verzehr der Nahrung­sei­weiße entste­ht, fer­tig zu wer­den.
  • Weit­ere Neben­wirkun­gen kön­nen in Form eines Anstiegs des Harn­stoffs und der Harn­säure, als Haa­raus­fall, Ver­stop­fung, Müdigkeit und in vie­len anderen Symp­tomen erscheinen.
  • Auch Aminosäuren wer­den via Insulin in die Zelle hinein trans­portiert. Eiweiße führen daher auch zu ein­er Erhöhung der Insulin­pro­duk­tion. Die Anflu­tung von Aminosäuren ist oft­mals schneller als die von kom­plex­en Kohlen­hy­drat­en. Daher kann eine eiweißlastige Diät  eine stärkere Belas­tung für die Bauch­spe­ichel­drüse bedeuten als der Verzehr kom­plex­er Kohlen­hy­drate.

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16. Der Einfluss der Wirbelsäule

Wie ich im Kapi­tel NERVENSYSTEM beschrieben habe, ist durch die seg­men­tale Gliederung der Wirbel­säule jedem Spinal­nerv eine bes­timmte Region im Kör­p­er zuge­ord­net. Über diesen Spinal­nerv laufen die Steuerung­sprozesse der Organe, die von diesem Nerv ver­sorgt wer­den. Der Nerv, der über dem Brust­wirbel 7 (TH7) aus­tritt, ver­sorgt unter anderem die Bauch­spe­ichel­drüse. Block­aden dieses Nervs kön­nen eine Fehlfunk­tion der Bauch­spe­ichel­drüse nach sich ziehen. Die Lösung ein­er Block­ade des 7. Brust­wirbels kann sich sehr pos­i­tiv auf die Bauch­spe­ichel­drüsen­fuk­tion auswirken — ortho­moleku­lare Aspek­te dür­fen bei Störun­gen der Bauch­spe­ichel­drüse nicht ver­nach­läs­sigt wer­den. Vor allem Dia­betik­er kön­nen fest­stellen, das die Besei­t­i­gung der Wirbel­block­ade den Blutzuck­er weniger stark schwanken lässt. Unter diesem Aspekt ist es immer einen Ver­such wert, zu schauen, ob vielle­icht eine Block­ade des TH7 eine adäquate Funk­tion der Bauch­spe­ichel­drüse gestört haben kön­nte.

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17. SCHLANKWERDEN OHNE PÜLVERCHEN, SHAKES usw…

  • In der ersten Phase der Stof­fwech­selverän­derung soll der Kör­p­er Fett ver­bren­nen. Diese Phase dauert etwa 14 Tage. In dieser Phase muss der Organ­is­mus die Gluko­sevor­räte in den Fettzellen zur Energiegewin­nung her­anziehen, wodurch Fettzellen abge­baut wer­den.
  • Zuerst kom­men die Gluko­sevor­räte der Leber und der Muskel an die Rei­he. Dieser Prozess dauert etwa 48 Stun­den. Danach kom­men — wenn die Ernährung jet­zt nicht verän­dert wird — die anderen Fettde­pots zum Abbau der gespe­icherten Energie an die Rei­he. Über die Hypophyse (Hir­nan­hangs­drüse) erfol­gt die hor­monelle Steuerung, um die Fettde­pots zu leeren.
  • Im Zus­tand der Fettver­bren­nung (Lipol­yse, Ketose) schei­det der Organ­is­mus Abbaupro­duk­te des Fettstof­fwech­sels, so genan­nte Ketonkör­p­er, welche mit­tels Test­stäbchen leicht bes­timmt wer­den kön­nen, über Atem und Urin aus.
  • Die Fettzellen wer­den entleert, wodurch sich Kör­pe­rum­fang und Kör­pergewicht ver­ringern. Prinzip­iell sollte diese Form ein­er Gewichtsab­nahme nur nach Absprache mit einem Ther­a­peuten vorgenom­men wer­den, um Neben­wirkun­gen, wie sie bei bes­timmten Nieren- oder Herz­erkrankun­gen erscheinen kön­nen, auszuschließen.
  • Ein weit­er­er inter­es­san­ter Ansatz zur Gewichtsab­nahme ist, pro Mahlzeit die strik­te Tren­nung von guten Kohlen­hy­drat­en und Fet­ten (schlechte Kohlen­hy­drate sollen sowieso obso­let sein), wie es die Meth­ode Mon­ti­gnac emp­fiehlt:
    • Die Methode Montignac

      • Bei dieser Form der Diät muss der Kör­p­er zur Energiegewin­nung die Fettde­pots auflösen, wenn er keine oder nur wenige Kohlen­hy­drate über die Nahrung erhält.
      • Diese Meth­ode der Zusam­men­stel­lung der Speisen ist beson­ders in der Abnehm­phase geeignet und kann prob­lem­los über Monate hin­weg real­isiert wer­den, da im Gegen­satz zu anderen Diäten bei diesem Ansatz ein­er Gewicht­sre­duk­tion nicht gehungert wer­den muss.
      • Hat man das Wun­schgewicht erre­icht, kann man wieder gute Kohlen­hy­drate mit guten Fet­ten kom­binieren. Da die Höhe der Insulin­pro­duk­tion der zu ver­stof­fwech­sel­nden Menge der Kohlen­hy­drate angepasst ist, wer­den Fettsäuren kaum in den Fettzellen gespe­ichert und die Gefahr eines Gewicht­sanstiegs min­imiert.
        Diese Form der Speisenkom­po­si­tion min­imiert die Gefahren eines Hyper­in­sulin­is­mus, ein­er Insulin­re­sisten­zund auch die Ten­denz eines erneuten Gewicht­sanstiegs.
      • Es kann prob­lem­los zwis­chen der Gewichtsab­nah­mephase und Gewicht­shal­tephase gewech­selt wer­den. Nach ein­er aus­geprägten Phase leib­lich­er Genüsse sollte es also nicht schwierig sein, wieder zum Wun­schgewicht zu find­en, wenn man sich wieder nach den Regeln der Abnehm­phase ernährt.
      • Auch sollte der Hunger zwis­chen­durch mit einem Stück Obst gestillt wer­den. So wird ohne großen Anstieg des Blutzuck­ers der Hunger gestillt und der Appetit auf schlechte Kohlen­hy­drate bleibt aus.
      • Prinzip­iell sollte vor der Mahlzeit ein Stück Obst gegessen wer­den. Obwohl Obst Zuck­er in Form von Fruc­tose enthält, ist es den­noch aus diätetis­chen Gesicht­spunk­ten nicht beden­klich, da der Zuck­er auf­grund der Bal­last­stoffe nur langsam freige­set­zt wird.
      • Daher wird die freige­set­zte Energiemenge qua­si für den direk­ten Bedarf ver­wen­det. Obst sollte aber mit kein­er anderen Speise kom­biniert wer­den, da Obst enzy­ma­tis­che Prozesse zur Ver­stof­fwech­selung ander­er Speisen inak­tivieren kann oder die Säure­bil­dung während der Stof­fwech­sel­prozesse noch ver­stärkt.

Kalo­ri­en­the­o­rie, viele Kohlen­hy­drate, wil­lenss­chwach?, fet­tfreie Ernährung, Insulin­re­sistenz, Hyper­in­sulin­is­mus, Kohlen­hy­drate, Lebens­mit­tel, Sport, Psy­che, Fette, Süßstoffe, Dum­mer Organ­ism­sus?, Fet­tbinder, Eiweiß­drinksWirbel­säule, wichtige Mech­a­nis­men, Schluss­be­merkung, eigene Erfahrun­gen

18. Schlussbemerkung

Abnehmen ist nicht so schwierig, wenn man weiß, wie man abnehmen kann. Doch alle Bemühun­gen sind umson­st, wenn die Ernährungs­ge­wohn­heit­en nicht verän­dert wer­den. Ist ein­mal die Ten­denz zum Fet­tansatz vorhan­den, geht sie so leicht nicht mehr weg. Nach mein­er Erfahrung und die mehrerer Patien­ten gibt es schon ver­schiedene Ansätze für eine dauer­hafte Gewicht­sre­duk­tion bis hin zum Wun­schgewicht. Ein großer Aspekt liegt immer auf der REGULIERUNG DES SÄURE-BASEN-GLEICHGEWICHTES, ohne geht es nicht. Dies wird erre­icht durch eine Umstel­lung der Ernährungs­ge­wohn­heit­en, der Ein­nahme entsäuern­der Nahrungsergänzung und natür­lich viel Diszi­plin.

Par­al­lel dazu halte ich es per­sön­lich für notwendig, dem Organ­is­mus ein ein­wand­freies Funk­tion­ieren der Stof­fwech­selvorgänge zu erle­ichtern. Deswe­gen empfehle ich zur Opti­mierung der Organ­funk­tio­nen, den Organ­is­mus kon­se­quent zu ENTSÄUERN, ZU ENTGIFTEN und den Vital­stoff­man­gel mit Pro­duk­ten der ORTHOMOLEKULAREN MEDIZIN zu beheben. Bes­timmte Vit­a­mine, Min­er­alien, Aminosäuren und Spurenele­mente sind für die Funk­tion der Bauch­spe­ichel­drüse enorm wichtig. Und auch die Steuerung der Fettzellen ist auf eine aus­re­ichende Anwe­sen­heit dieser Zel­lvi­tal­stoffe angewiesen. Doch lei­der find­en wir diese Vital­stoffe immer weniger in unser­er Nahrung, weswe­gen eine ver­min­derte Organ­funk­tion in vie­len Fällen mit einem Vital­stoff­man­gel ein­herge­ht. Es ist medi­zinisch anerkan­nt, dass die Sub­sti­tu­tion bes­timmter Vital­stoffe eine Insulin­re­sistenz ver­min­dern und auch die Funk­tion der Bauch­spe­ichel­drüse pos­i­tiv bee­in­flussen kann.

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19. Eigene Erfahrungen

Selb­st bin ich auch nicht davor gefeit, Gewicht zuzule­gen. Auch in meinem Leben gin­gen die Pfunde schon öfters rauf und runter. Durch entsprechende Diäten habe ich regelmäßig an Gewicht ver­loren — und habe, da ich eben­falls nicht die verän­derten Ernährungs­ge­wohn­heit­en beibehal­ten hat­te, regelmäßig wieder Gewicht aufge­baut. Seit mehreren Monat­en habe ich begonnen, meinen Organ­is­mus inten­siv zu ent­giften und zu entsäuern. Als Effekt stellt sich ein kon­se­quenter — wen­ngle­ich auch nur im Gramm­bere­ich — Gewichtsver­lust ein, der mein­er Umwelt gar nicht auf­fällt. Inner­halb dieser Zeit bin ich zwar nicht zum Spargeltarzan mutiert, aber ich habe fest­gestellt, dass als Neben­ef­fekt der Stof­fwech­sel anders funk­tion­iert. Nach etwa 3 Monat­en habe ich etwa 5 kg ver­loren. Allerd­ings habe ich an den Woch­enen­den trotz­dem regelmäßig etwas gesündigt und auf die Freuden des Lebens nicht verzichet. In dieser Zeit habe ich unter der Woche recht kon­se­quent sauer­ma­chende Nahrungsmit­tel nur in gerin­gen Men­gen zuge­führt und vor allem Frischgemüse ver­speist. Par­al­lel dazu habe ich inten­siv ENTSÄUERT und ent­giftet.

Meine Ent­gif­tungs­maß­nahme umfasst einiges von den auf der Seite ENTGIFTUNG emp­fohle­nen Tech­niken und geht drüber noch hin­aus. Da dies eher dem para­medi­zinis­chen Bere­ich zuzuord­nen ist, werde ich zu diesem The­ma in der Sprech­stunde darüber detail­liert Auskun­ft erteilen.

Weit­ere, ergänzende Infor­ma­tio­nen und prak­tis­che Tipps gebe ich in der SPRECHSTUNDE.

Diät ist eine Abkürzung und heißt: Dies Ärg­er­nis täglich.
(Unbekan­nt)

Wichtig:


Inwieweit ich Fra­gen zu Krankheit­en, deren Ursachen und Ther­a­piean­sätze oder zu mir bekan­nten Ther­a­peuten in Ihrer Wohnort­nähe oder ander­swo beant­worte, lesen Sie bitte unter ANFRAGEN ZU THERAPEUTEN nach.


Ich bedanke mich für Ihr Ver­ständ­nis!

HIER kön­nen Sie den Erstanam­ne­se­bo­gen down­load­en oder aus­druck­en.

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