Schwermetalle

Schwermetalle — Gift aus verschiedensten Quellen. Seine Entsorgung ist ungemein wichtig und bleibt meist der Naturheilkunde vorbehalten

Belas­tun­gen durch Schw­er­met­alle sind häu­fig unter­schätzte Krankheit­saus­lös­er. Diskus­sio­nen zur Schädlichkeit aufgenommen­er Schw­er­met­alle sind in den let­zten Jahren häu­figer ent­bran­nt. Vor allem die Auseinan­der­set­zung um die Schädlichkeit der Amal­gam­fül­lun­gen erregte schon vor vie­len Jahren die Gemüter. In jün­ger­er Ver­gan­gen­heit sorgte der Bericht „Die Akte Alu­mini­um“ für Auf­se­hen. Für Schw­er­met­alle im Organ­is­mus gibt es keine Halb­w­ert­szeit (das ist die Zeit, in der die Hälfte ein­er Sub­stanz wieder aus dem Kör­p­er aus­geschieden ist). Sie wer­den vor allem in den Spe­icheror­ga­nen Leber, Niere, Lunge, Gehirn in den Zellen abge­lagert, und dort lagern sie eigentlich lebenslänglich. Sie wer­den z.B. durch eine gezielte Schw­er­met­al­lent­gif­tung und im Falle ein­er Schwanger­schaft aus ihren Depots gelöst und aus dem Kör­p­er ent­fer­nt. Es ist wis­senschaftlich erwiesen, dass die wer­dende Mut­ter im Laufe der Schwanger­schaft und während der Stil­lzeit ca. 60% ihrer Schw­er­met­all- oder Queck­sil­ber­be­las­tung an ihr Kind weit­er gibt.

Für den zarten kindlichen Organ­is­mus kann die von der Mut­ter emp­fan­gene Schw­er­met­all­menge eine enorme Belas­tung darstellen und schon bald nach der Geburt zu gesund­heitlichen Prob­le­men führen. Bei Erwach­se­nen kann eine Amal­gam­intoxika­tion (Amal­gamvergif­tung) zum Aus­lös­er chro­nis­ch­er Beschw­er­den entwick­eln. Am Beispiel des im Amal­gam enthal­te­nen Queck­sil­bers will ich das krankmachende Poten­zial der Schw­er­met­alle erläutern:

 Embryo 14 Wochen altUltraschall - Profilaufnahme eines 14 Wochen alten Embryos. Quecksilber kann schon beim Erwachsenen Schäden vor allem an Nieren und Zentralnervensystem hervorrufen. Wie stark muss erst die Einwirkung bei sich ausbildenden Strukturen sein! Nicht umsonst dürfen Schwangere keine Quecksilberfüllungen mehr erhalten.


Embryo 14 Wochen alt

Ultra­schall — Pro­fi­lauf­nahme eines 14 Wochen alten Embryos. Queck­sil­ber kann schon beim Erwach­se­nen Schä­den vor allem an Nieren und Zen­tral­ner­ven­sys­tem her­vor­rufen. Wie stark muss erst die Ein­wirkung bei sich aus­bilden­den Struk­turen sein! Nicht umson­st dür­fen Schwan­gere keine Queck­sil­ber­fül­lun­gen mehr erhal­ten.

AUFNAHME IN DEN KÖRPER

Amal­gam­fül­lun­gen enthal­ten nach etwa 10 Jahren nur noch 50% des in ihnen ursprünglich enthal­te­nen Queck­sil­bers. Wis­senschaftliche Unter­suchun­gen haben gezeigt, dass knapp 90% des durch Kauen oder Ver­dun­stung freige­set­zten Queck­sil­bers in den Kör­p­er aufgenom­men wer­den. Ca. 75% der Menge verbleibt in den Lun­gen und etwa 30% von dieser Menge find­en in der kurzen Zeit von 10 Minuten den Weg von der Lunge ins Blut.

Das Immun­sys­tem kann durch eine Queck­sil­ber­auf­nahme stark beein­trächtigt wer­den. Es funk­tion­iert über das Zusam­men­wirken ver­schieden­er Abwehrzell­typen, die als T-Lym­phozyten (kom­men aus dem Thy­mus) mit den Unter­grup­pen der T4- und T-8 Lym­phozyten und B-Lym­phozyten (sie entstam­men dem Knochen­mark; engl. bone mar­row) beze­ich­net wer­den. Die T-4-Zellen sind Helferzellen für die B-Lym­phozyten zur Erfül­lung der immu­nol­o­gis­chen Prozesse wichtig, die T-8 Zellen ver­hin­dern den Angriff der B-Lym­phozyten auf gesun­des Kör­pergewebe. Eine durch Schw­er­met­alle aus­gelöste Verän­derung des Ver­hält­niss­es der einzel­nen Abwehrzellen zueinan­der kann das Immun­sys­tem in sein­er Funk­tion empfind­lich stören. Eine Folge kann die Aus­lö­sung von Autoim­munprozessen sein.

Umgekehrt kann eine Ent­fer­nung der Amal­gam­plomben einen pos­i­tiv­en Ein­fluss auf die Anzahl der Abwehrzellen haben. Nach Lit­er­at­u­rangaben steigt die Anzahl der T-Lym­phozyten im Bere­ich um die 30% — sinkt allerd­ings auch wieder, wenn den Ver­suchsper­so­n­en erneut Queck­sil­ber­fül­lun­gen gelegt wur­den, aber steigt nach nochma­liger Ent­fer­nung wieder an. Diese Met­all­gifte wer­den in den Organ­is­mus ein­ge­lagert, wie das dama­lige Bun­des­ge­sund­heit­samt 1992 in einem Son­der­druck bestätigte.

Quecksilber Englisch: Mercury, wie auch im Englischen der Gott Merkur bezeichnet wird. Merkur ist der Gott der Händler und der Reisenden, aber auch der Gott des Handels und des Profits. In den amerikanischen Amalgamkriegen ging es ja um eine preiswerte Alternative zu Gold, die den Gewinn zu erhöhen versprach. In der Astrologie ist dem Gott (Prinzip) Merkur das Element Luft zugeordnet. Quecksilber verdunstet langsam an der Luft, wird also auch über die Einatmung aufgenommen.

Queck­sil­ber
Englisch: Mer­cury, wie auch im Englis­chen der Gott Merkur beze­ich­net wird. Merkur ist der Gott der Händler und der Reisenden, aber auch der Gott des Han­dels und des Prof­its.
In den amerikanis­chen Amal­gamkriegen ging es ja um eine preiswerte Alter­na­tive zu Gold, die den Gewinn zu erhöhen ver­sprach.
In der Astrolo­gie ist dem Gott (Prinzip) Merkur das Ele­ment Luft zuge­ord­net. Queck­sil­ber ver­dun­stet langsam an der Luft, wird also auch über die Einat­mung aufgenom­men.

Die Verur­sachung viel­er chro­nis­ch­er Erkrankun­gen durch eine Queck­sil­bervergif­tung wird — immer noch — von vie­len (Zahn-)Medizinern negiert. Die Gründe hier­für sind ins­beson­dere:

  • Eine chro­nis­che Erkrankung begin­nt schle­ichend und nicht sofort nach dem Leg­en der Amal­gam­fül­lun­gen. Das Heimtück­ische ein­er schle­ichen­den Vergif­tung ist, dass von Beginn der Vergif­tung an teils 10 bis 20 Jahre verge­hen, bis sich erste Krankheitssymp­tome zeigen. Patient und / oder Ther­a­peut sehen allerd­ings oft keinen Bezug zwis­chen Amal­gam und chro­nis­ch­er Krankheit.
  • Es gibt keine genau definierte Antwort des Organ­is­mus auf die schle­ichende Vergif­tung. Jed­er Men­sch reagiert anders und entsprechend sein­er per­sön­lichen Ver­an­la­gung wird er  Symp­tome in seinem schwachen Organ­sys­tem bevorzugt aus­prä­gen.
  • Es gibt nicht die typ­is­chen Queck­sil­ber­in­toxika­tion­ssymp­tome. Erkrankun­gen wie Muskelschmerzen, Kopf­schmerzen, Bläh­bauch, Rheuma, Depres­sio­nen etc. kön­nen neben ein­er Queck­sil­ber­be­las­tung auch noch viele andere Ursachen haben. Deswe­gen wird möglicher­weise sehr oft über lange Zeit ein falsch­er Ther­a­pieansatz ver­fol­gt, der dem Patien­ten keine oder nur wenig Lin­derung von seinen Beschw­er­den bringt.
  • Der Amal­gamkranke sucht mit seinen Beschw­er­den nor­maler­weise Hil­fe beim Hausarzt; der Zah­narzt wird nur sel­ten über diese Beschw­er­den informiert, denn er arbeit­et ja in einem anderen Fachge­bi­et. Später wird der Facharzt oder der Heil­prak­tik­er zu Rate gezo­gen, wenn die eingeschla­ge­nen Ther­a­pi­en ver­sagen. Bei den nichtzah­närztlichen Ther­a­peuten ist die Lust sich mit zah­närztlichen Prob­lematiken zu befassen im Nor­mal­fall recht ger­ing. Äußerst sel­ten wird zu einem Zusam­men­hang zwis­chen Amal­gam und Erkrankung nachge­fragt. Man­gels toxikol­o­gis­ch­er (Tox­ine = Gifte) Ken­nt­nisse bleibt eine Amalgamver­giftung als Krankheit­sur­sache aber häu­fig ver­bor­gen.

     Veränderung einer AbwehrzelleEin Lymphozyt (Abwehrzelle im Blut) hat sich aufgrund einer infektiösen Erkrankung verändert (rechts im Bild mit gewellter Umrandung). Schwermetallbelastung kann zu Zinkdefizit und einem gestörten Eiweißstoffwechsel führen. Für die Herstellung von Immunzellen benötigt der Körper viel Eiweiß.


    Verän­derung ein­er Abwehrzelle

    Ein Lym­phozyt (Abwehrzelle im Blut) hat sich auf­grund ein­er infek­tiösen Erkrankung verän­dert (rechts im Bild mit gewell­ter Umran­dung). Schw­er­met­all­be­las­tung kann zu Zinkde­fiz­it und einem gestörten Eiweißstof­fwech­sel führen. Für die Her­stel­lung von Immun­zellen benötigt der Kör­p­er viel Eiweiß.

Einfluss auf das Darmmilieu

Queck­sil­ber zählt neben Pal­la­di­um zu den stärk­sten Giften. Im 18. Jahrhun­dert wurde Queck­sil­ber z.B. als “natür­lich­es Antibi­otikum” in der Behand­lung von Infek­tions- und Geschlecht­skrankheit­en einge­set­zt, es besitzt eine Keim abtö­tende Wirkung. Nicht sel­ten erlit­ten die behan­del­ten Per­so­n­en eine Queck­sil­bervergif­tung. Im Darm eines neuge­bore­nen Kindes befind­en sich keine Darm­bak­te­rien. Seine Darm­flo­ra baut sich erst über Mut­ter­milch, Nahrung, prä- und pro­bi­o­tis­che Mikroor­gan­is­men und natür­lich über Fak­toren aus der Umwelt auf. Der gesunde men­schliche Darm enthält etwa 1,1 — 1,3-mal so viel Keime wie Kör­perzellen (ca. 70 Bil­lio­nen). Im Darm sitzt der über­wiegende Teil des gesamten lym­phatis­chen Gewebes (80%), weswe­gen das Organ Darm der wichtig­ste Teil eines funk­tion­ieren­den Immun­sys­tems ist. Störun­gen der Keim-Besied­lung des Darmes haben damit auch Ein­flüsse auf immu­nol­o­gis­che Prozesse.

Die Besiedelung der einzel­nen Abschnitte des Ver­dau­ungstrak­tes ist sowohl von der Anzahl wie auch vom Typus ganz ver­schieden:

Besiedelung des Darmes

Ort Anzahl der Keime pro ml u.a. vorhan­dene Vertreter
Magen bis zu 105 Bak­te­rien Heli­cobak­ter pylori
erster Dün­ndarmab­schnitt 103 bis 104 Strep­tokokken und Lak­to­bazillen
Ende des Dün­ndarms 108 bis 109 Lak­to­bazillen, Strep­tokokken
Dick­darm <1011 bis 1012 über 400 ver­schiedene Arten
Echerichia coli Der als einfach E.coli bezeichnete Keim ist ein natürliches Darmbakterium, welches unter anderem bei der Aufspaltung bestimmter Zuckerstoffe seinen Teildazu beiträgt. Jede einzelne Bakterium ist länglich geformt. Bei übermäßiger Vermehrung und Besiedlung bestimmter Organe kann es zu Krankheitssymptomen kommen. Der pH-Wert des Darms hat für die Qualität und Anzahl der Keime eine Schlüsselstellung inne. Aber auch viele Antibiotika verändern die natürliche Zusammensetzung der Keime im Darm, indem sie gute Keime abtöten.

Echerichia coli
Der als ein­fach E.coli beze­ich­nete Keim ist ein natür­lich­es Darm­bak­teri­um, welch­es unter anderem bei der Auf­s­pal­tung bes­timmter Zuck­er­stoffe seinen Teil­dazu beiträgt. Jede einzelne Bak­teri­um ist länglich geformt. Bei über­mäßiger Ver­mehrung und Besied­lung bes­timmter Organe kann es zu Krankheitssymp­tomen kom­men.
Der pH-Wert des Darms hat für die Qual­ität und Anzahl der Keime eine Schlüs­sel­stel­lung inne. Aber auch viele Antibi­oti­ka verän­dern die natür­liche Zusam­menset­zung der Keime im Darm, indem sie gute Keime abtöten.

Da zwis­chen Dün­ndarm und Dick­darm ein unter­schiedlich­er pH-Wert herrscht und auch die Keimbe­siedelung ver­schieden ist, sind die bei­den Darmab­schnitte durch die Ileozökalk­lappe voneinan­der getren­nt. Bei kor­rek­ter Funk­tion­sweise hil­ft sie dabei, das phys­i­ol­o­gis­che Dar­m­m­i­lieu aufrecht zu erhal­ten. Nicht alle Darmkeime sind für den Men­schen nüt­zlich. Gewisse Keime sind ab ein­er bes­timmten Konzen­tra­tion immer krankheitsverur­sachend, andere sind pos­i­tiv, aber kön­nen pathogen wirken, wenn sie in unphys­i­ol­o­gisch hoher Zahl im Darm anwe­send sind, wieder andere Darm­bak­te­rien sind neu­tral oder wirken für den Auf­bau ein­er gesun­den Darm­flo­ra fördernd. Das Ökosys­tem Darm ist sehr sen­si­bel und reagiert auf ver­schieden­ste Fak­toren wie

  • Störun­gen der Funk­tion der Darmk­lap­pen
  • Antibi­oti­ka, die nicht nur schlechte Keime abtöten
  • einen gestörten Säure-Basen-Haushalt, der die guten Darmkeime dez­imiert und die Auf­nahme der Mikro­nährstoffe (Vit­a­mine, Min­er­alien, Spurenele­mente, Aminosäuren, Fettsäuren) stören kann
  • auf Nahrungsmit­telde­fizite, die die Ver­stof­fwech­selung der Nahrung im Darm stören kön­nen; einzelne Nahrungsmit­tel bleiben unver­daut und stören somit weit­er die gute Zusam­menset­zung der Darm­flo­ra
  • aber auch auf Queck­sil­ber, welch­es die fatale Eigen­schaft besitzt, die Keime ein­er gesun­den Darm­flo­ra anzu­greifen. Es bewirkt eine Antibi­otikare­sistenz bei ver­schieden­sten Erregern und senkt die Anzahl der guten Darm­bak­te­rien, welche dann fakul­ta­tiv schädliche Mikroor­gan­is­men wie z.B Can­di­da albi­cans nicht mehr in Schach hal­ten kön­nen. Der deutsche Arzt Kling­hardt ist der Mei­n­ung, dass eine häu­fige Can­di­da albi­cans-Belas­tung auch die Reak­tion des Kör­pers auf eine Queck­sil­ber­be­las­tung sein kön­nte. Dieser Pilz “frisst” näm­lich Queck­sil­ber, und Kling­hardt inter­pretiert den immer wieder auf­tauchen­den Pilz als einen vom Organ­is­mus ges­teuerten Ver­such, den Keim unschädlich zu machen. Dieser Gedanke erscheint gar nicht so abwegig, gibt es inzwis­chen ein Abbau­ver­fahren für Gold­mi­nen, welch­es Pilze, die Gold in sich aufnehmen, in die Minen ein­bringt; nach ein­er gewis­sen Zeit wer­den die Pilze geern­tet und aus ihnen das Gold gewon­nen. Wis­senschaftliche Analy­sen zeigten, dass sich bei Ver­such­stieren gegen Queck­sil­ber immune Bak­te­rien ver­mehrt in Zah­n­fleisch und und Darm find­en ließen, nach­dem die Ver­such­stiere — wegen der Ähn­lichkeit zum Men­schen wur­den Affen gewählt — Amal­gam­fül­lun­gen erhal­ten hat­ten. Die Keime waren gegen antibi­o­tis­che Sub­stanzen wie Ampi­cillin, Tetra­cy­clin. Kanamycin, Strep­to­mycin oder Chlo­ram­pheni­col resistent.

Weit­ere Infor­ma­tio­nen zur Damflo­ra find­en Sie auf der Seite ORGAN DARM und DARMSANIERUNG.

 

ABLAGERUNGEN IM GEHIRN

Einzelner Lymphozyt Rasterelekronenmikroskopaufnahme

Einzel­ner Lym­phozyt
Rasterelekro­nen­mikroskopauf­nahme

Queck­sil­ber ver­mag — wie viele anderen Schw­er­met­alle auch — die Blut-Hirn-Schranke durch­drin­gen. Diese Bar­riere zwis­chen Blut und Gehirn­sub­stanz soll den Weg für tox­is­che Stoffe in Ner­ven­zellen hinein block­ieren. Auf­grund­ver­schieden­er Fak­toren wie beispiel­sweise entzündlich­er Prozesse, Bak­te­ri­en­tox­i­nen, Tumoren, einem Sauer­stoff­man­gel oder Hirn­in­fark­te kann die Durch­läs­sigkeit der Blut-Hirn-Schranke lei­den. Für einr antibi­o­tis­che Ther­a­pie des Gehirns muss z.B. die Pen­e­tra­tions­fähigkeit des Antibi­otikums durch die Blut-Liquor-Schranke hin­durch beachtet wer­den. Schw­er­met­alle kön­nen diese Hemm­schwelle ohne Prob­leme über­winden und Ner­ven­zellen schädi­gen. Sind Schw­er­met­alle erst ein­mal im Gehirn angekom­men, gehen sie nicht von selb­st wieder hin­aus; sie müssen gezielt aus­geleit­et wer­den. In der Folge ein­er andauern­den Queck­sil­ber­be­las­tung treten natür­lich ver­schieden­ste Störun­gen im Gehirn auf.

SCHÄDIGUNG IST ANERKANNTODER DOCH NICHT?

Obwohl die Schädi­gungsmech­a­nis­men und Auswirkun­gen der ver­schiede­nen Queck­sil­ber­for­men auf Zellen und Organ­is­mus nachvol­lziehbar sind, ist die amerikanis­che Arzneimit­tel­be­hörde (FDA) immer noch der Mei­n­ung, dass über Queck­sil­ber keine neg­a­tive Auswirkun­gen auf den Paten­ten entste­hen bzw. durch ein­er Ent­fer­nung des Met­alls ein pos­i­tiv­er Ein­fluss auf das Krankheits­geschehen aus­geübt wird. In Deutsch­land wur­den Queck­sil­ber­fül­lun­gen vom dama­li­gen Gesund­heit­samt 1992 nur noch für Backen­zähne zuge­lassen. Gle­ichzeit­ig wurde ein Ver­bot für Gam­ma-2-haltiger Amal­game wegen ein­er stärk­eren Queck­sil­ber­freiset­zung aus­ge­sprochen. 1995 wurde dieses Ver­bot wieder aufge­hoben. Allerd­ings hat die deutsche Regierung kein­er­lei wis­senschaftlichen Beweise für diese Entschei­dung präsen­tiert. Jedoch lässt das Ver­bot, Amal­gam­fül­lun­gen bei Schwan­geren oder Kleinkindern zu leg­en, Raum für Speku­la­tio­nen. Nicht wenige Stim­men interpretier(t)en die Leug­nung wis­senschaftlich­er Erken­nt­nisse als eine rein poli­tis­che Entschei­dung, kön­nten die deutschen Krankenkassen und das deutsche Gesund­heitssys­tem die Kosten­law­ine nicht verkraften, wenn sich jed­er Bun­des­bürg­er gesund­heitss­chädi­gende Amal­gam­fül­lun­gen ent­fer­nen ließe. Die Kosten wur­den auf etwa 75 Mil­liar­den Euro geschätzt!

Zahnfüllung aus Amalgam Amalgam hat als Material für Zahnfüllungen unbestrittene Vorteile. Es lässt sich sehr gut verarbeiten und schließt dicht ab. Allerdings verdampft das darin enthaltene Quecksilber langsam. Über die die von Amalgam ausgelösten Schädigungen streiten sich die Gelehrten. Komisch: Im Mund ist es nach Ansicht vieler (auch Zahnärzte) ungiftig, außerhalb des Mundes muss es als giftiges Schwermetall entsorgt werden!?! Ach ja, Schwangere dürfen es gar nicht gelegt bekommen. Warum wohl?

Zah­n­fül­lung aus Amal­gam
Amal­gam hat als Mate­r­i­al für Zah­n­fül­lun­gen unbe­strit­tene Vorteile. Es lässt sich sehr gut ver­ar­beit­en und schließt dicht ab. Allerd­ings ver­dampft das darin enthal­tene Queck­sil­ber langsam. Über die die von Amal­gam aus­gelösten Schädi­gun­gen stre­it­en sich die Gelehrten. Komisch: Im Mund ist es nach Ansicht viel­er (auch Zah­närzte) ungiftig, außer­halb des Mundes muss es als giftiges Schw­er­met­all entsorgt wer­den!?! Ach ja, Schwan­gere dür­fen es gar nicht gelegt bekom­men. Warum wohl?

Eben­so sollte die Entschei­dung der Degus­sa, auf eine weit­ere Pro­duk­tion von Amal­gam­fül­lun­gen zu verzicht­en, nach­den­klich machen. Die Fir­ma Degus­sa hat­te sich zu dieser Entschei­dung durchgerun­gen, nach­dem sie in den Jahren 1993 bis 1996 bei der Staat­san­waltschaft Frank­furt eine große Anzahl von Strafanzeigen einge­gan­gen war. 1996 kam es zu ein­er Eini­gung zwis­chen Degus­sa und der Staat­san­waltschaft, das Ver­fahren wurde gegen eine Zahlung von etwa 1,4 MIO DM eingestellt. Immer­hin ent­fie­len auf diese Pro­duk­tion­ss­parte etwa 50% des Umsatzes! 1994 vol­l­zo­gen die Fir­men Her­aeus und Proc­ter & Gam­ble den gle­ichen Schritt.

Die amerikanis­chen und kanan­dis­chen Zah­närzte­ver­bände behaupteten, dass die Menge des aus Zah­n­fül­lun­gen freige­set­zten Queck­sil­bers ver­glichen mit der aus der Nahrung — z.B. Queck­sil­ber aus Thun­fisch — aufgenomme­nen sehr ger­ing sei. Daraufhin ver­an­lasste die Welt­ge­sund­heit­sor­gan­i­sa­tion eine Auswer­tung der wis­senschaftlichen Dat­en. Dabei stellte sich her­aus, dass die durch­schnit­tlich über Den­talfül­lun­gen aufgenommene Queck­sil­ber­menge (ein­er­seits durch Abrieb beim Kauen, ander­er­seits durch Ver­dampfen) im Bere­ich von 3 — 17 Mikro­gramm täglich beträgt, die über die Nahrung und Umwelt aufgenommene Menge jedoch nur bei 2,6 Mikro­gramm pro Tag. Die in die Analyse ein­be­zo­ge­nen Quellen umfassten außer Fisch und Meeres­früchte auch noch andere Nahrungsmit­tel sowie Luft und Wass­er.

Eine weit­ere Erken­nt­nis war die Fest­stel­lung, dass es keine so genan­nten NOEL-Werte gab. NOEL ist die Abkürzung für No-Observed-Effekt-Lev­el (ab einem bes­timmten Lev­el treten Effek­te auf) und heißt auf gut Deutsch: Egal in welch­er Konzen­tra­tion es im Kör­p­er vorkommt, es wirkt immer schädi­gend. 1999 wurde die Klage eines Betrof­fe­nen vom Bun­dessozial­gericht in Kas­sel wegen wis­senschaftlich nichter­wiesen­er Schädlichkeit des Amal­gams abgeschmettert. Der Kläger hat­te seine Krankenkasse auf Kosten­er­stat­tung für die Amal­ga­ment­fer­nung und Amal­ga­ment­gif­tung verk­lagt.

ANDERE SCHWERMETALLE WIRKEN EBENFALLS SCHÄDLICH

Auch Cad­mi­um und Blei bilden mit Enzy­men unlös­liche Verbindun­gen, d.h. sie ver­drän­gen die met­allis­chen Bestandteile von Enzy­men, wie z.B. Zink, Kupfer, Eisen, Man­gan aus ihren Bindun­gen. Diese so verän­derten Enzyme kön­nen ihren Auf­gaben nicht mehr nachkom­men. Die Fol­gen: schädliche Stof­fwech­sel­pro­duk­te häufen sich an und es kommt zu Zellschä­den.

Fol­gende Schw­er­met­alle wer­den als Gehirngifte eingestuft:

  • Alu­mini­um (Kochgeschirr, Kon­ser­ven, Nahrungsmit­telzusätze, Kos­meti­ka, Medika­mente oder Indus­triee­mis­sio­nen).
  • Blei (Indus­trie- und Autoab­gase, Tabakrauch, bleibelastete Nahrungsmit­tel).
  • Cad­mi­um (Boden- und Nahrungs­be­las­tung, Zigaret­ten­rauch, Trinkwass­er, Luft­be­las­tung).

Diese Erkrankun­gen wer­den mit ein­er Schw­er­met­all­be­las­tung in Zusam­men­hang gebracht: Lern­störun­gen, Autismus, Depres­sio­nen, Legas­the­nie, Col­i­tis ulcerosa, Mor­bus Crohn, Hyper­ak­tiv­ität, Neu­ro­der­mi­tis, Mor­bus Alzheimer, Mul­ti­ple Sklerose u.a.m…

Inter­es­san­ter­weise stößt man als Ther­a­peut bei der Suche nach den Ursachen für eine der o.g. Erkrankun­gen immer wieder auf eine Schw­er­met­all­be­las­tung als einen der möglichen Krankheit­saus­lös­er. Beson­ders Müt­ter von Kindern mit ADS / ADHS (Aufmerk­samkeits­de­fiz­it­syn­drom / Aufmerk­samkeits­de­fiz­it­syn­drom mit Hyper­ak­tiv­ität; diese Kinder erhal­ten oft die Sub­stanz “Methylphenidat” auch bekan­nt als “Rital­in ®”) bestäti­gen, in der Ver­gan­gen­heit viele Amal­gam­fül­lun­gen erhal­ten und erset­zt bekom­men zu haben. Dieser Prob­lematik habe ich ein eigenes Kapi­tel gewid­met: ADS/ADHS UND LEGASTHENIE.

Meist wurde auf Vor­sichts­maß­nah­men, um eine über­mäßige Auf­nahme des Amal­gams während der zah­närztlichen Behand­lung zu ver­hin­dern, verzichtet. So gelangte durch Schluck­en von Bohrstaub noch zusät­zlich­es Amal­gam in den Kör­p­er. Die wer­dende Mut­ter gibt über die Hälfte ihrer Queck­sil­ber­be­las­tung an das Kind ab. Besitzt eine Mut­ter ca. 6–10 Amal­gam­fül­lun­gen, kön­nen die Queck­sil­berkonzen­tra­tio­nen im Gehirn des Erst­ge­bore­nen die Werte eines Erwach­se­nen mit 7–8 Amal­gam­plomben aufweisen. In der Folge kön­nen sich verzögertes Wach­s­tum mit Klein­wuchs, verzögerte Entwick­lung des Ner­vengewebes und des Immun­sys­tems ein­stellen.

Ausleitung der Metalle

Schädi­gende Wirkun­gen der Schw­er­met­alle kön­nen min­imiert wer­den. Dazu ist es notwendig, die deponierten Schw­er­met­alle mit Hil­fe der ortho­moleku­laren Medi­zin auszuleit­en. Der alleinige Ein­satz homöopathis­ch­er Mit­tel zur Ausleitung von Schw­er­met­allen / Amal­gam reicht mein­er Mei­n­ung nicht aus. Es kann mein­er Mei­n­ung nach möglich sein, mit homöopathis­ch­er Medi­zin Met­alle im Kör­p­er zu mobil­isieren, aber eine gute Auss­chei­dung ist mit homöopathis­chen Mit­teln alleine mein­er Ein­schätzung nach nicht zu erre­ichen. Es beste­ht eventuell sog­ar die Gefahr, die mobil­isierten Met­alle in Rich­tung Gehirn zu ver­schieben. Zur Ausleitung des im Organ­is­mus deponierten Queck­sil­bers und auch ander­er Schw­er­met­alle benötigt man Bär­lauch-Tin­k­tur zur Mobil­bisierung der Met­alle aus dem Gewebe, Chlorel­la-Alge oder Kla­math-Alge, um die mobil­isierten Met­alle binden (einige Alge­narten nehmen über die so genan­nten Phy­tochelate bis zu 30 % ihres Trock­engewicht­es an Schw­er­met­allen auf) und zur Auss­chei­dung zu brin­gen.

Koriander-SamenKoriander besitzt die Eigenschaft, Schwermetalle aus dem Gehirn ins Blut zu transportieren, wo diese von den zur Ausleitung nötigen Stoffen gebunden werden. Koriander überwindet als eine der wenigen Substanzen die Bluthirn - Schranke, welche nur für Substanzen bis zu einer bestimmten Molekülgröße durchgängig ist. Auf diesem Wege schützt sich das Gehirn vor vielen ungesunden Stoffen. Schwermetalle allerdings können diese Barriere überschreiten und sich im Gehirn ablagern.

Korian­der-Samen
Korian­der besitzt die Eigen­schaft, Schw­er­met­alle aus dem Gehirn ins Blut zu trans­portieren, wo diese von den zur Ausleitung nöti­gen Stof­fen gebun­den wer­den. Korian­der über­windet als eine der weni­gen Sub­stanzen die Bluthirn — Schranke, welche nur für Sub­stanzen bis zu ein­er bes­timmten Molekül­größe durchgängig ist. Auf diesem Wege schützt sich das Gehirn vor vie­len unge­sun­den Stof­fen. Schw­er­met­alle allerd­ings kön­nen diese Bar­riere über­schre­it­en und sich im Gehirn ablagern.

Korian­der-Tin­k­tur wird benötigt, damit Met­alle wieder aus dem Gehirn her­aus trans­portiert wer­den kön­nen. Da die Niere als eines der ersten Organe unter der Queck­sil­ber­be­las­tung lei­det, muss auch die Funk­tion der Niere gestärkt wer­den. Eine Ausleitung auf diesem Wege kann allerd­ings auch die Leber sehr stark belas­ten, weswe­gen ich dieses Ver­fahren prak­tisch nicht mehr prak­tiziere. Viel unkom­pliziert­er ist die Ausleitung der Schw­er­met­alle über ein vulka­nis­ches Gestein wie Klinop­tilolith, welch­es zusät­zlich noch viele chemis­che Gifte bindet. Bei der Ver­wen­dung von Klinop­tilolith muss sehr auf die Rein­heit der Sub­stanz geachtet wer­den.

Eine Ausleitung der Schw­er­met­alle ist auch mit chemis­chen Chelat­bild­nern möglich. Diese kön­nen gespritzt oder in Tablet­ten­form ein­genom­men wer­den. Die bekan­ntesten sind DMPA und DMPS, die entwick­elt wur­den, um rus­sis­che Berg­w­erk­sar­beit­er im Akut­fall ent­giften zu kön­nen. Diese Sub­stanzen besitzen allerd­ings auch ein hohes Bindungsver­mö­gen zu den “gesun­den” Met­allen im Kör­p­er. Daher tritt bei Ver­wen­dung dieser Arzneien z.B. eine Ver­ar­mung an Zink, Eisen oder Man­gan auf. Diese Vital­stoffe müssen nach der Ausleitung mit chemis­chen Chelat­bild­nern zuge­führt wer­den. Weit­er gibt es spezielle Empfehlun­gen der ortho­moleku­laren Medi­zin zur Ausleitung einzel­ner Schw­er­met­alle. Die Schwedis­che Asso­ci­a­tion of Den­tal Mer­cury emp­fiehlt zur Queck­sil­ber­ausleitung Vit­a­min B1, Vit­a­min B3, Vit­a­min B6, Vit­a­min C, Vit­a­min E, Mag­ne­sium, Selen, Zink.

In jün­ger­er Ver­gan­gen­heit wur­den die Wirkun­gen der Zeolithe wie Klinop­tilolith und Mont­mo­ril­lonith — bei­des vulka­nis­che Gesteine — bekan­nter. Bei­de Gestein­sarten besitzen auf­grund ihrer Struk­tur eine hohe Bindungs­fähigkeit zu Schw­er­met­allen, chemis­chen Giften und auch zu Keimen.

Eine Ausleitung der Schwermetalle sollte nur nach Anweisung eines erfahrenen Therapeuten vorgenommen werden. Bei unsachgemäß vorgenommener Ausleitung können aus dem Gewebe mobilisierte Schwermetalle ins Gehirn verschoben werden und dort zu weiteren Schädigungen führen!

Inter­essierten Lesern kann ich das Buch von Dr. Jaochim Mut­ter wärm­stens empfehlen, aus dem ich viele Fak­ten frei nacherzählt habe. Vielle­icht sehen Sie sich auch das Video von Dr. Joachim Mut­ter auf Youtube an?

 

Zah­narzt: ein Taschen­spiel­er, der, während er Met­all in deinen Mund hine­in­steckt, Münzen aus dein­er Tasche her­auszieht.
(Ambrose Bierce)

Wichtig:


Inwieweit ich Fra­gen zu Krankheit­en, deren Ursachen und Ther­a­piean­sätze oder zu mir bekan­nten Ther­a­peuten in Ihrer Wohnort­nähe oder ander­swo beant­worte, lesen Sie bitte unter ANFRAGEN ZU THERAPEUTEN nach.


Ich bedanke mich für Ihr Ver­ständ­nis!

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