Orthomolekulare Medizin

Orthomolekulare Medizin — dem Körper geben, was er braucht!

Die Ortho­moleku­lare Medi­zin ist die Ther­a­pie mit Mikro­nährstof­fen. Dazu zählen

  • Vit­a­mine
  • Min­er­alien
  • Spurenele­mente
  • Aminosöäuren (kle­in­ste Eiweiße)
  • Fettsäuren.

Da mein­er Mei­n­ung nach die mod­erne Zivil­i­sa­tion­skost mikro­nährstof­fver­armt ist und verän­derte Lebens- und Ernährungs­ge­wohn­heit­en bei den aller­meis­ten Men­schen zu einem Man­gel an einem oder mehreren dieser Mikro­nährstoffe führen, ist es mir per­sön­lich sehr wichtig gewor­den, regelmäßig Vital­stoffe zu sub­sti­tu­ieren. Dies pak­tiziere ich seit Jahrzehn­ten.

Damit beziehe ich eine ganz andere Posi­tion wie viele Ther­a­peuten, die von ein­er zusät­zlichen Ein­nahme von Nahrungsergänzung entwed­er nichts oder dies sog­ar für schädlich hal­ten. Es gibt sog­ar Ther­a­peuten, die eine Behand­lung mit ihren Heil­ver­fahren ablehnen, wenn der Patient Nahrungsergänzungsmit­tel ein­nimmt. Dies kann ich nicht ver­ste­hen, denn einem Kranken — und nur der sucht in aller Regel einen Ther­a­peuten auf — solche wichtige Stoffe vorzuen­thal­ten, ist in meinen Augen mehr als gren­zw­er­tig.

Der men­schliche Organ­is­mus benötigt Energie, um existieren zu kön­nen. Diese gewin­nt er aus der Nahrung, die er täglich aufn­immt. Über­steigt die aufgenommene Nahrungsen­ergie den Energie­ver­brauch, legt der Kör­p­er für härtere Zeit­en Depots an, um im Bedarfs­fall von den Reser­ven leben zu kön­nen. Men­schen mit Gewicht­sprob­le­men kön­nen ein Lied davon sin­gen, was eine hochkalorische Ernährung mit der Fig­ur anstellt.

Im Prinzip ist das alles ja ganz ein­fach. Doch es steck­en höchst kom­plizierte Prozesse dahin­ter, denn der Organ­is­mus muss im Rah­men des Stof­fwech­sels seine aufgenommene Nahrung zerklein­ern, um sie in Energie umzuwan­deln — dies ist die wichtig­ste Funk­tion des Stof­fwech­sels. Für die Zerkleinerungs- und Ern­ergiegewin­nungsak­tio­nen wer­den viele Stoffe benötigt. Es sind genau die Stoffe, die in der Ortho­moleku­laren Medi­zin ther­a­peutisch einge­set­zt wer­den.

Enzyme, die z.B. chemis­che Umwand­lungsreak­tio­nen in Gang brin­gen, set­zen sich aus vie­len ver­schiede­nen Einzel­stof­fen zusam­men. Doch um wirken zu kön­nen, muss ein Enzym eine inte­gre Struk­tur aufweisen — und die kommt nur zus­tande, wenn alle Bausteine des Enzyms vorhan­den sind. Fehlt auch nur ein einziger Baustein, kann der Kör­p­er das Enzym nicht bilden — er ver­sucht es nicht ein­mal. Die mögliche Kon­se­quenz: Gestörte Stof­fwech­sel­reak­tio­nen, gestörte kör­per­liche Struk­turen (Haut, Haare, Nägel), gestörte Organ­funk­tio­nen, keine Kraft und schlapp, gestörter Schlaf, nur schlecht­es Konzen­tra­tionsver­mö­gen, Lern­störun­gen jeglich­er Art usw.. Allein die Zinkver­sorgung in der Bun­desre­pub­lik Deutsch­land hat sich in den Jahren von 1988 — 1995 um etwa 17% ver­ringert (Anke et. al.). Zink ist jedoch an über 100 Enzy­men des men­schlichen Stof­fwech­sels beteiligt. Und wer ist sich sich­er, einen opti­malen Zinksta­tus im Kör­p­er zu besitzen? Hinzu kommt: Enzyme (viele Enzyme enthal­ten Zink) kön­nen auch nur wirken, wenn der für sie geeignete pH-Wert (Säure­grad) gegeben ist. Doch meine Erfahrung zeigt, dass anhand eines Geschmack­stests bei den meis­ten Patien­ten eine Über­säuerung mit hoher Wahrschein­lichkeit vorhan­den ist. Eine gerin­gere enzy­ma­tis­che Auf­s­pal­tung der Nahrung im Darm kan­ndazu führen, dass der Speis­es­brei durch Darm­bak­te­rien ver­stof­fwech­selt wird. In let­zter Kon­se­quenz kann dies zu einem Kip­pen des Dar­m­m­i­lieus mit großer tox­is­ch­er Belas­tung führen.

Die Meth­o­d­en der mod­er­nen Land­wirtschaft, die indus­trielle Ver­ar­beitung der Lebens­mit­tel und die sauren Böden führen zu ein­er Ver­ar­mung der Lebens­mit­tel an diesen wichti­gen Vital­stof­fen. Ein­er­seits nehmen wir weniger Mikro­nährstoffe auf, ander­er­seits ist der Bedarf wegen der Umwelt­gifte und stärk­er­er psy­chis­ch­er Belas­tun­gen gestiegen. Viele Men­schen kön­nen die notwendi­ge Menge an Mikro­nährstof­fen kaum mehr über die Nahrung aufnehmen und rutschen langsam immer tiefer in ein Vital­stoffde­fiz­it hinein. Ein Man­gel dieser Biostoffe kann aber Krankheitssymp­tome aus­lösen. Als Beispiel will ich eine Aus­prä­gung des Vit­a­min-C-Man­gels beleucht­en:

Vitamin C

Eine der wichtig­sten Wirkun­gen des Vit­a­min-C ist der Auf­bau des Bindegewebes. Vit­a­min-C for­muliert zusam­men mit anderen Mikro­nährstof­fen die net­zar­ti­gen Struk­turen des Bindegewebes. Auch unsere Blut­ge­fäße lassen im Mikroskop diesen, durch Vit­a­min-C gebilde­ten net­zar­ti­gen Auf­bau erken­nen. Bei einem starken Man­gel an Vit­a­min-C kön­nen die Gewebe und Blut­ge­fäße unseres Organ­is­mus nicht mehr richtig gebildet und repari­ert wer­den.

Entzündung der Zunge mit EinblutungenUrsache in diesem Fall ist Skorbut, wie ein chronischer Mangel an Vitamin C bezeichnet wird, weil die Blutgefäßer im Laufe der Erkankung nicht mehr richtig erneuert werden können und so "undicht" werden.

Entzün­dung der Zunge mit Ein­blu­tun­gen
Ursache in diesem Fall ist Sko­r­but, wie ein chro­nis­ch­er Man­gel an Vit­a­min C beze­ich­net wird, weil die Blut­ge­fäßer im Laufe der Erkankung nicht mehr richtig erneuert wer­den kön­nen und so “undicht” wer­den.

Diese lei­d­volle Erfahrung mussten viele Seeleute früher­er Zeit­en machen. Lange Seereisen ohne Zufuhr von frischem Obst und Gemüse führten bei den Seefahren zu einem aus­geprägten Vit­a­min-C-Man­gel, der sich anfangs in Zah­n­fleis­chbluten und lock­eren Zäh­nen äußerte. Später griff die Krankheit auf die inneren Organe über, welche aufquollen. Am Ende stand der Tod durch innere Blu­tun­gen. Diese Erkrankung erhielt den Namen Sko­r­but.

Solche ein­drucksvollen Symp­tome erken­nen wir und unser­er Zivil­i­sa­tion kaum mehr, wenn man vom gele­gentlichen Zah­n­fleis­chbluten, welch­es aber nur sel­ten mit einem Vita­mn C-Man­gel in Verbindung gebracht wird, ein­mal absieht. Aber es gibt auch eine andere Erkrankung, die im chro­nis­chen Vit­a­min-C-Man­gel ihre Ursache haben kann: Die Arte­riosklerose.

Arteriosklerose

Fakt ist, dass ein chro­nis­ch­er Vit­a­min-C-Man­gel den Auf­bau der Blut­ge­fäße stören kann. Dabei entste­hen mikro­feine “Lück­en” in der Ver­net­zung der Gewebe der Blut­ge­fäße. Diese Lück­en dichtet der Kör­p­er automa­tisch ab. Er ver­wen­det dazu Cho­les­terin, welch­es in der Medi­zin anerkan­nter­weise die schuldige Sub­stanz für Ablagerun­gen in den Blut­ge­fäßen ist.

Mit Hil­fe eines starken Leimes in Form eines Kle­beei­weißes und der Cho­les­teri­nan­lagerung stärkt der Organ­is­mus das brüchige Blut­ge­fäß und lässt so kleine Löch­er / Lecks gar nicht aufkom­men. Dieser Prozess läuft über lange Zeit ohne eine Aus­prä­gung kör­per­lich­er Beschw­er­den ab. Erst in der späten Phase der Erkrankung kommt es zu deut­lichen Leis­tung­sein­schränkun­gen bis hin zu Herz­in­farkt oder Gehirn­schlag (Apoplex). Der Zus­tand stark­er Cho­les­terin­ablagerun­gen in den Blut­ge­fäßen wird als Arte­riosklerose beze­ich­net. Die genauen Abläufe im Cho­les­terin­stof­fwech­sel und weit­ere Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen kön­nen Sie auf der CHOLESTERIN-Seite nach­le­sen.

Opfer der Evolution

Die Spezies Men­sch hat wahrschein­lich im Laufe der Entwick­lung die Fähigkeit ver­loren, Vit­a­min-C selb­st zu bilden. Bei Tieren (mit weni­gen Aus­nah­men) ist das aber noch der Fall. Tiere, die selb­st Vit­a­min-C bilden kön­nen, weisen auch im hohen Alter prak­tisch keine arte­riosklero­tis­chen Verän­derun­gen auf. Meer­schweinchen gehören zu den weni­gen Tier­spezies, die selb­st kein Vit­a­min-C bilden kön­nen und auf die Zufuhr von Vit­a­min-C über die Nahrung angewiesen sind. Füt­tert man ein Meer­schweinchen mit Vit­a­min-C-freier Nahrung, entwick­elt es im Laufe des Lebens arte­riosklero­tis­che Ablagerun­gen. Erhält es aber aus­re­ichend Vit­a­min-C, lassen sich diese Ablagerun­gen nicht fest­stellen. Arbeit­en von Dr. Rath haben dies in ein­drucksvoller Weise bestätigt — nachzule­sen im  Buch Warum ken­nen Tiere keinen Herz­in­farkt … aber wir Men­schen.

Vitamin-C / Ascorbinsäure

Vit­a­min-C wird auch als Ascorbin­säure beze­ich­net. Es ist uns bekan­nt als weißes Pul­ver in 100g-Dosen, erhältlich für kleines Geld in Droge­rien und Apotheken. Dieses Pul­ver ist sehr sauer (pH-Wert von etwa 3, was dem hohen Säure­grad eines ver­dau­ungsak­tiv­en Magens oder ein­er Cola [!] entspricht) und trägt bei regelmäßiger Ein­nahme zur Über­säuerung des Gesam­tor­gan­is­mus sich­er bei. Es gibt aber auch nicht-säuern­des Vit­a­min-C. Dieses kostet zwar mehr, ist aber die gesün­dere Alter­na­tive.

Molekularstruktur der Ascorbinsäure

Moleku­larstruk­tur der Ascorbin­säure

Die natür­liche, Säure­freie Form des Vit­a­min-C scheint auch noch bess­er zu wirken, wie Ergeb­nisse aus der Zooforschung zeigen. Men­schenaf­fen kön­nen wie Men­schen und auch einige wenige andere Tiere auch, kein Vit­a­min-C pro­duzieren. Men­schenaf­fen sind in der Anschaf­fung sehr teuer. Deswe­gen betreiben Zoos einen großen Aufwand in der Lebenser­hal­tung ihrer Pri­mat­en, wobei die Gabe ortho­moleku­lar­er Nährstoffe schon seit vie­len Jahren eine große Rolle spielt. Men­schenaf­fen erhal­ten Vit­a­min-C-Dosen im Bere­ich bis zu 10 g pro Tag. Die Obduk­tion ver­stor­ben­er Pri­mat­en, die mit kün­stlich­er Ascorbin­säure ver­sorgt waren, zeigte, dass diese trotz­dem arte­riosklero­tis­che Prozesse entwick­el­ten. Auf­grund dieser Erken­nt­nisse wer­den die wertvollen Tiere nur noch mit natür­lichem Vit­a­min-C gefüt­tert. Men­schenaf­fen sind nicht nur äußer­lich dem Men­schen sehr ähn­lich, auch Stof­fwech­sel­prozesse und biol­o­gis­che Abläufe sind denen des Men­schen ver­gle­ich­bar. Daher sollte sich der kri­tis­che Leser dieser Zeilen Gedanken darüber machen, nicht doch auf natür­lich­es Vit­a­min-C umzusteigen, weil der Nutzen ein­fach deut­lich größer ist.

Und wenn Vit­a­min-C noch so ange­boten wird, dass es auch im Darm aufgenom­men wer­den kann, wäre das phan­tastisch! Vit­a­min-C wird nur in den ersten Darmab­schnit­ten gut aufgenom­men. Je weit­er es den Weg durch den Darm find­et, um so schlechter ist die Resorp­tion. Deswe­gen stellt sich die Frage, wie sin­nvoll es denn wirk­lich ist, Vit­a­min-C in sich verzögert auflösender Form zu sich zu nehmen, wenn diese das Vit­a­min erst in den let­zten Darmab­schnit­ten freiset­zt? Es gibt hier intel­li­gen­tere Prä­pa­ra­tio­nen wie z.B. in eine Wach­sträger­schicht einge­bracht­es Vit­a­min-C. Eine der­ar­tige Zubere­itung verbleibt bis zur völ­li­gen Auflö­sung im ersten Darmab­schnitt. Das eingear­beit­ete Vit­a­min-C wird kon­tinuier­lich freige­set­zt, um eine möglichst opti­male Auf­nahme zu erre­ichen. Ist die Zubere­itung mit Bioflavonoiden angre­ichert, wirken diese als Regen­er­a­tor für ver­braucht­es Vit­a­min-C und helfen, dieses immer wieder zu “recy­clen”.

Die richtige Menge Vitamin-C pro Tag

Zitronenbaum auf KorfuZitronen liefern Vitamin C. Seefahrer haben über Zitonen ihren Vitamin C - Bedarf gedeckt, um das Auftreten von Skorbut zu verhindern. 1536 erkannte Jaques Cartier die Ursache für Skorbut, James Lind untersuchte 1747 systematisch die Zusammenhänge. Für die damalige Zeit sicher kein einfaches Unterfangen, kannte man ja noch keine Vitamine, sondern schrieb man die gesundend machende und prophylaktische Wirkung der Zitronen der enthaltenen Säure zu.

Zitro­nen­baum auf Kor­fu
Zitro­nen liefern Vit­a­min C. Seefahrer haben über Zito­nen ihren Vit­a­min C — Bedarf gedeckt, um das Auftreten von Sko­r­but zu ver­hin­dern. 1536 erkan­nte Jaques Carti­er die Ursache für Sko­r­but, James Lind unter­suchte 1747 sys­tem­a­tisch die Zusam­men­hänge. Für die dama­lige Zeit sich­er kein ein­fach­es Unter­fan­gen, kan­nte man ja noch keine Vit­a­mine, son­dern schrieb man die gesun­dend machende und pro­phy­lak­tis­che Wirkung der Zitro­nen der enthal­te­nen Säure zu.

Auch über die täglich benötigte Menge an Vit­a­min-C gehen die Mei­n­un­gen heftig auseinan­der. Im deutschen Raum liegt die Empfehlung der täglichen Vit­a­min-C-Auf­nahme der “DGE — Deutschen Gesellschaft für Ernährung” bei 100 mg po Tag. Im amerikanis­chen Raum wer­den bis zu 2.500 mg -das 25-fache der DGE-Empfehlung- oder sog­ar noch mehr vorgeschla­gen. Linus Paul­ing, der zweifache Nobel­preisträger (Chemie und Medi­zin) forschte sehr viel zur Wirkung des Vit­a­min-C und emp­fahl Höch­st­dosen von 6.000 mg — 18.000 mg. Paul­ing wurde 93 Jahre alt. Seine Anhänger führen sein hohes Leben­salter auf die hohe tägliche Ein­nahme zurück. Paul­ing äußerte sich 1986 (siehe “das Vit­a­m­in­pro­gramm”):

Die opti­malen täglichen Vit­a­m­in­men­gen sind bei weit­em größer als die Men­gen, die wir mit unser­er täglichen Nahrung heute zu uns nehmen kön­nen.”

Die Diskrepanz zwis­chen den Empfehlun­gen aus Übersee und der DGE ist sehr groß und unver­ständlich, die Kon­se­quen­zen eines chro­nis­chen Vit­a­min-C-Man­gels jedoch recht drastisch. Und die Gefahr, in einen chro­nis­chen Man­gel zu ger­at­en, ist offen­bar sehr leicht: 30 min Stress ver­brauchen etwa 20 mg Vit­a­min-C, das Rauchen ein­er Zigarette raubt etwa 15 mg des wichti­gen Mikro­nährstoffs. Die ein­fache Rech­nung: Die max­i­male Arbeit­szeit eines ges­ressten (kör­per­lich / psy­chisch) Arbeit­nehmers sollte 2,5 Stun­den nicht über­schre­it­en, denn son­st würde er in einen chro­nis­chen Man­gelzu­s­tand ger­at­en, und Rauch­er mit einem Kon­sum von 7 Zigaret­ten und mehr pro Tag dürf(t)en über­haupt nicht arbeit­en. Reichen daher 100 mg pro Tag wirk­lich?

Stu­di­en an Bevölkerungs­grup­pen, die wie unsere Vor­fahren als Jäger und Samm­ler leben, ergaben eine tägliche durch­schnit­tliche Auf­nahme an von im Bere­ich von 300 bis 400 mg (USA ca. 50 bis 70 mg täglich). Eine Unter­suchung bei 12.000 Amerikan­ern ergab bei ein­er Vit­a­min-C — Auf­nahme von 300 bis 600 mg eine drastis­che Ver­ringerung der Sterblichkeit durch Herz­erkrankun­gen und Krebs. Wie aus der Tabelle unten her­vorge­ht, stellen Säugetiere das 10- bis 30-fache der beim Men­schen emp­fohle­nen Vit­a­min C — Tages­do­sis selb­st her!

Vitamin C — Produktion verschiedener Säugetiere umgerechnet auf das Gewicht des Menschen

Säugeti­er Pro­duk­tion in Gramm
Ziege 2,2 — 13
Rind 1,1 — 1,5
Schaf 2
Kan­inchen 1,5 — 15
Rat­te 2,8 — 15
Katze 0,4 — 2,8
Hund 0,4 — 2,8
Schwein 0,6

Quelle: M.l Gesche, Herza­k­tive Nährstoffe, 3. Auflage Seite 64

Alle Mikronährstoffe sind wichtig

Armes Gemüse - Armer Mensch Armes Gemüse - Armer Mensch Über verschiedene Medien bekommen wir immer wieder zu hören, "alles, was wir brauchen, nehmen wir über die Nahrung zu uns - die Einnahme von Nahrungsergän- zungsmitteln ist unnötig und sogar eher schädlich". Doch die Studienzahlen scheinen ein anderes Bild zu ergeben. Die Frage ist: Wem nützt es, wenn es aufgrund von Mikronährstoffmangel zu Krankheiten kommt?

Armes Gemüse — Armer Men­sch
Über ver­schiedene Medi­en bekom­men wir immer wieder zu hören, “alles, was wir brauchen, nehmen wir über die Nahrung zu uns — die Ein­nahme von Nahrungsergänzungs- mit­teln ist unnötig und sog­ar eher schädlich”.
Doch die Stu­dien­zahlen scheinen ein anderes Bild zu ergeben. Die Frage ist: Wem nützt es, wenn es auf­grund von Mikro­nährstoff­man­gel zu Krankheit­en kommt?

Vit­a­min-C spielt eine tra­gende Rolle für unser Immun­sys­tem und den Kör­per­stof­fwech­sel. Ein aus­geprägter Vit­a­min-C-Man­gel kann also auch Auswirkun­gen in diesen Bere­ichen her­vor­rufen. Doch nicht nur Vit­a­min-C ist für uns wichtig, die anderen Mikro­nährstoffe sind es auch! Die Gruppe der B-Vit­a­mine ist notwendig für die Ver­stof­fwech­selung der Eiweiße und der Kohlen­hy­drate. Fehlen bes­timmte B-Vit­a­mine, kön­nen die Eiweiße nicht in ihre kle­in­sten Bausteine, die Aminosäuren, zer­legt wer­den. Dieser Prozess ist für das Funk­tion­ieren des men­schlichen Organ­is­mus notwendig, denn aus Aminosäuren wer­den nicht nur Hor­mone gebildet, sie sind auch für die Ver­net­zung der bindegewe­blichen Struk­turen unverzicht­bar. Deswe­gen soll­ten wir darauf acht­en, alle diese Mikro­nährstoffe aus­ge­wogen zu uns zu nehmen.

Mangel an Mikronährstoffen in der Nahrung

Lei­der ist unsere Nahrung an Mikro­nährstof­fen ver­armt. Ernährungswis­senschaftler des Schwarzwald-Sana­to­ri­um Ober­tal erwar­ben stich­probe­nar­tig zwei iden­tis­che Lebens­mit­telkörbe (Super­markt und Wochen­markt). Sie kauften frisches Gemüse und Obst wie Brokkoli, Bohnen, Fenchel, Kartof­feln, Möhren, Spinat, Äpfel, Bana­nen und Erd­beeren und ließen es auf den Vital­stof­fge­halt unter­suchen. Die Analy­seergeb­nisse wur­den mit der offiziellen Nährstoffta­belle des Phar­makonz­erns Geigy (1985) ver­glichen:

Unter­suchung Sana­to­ri­um Oberthal / Lebens­mit­tella­bor Karl­sruhe:

Min­er­alien / Vit­a­mine in mg pro 100g 1985 1996 20002 Ver­lust in % in 1996 Ver­lust in % in 2002
Broc­coli Cal­ci­um 103 33 28 -68 -73
Fol­säure 47 23 18 -52 -62
Mag­ne­sium 24 18 11 -25 -55
Bohnen Cal­ci­um 56 34 22 -38 -51
Fol­säure 39 34 30 -12 -23
Mag­ne­sium 26 22 18 -15 -31
Vit­a­min B6 140 55 32 -61 -77
Kartof­fel Cal­ci­um 14 4 3 -70 -78
Mag­ne­sium 27 18 1 -33 -48
Karotte Cal­ci­um 37 31 28 -68 -24
Mag­ne­sium 21 9 6 -58 -75
Spinat Mag­ne­sium 62 19 15 -68 -76
Vit­a­min C 51 21 18 -58 -65
Apfel Vit­a­min C 5 1 2 -89 -60
Banane Cal­ci­um 8 7 7 -12 -12
Fol­säure 23 3 5 -84 -79
Mag­ne­sium 31 27 24 -13 -23
Vit­a­min B6 330 22 18 -92 -95
Erd­beere Cal­ci­um 21 18 12 -14 -43
Vit­a­min C 60 13 8 -67 -87

Quelle: Agilpharma/J. Zeiske 2006

Diese Ergeb­nisse soll­ten uns alle wachrüt­teln, denn das enorme Vital­stoffde­fiz­it hat starke Auswirkun­gen auf unsere Gesund­heit (Eine zweite Studie zu diesem The­ma find­en sie in SÄURE-BASEN-HAUSHALT).

Eigeninitiative

Über Mikro­nährstoffe und ihr Wirken auf den Gesam­tor­gan­is­mus sowie über ihre Rolle bei der Entste­hung von Krankheit­en kön­nte an dieser Stelle noch viel geschrieben wer­den. Nehmen Sie die bish­eri­gen Aus­führun­gen als Anlass, sich ein­mal mit diesem ganzen Kom­plex inten­siv­er zu beschäfti­gen.

Macht es dann nicht Sinn, auf einen aus­geglich­enen SÄURE-BASEN-HAUSHALT zu acht­en und alles dafür zu tun, dem Kör­p­er wirk­lich alle  Einzel­bausteine der Ortho­moleku­laren Medi­zin für einen geord­neten Stof­fwech­sel zur Ver­fü­gung zu stellen? Hier darf ich auf die KRYPTOPYRROLURIE — ein­er Stof­fwech­sel­störung im Rah­men der Blut­bil­dung — ver­weisen, welche zusät­zlich zu ein­er Mikro­nährstof­fver­ar­mung führt.

Aber die Liebe ist das einzige radikale Vit­a­min für Leib und Seele.
(Dio­ti­ma [Pla­ton])

Wichtig:


Inwieweit ich Fra­gen zu Krankheit­en, deren Ursachen und Ther­a­piean­sätze oder zu mir bekan­nten Ther­a­peuten in Ihrer Wohnort­nähe oder ander­swo beant­worte, lesen Sie bitte unter ANFRAGEN ZU THERAPEUTEN nach.


Ich bedanke mich für Ihr Ver­ständ­nis!

HIER kön­nen Sie den Erstanam­ne­se­bo­gen down­load­en oder aus­druck­en.

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